Virtuelle Maschinen mit vCenter Operations Manager bändigen (Teil 1)

Mit dem vCenter Operations Manager lassen sich Probleme in virtuellen Umgebungen beseitigen. Unser Experte hilft bei der richtigen Konfiguration.

VMware vCenter Operations Manager ist VMwares Reporting Tool, um Systemadministratoren beim Auffinden und Eliminieren...

von Problemen in virtuellen Infrastrukturen zu helfen. Im ersten Teil des zweiteiligen Tutoriums zeigen wir Ihnen Installation und Konfiguration.

Es gibt zwei verschiedene Versionen von vCenter Operations Manager (vCOPs): installierbar und normal. Wir arbeiten mit der normalen und sofort einsatzbereiten Edition.

Den Einsatz von vCenter Operations Manager vorbereiten

Die vCenter Operations Manager vApp bringt zwei virtuelle Maschinen mit. Eine davon ist die virtuelle Maschine (VM) für das UI, die andere die analytische VM. Wie der Name schon vermuten lässt, beinhaltet die UI-VM die komplette Front-End-Logik. In der analytischen virtuellen Maschine werden alle gesammelten Daten gespeichert.

Bevor Sie die vApp einsetzen, erschaffen Sie einen IP-Pool für die vApp-Maschinen. Somit bekommen sie eine IP-Adresse. Begeben Sie sich zum Reiter Data Center und dann auf IP Pools. Geben Sie dem Pool einen Namen. Setzen Sie danach ein Subnetz für das Netzwerk auf, das Sie erreichen möchten. In meinem Beispiel hat das Netzwerk eine Port-Gruppe und das Netzwerk ist 192.168.1.0/24 (Abbildung 1).

Abbildung 1: Konfigurieren Sie die Eigenschaften des IP-Pools.

Klicken Sie nun auf Enable IP Pool und danach auf Associations. Dort wählen Sie VM Network oder was auch immer ihrem Netzwerk entspricht.

Im Anschluss müssen Sie den Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) akzeptieren und können anschließend weitermachen.

Im nächsten Bildschirm vergeben Sie einen Namen und einen Ort für das eingesetzte Template. Sie können den Standard-Namen verwenden. Passen Sie aber auf, dass Sie den richtigen Ort auswählen (Abbildung 2). Ich habe mein Template innerhalb meines Linux-Ordners gelegt, da die Maschinen mit SUSE Linux laufen.

Abbildung 2: Spezifizieren Sie Name und Ort für den Ordner des Templates.

Im Fenster Deployment Configuration erhöhen sich je nach Auswahl die Voraussetzungen für CPU und Arbeitsspeicher. Da es sich hier nur um eine Testumgebung handelt, wählen wir Small und klicken danach auf Next.

Auf der Seite Disk Format benutzen Sie für Testzwecke am besten Thin Provisioning, um den benötigen Festplattenplatz auf einem Minimum zu halten.

Im Fenster Network Mapping wählen Sie die korrekte Port-Gruppe und fahren mit einem Klick auf Next fort.

Abbildung 3: Wählen Sie die IP Allocation Policy.

Wählen Sie bei IP Address Allocation, wie in Abbildung 3 zu sehen, Transient aus. Somit erhält die Maschine beim Start eine IP-Adresse, aus dem von uns konfiguriertem Pool. Leider gibt es derzeit keine Möglichkeit eine statische IP-Adresse zuzuweisen. Sollten Sie das dennoch ausprobieren, kommt es später zu Fehlermeldungen.

Auf der Properties-Seite setzen Sie die entsprechende Zeitzone und IP-Adressen, die im Pool reserviert wurden.

vCenter Operations Manager konfigurieren

Sobald das System einsatzbereit ist, können Sie sich als Administrator anmelden. Geben Sie dazu im Browser die IP-Adresse ein, die der UI-VM aus dem Pool zugewiesen wurde. Per Standard sind Anmeldename und Passwort admin/admin gesetzt. Ein Beispiel einer URL wäre http://vCOPs/admin.

Im nächsten Schritt hilft Ihnen ein Assistent bei der Konfiguration des vCenter Collector. Dieser sammelt von vCenter erhaltene Daten. Weitere Collectors sind für andere Systeme verfügbar, aber das würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen.

Im Fenster Virtual Appliance Details hinterlegen Sie Server-Adresse, Anwender-Namen und Passwort. In unserem Beispiel verwende ich den Domänen-Administrator, weil es sich um eine Testumgebung handelt.

Nachdem die Details für die Appliance akzeptiert wurden, fordert Sie die Software zum Ändern der Anwender-Namen für die installierten vApps auf.

Der nächste Schritt ist die Konfiguration von vCenter mithilfe der Seite Specify vCenter Server (Abbildung 4). Geben Sie den Namen zusammen mit Server-IP-Adresse oder DNS-Namen ein. Der Registration user ist der Anwender, der den Dienst implementiert. Collector user ist das Konto oder der Dienst, der die Informationen vom vCenter erhält.

Abbildung 4: Spezifizieren Sie das zu überwachende vCenter

Der Collector user kann auch ein Administrator-Konto sein. Allerdings empfiehlt VMware ein spezielles Service-Konto mit einer Nur-Lesen-Rolle auf Data-Center-Ebene. Damit ist das Setup sicher. Sie können dieses Konto auch benutzen, um unerwünschte Ordner zu blockieren und nur Teile der Umgebung zu überwachen. Sollten Kosten eine Rolle spielen, ist zum Beispiel eine Trennung von Entwicklung und Produktion denkbar.

Nachdem die Details im vCenter hinterlegt sind, erhalten Sie eventuell einen Sicherheitshinweis. Das ist dann der Fall, wenn der Server nicht verifiziert werden kann. Klicken Sie auf Yes und das System wird alle für ein Monitoring benötigten Verbindungen etablieren.

Sobald das erledigt ist, sehen Sie eine komplette Admin-Konsole, die SSL-Zertifikate und E-Mail-Adresse, die mit der Applikation in Verbindung stehen.

Artikel wurde zuletzt im November 2013 aktualisiert

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