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Von CaaS bis Serverless Computing: Die wichtigsten Cloud-Trends 2017

Cloud Computing verändert sich auch heute noch mit hohem Tempo. Container, Analytics-Plattformen und Serverless Computing gehören zu den Trends 2017.

Cloud Computing ist mittlerweile alles andere als ein neues Konzept, und doch entwickeln sich entsprechende Technologien noch immer rasend schnell weiter. Im Folgenden geben wir einen Ausblick, mit welchen zukünftigen Cloud-Trends Unternehmen 2017 rechnen sollten.

Serverless Computing gewinnt an Bedeutung

Vor allem im DevOps-Bereich ist AWS Lambda in den vergangenen Monaten enorm populär geworden. Der Grund dafür ist recht einfach: AWS Lambda ermöglicht das Ausführen von Code, ohne hierfür einen ganzen Server bereitstellen zu müssen.

Im Ergebnis sprechen wir hierbei dann von Serverless Computing, Entwickler müssen sich dabei also keine Gedanken mehr über das Aufsetzen oder Verwalten eines Servers machen. Stattdessen kann der Code einfach in die Cloud hochgeladen und sofort ausgeführt werden.

AWS Lambda ist mittlerweile auch schon einige Jahre alt, es hat andere Cloud-Anbieter aber einiges an Zeit gekostet, hier aufzuholen, beispielsweise Google mit den Google Cloud Functions. Dieser Trend wird sich 2017 fortsetzen, da mehr und mehr Cloud-Anbieter Serverless-Computing-Funktionen anbieten werden.

Sinkende Preise auch 2017 ein Cloud-Trend

Ein anderer Vorteil von AWS Lambda ist die Tatsache, dass man nur für die Cloud-Ressourcen bezahlt, die tatsächlich beim Ausführen des Codes in Anspruch genommen werden. Zudem gibt es auch keine Notwendigkeit, rund um die Uhr für einen virtuellen Server zu bezahlen, der nur für einen Bruchteil der Zeit benötigt wird.

Ein weiterer Cloud-Trend für 2017 sind also weiter sinkende Kosten. Serverless Computing ist dabei nur ein Faktor unter vielen, der die Cloud-Kosten in vielen Unternehmen sinken lässt.

Die immer weiter fallenden Kosten günstiger Standardhardware und die breite Verfügbarkeit von PaaS-Produkten (Platform as a Service), die Unternehmen lokal im eigenen Rechenzentrum statt in der Public Cloud ausführen können, erhöhen ebenfalls den Druck auf Cloud-Anbieter, die Kosten für ihre Cloud-Services zu senken. In die gleiche Kerbe schlagen auch neuartige Monitoring-Tools, mit denen Cloud-Anwender die Kosten ihrer Services evaluieren und so unterschiedliche Cloud-Anbieter vergleichen können.

All das erklärt, warum zum Beispiel Amazon die Kosten für viele AWS-Dienste Ende 2016 gesenkt hat. Dieser Trend dürfte auch 2017 anhalten, da Cloud-Anbieter immer mehr auch über Kosten um Kunden buhlen.

Container-Virtualisierung zieht in die Cloud

In den ersten Jahren, nachdem Docker 2013 gegründet wurde, mussten Container-basierte Infrastrukturen noch mühsam von Hand konfiguriert und aufgebaut werden. Heute machen CaaS-Plattformen (Container as a Service) in der Cloud Docker- und Container-Bereitstellungen wesentlich einfacher.

Manche dieser CaaS-Produkte sind Public-Cloud-Services, etwa der Azure Container Service, der EC2 Container Service oder die Google Container Engine (GKE). Andere Produkte wie Rancher, Kontena oder das von SUSE vor kurzem angekündigte CASP werden als Private-Cloud-Service bereitgestellt.

Das Aufkommen so vieler Cloud-basierter CaaS-Angebote macht die Cloud mehr und mehr zum bevorzugten Ort für Docker-Container. Die steigende Anzahl an Docker-Deployments in der Cloud dürfte daher ein weiterer Trend für 2017 sein.

Cloud-Analytics und Cloud-Storage werden wichtiger

Die sinkenden Preise für Cloud-Storage haben die Cloud zu einem idealen Ort gemacht, um dort bestimmte Arten von Daten zu speichern. Wenn wir aber auf den Cloud-Markt 2017 schauen, dann werden Unternehmen zunehmend mehr Dinge mit den in der Cloud gespeicherten Daten machen wollen, als diese dort nur zu speichern. Die Daten müssen zukünftig also auch einer Verarbeitung zugänglich gemacht werden. Aus diesem Grund wird die Echtzeitanalyse von Cloud-Daten 2017 mindestens genauso wichtig wie günstiger Cloud-Storage.

Cloud-Anbieter können dieser Nachfrage mit Analytics-Angeboten wie Spark oder Hadoop als SaaS-Produkte (Software as a Service) begegnen. Von diesem Trend werden vor allem Cloud-Anbieter profitieren, die ihren Kunden nicht nur günstigen Cloud-Storage bereitstellen, sondern darüber hinaus auch eine Data-Analytics-Plattform.

IT-Sicherheit als Cloud-Treiber

Traditionell sind Sicherheitsbedenken eher ein Bremsklotz auf dem Weg in die Cloud. Die nächste Generation an Sicherheitsbedrohungen dreht diese Tatsache aber in ihr Gegenteil um, indem mehr und mehr Unternehmen gerade durch den Schritt in die Cloud ihre IT-Security verbessern.

Man denke nur an die DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) auf die DNS-Services (Domain Name System) von Dyn im Oktober 2016. Eine mögliche Vorkehrung gegen entsprechende Angriffe besteht darin, mehr Applikationen in die Cloud zu verlagern. Idealerweise könnte man dabei sogar auf unterschiedliche Cloud-Anbieter setzen, um das Ausfallrisiko bei einem DDoS-Angriffs gegen einen Cloud-Anbieter abzufedern.

Da DDoS-Angriffe wie der auf Dyn immer häufiger werden dürften, wird sich die Cloud 2017 und darüber hinaus als ideale Plattform herausstellen, diesen Attacken zu entgehen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2017 aktualisiert

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