Virtuelle Maschinen mit dem kostenlosen ESXi-Hypervisor anpassen

Mit dem kostenlosen ESXi-Hypervisors können Sie auch virtuelle Maschinen maßschneidern. Wir helfen Ihnen bei der Konfiguration und Installation.

Der kostenlose ESXi-Hypervisor von VMware bietet Ihnen eine günstige Gelegenheit, um eine virtuelle Umgebung auf...

verfügbarer Hardware zu erschaffen. Das gilt trotz des etwas eingeschränkten Funktionsumfangs. Dennoch können Sie eine maßgeschneiderte Konfiguration mit dem freien ESXi erstellen.

Wir sehen uns an, wie Sie mit der kostenlosen ESXi-Version eine speziell angefertigte Lösung aufsetzen können und benutzen dabei die fortgeschrittenen Konfigurations-Optionen. In einem früheren Beitrag zum vSphere Hypervisor 5.1 haben wir Ihnen gezeigt, wie Sie einen ESXi-Host installieren. Somit gehen wir davon aus, dass Sie einen ESXi-Host und eine Workstation mit vCenter in Betrieb haben.

Virtuelle Maschinen (VM) individuell anpassen

Nachdem Sie sich via vSphere-Client am ESXi-Host angemeldet haben, sehen Sie eine Übersicht aller Ressourcen der virtuellen Infrastruktur in Form einer Baumstruktur. Hier sollte auch mindestens ein ESXi-Host aufgeführt sein.

Für das Erstellen einer virtuellen Maschine dient ein Rechtsklick auf den ESXi-Host. Danach können Sie die neue virtuelle Maschine anlegen. Nun öffnet sich ein Installations-Assistent, der Ihnen bei der Auswahl der Einstellungen für diese VM hilft. Folgen Sie den Schritten, erscheint eine neue virtuelle Maschine in der ESXi-Bestandsliste. Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, können Sie mit der Installation der virtuellen Maschine beginnen.

Abbildung 1: Durch Auswahl der Option Custom können Sie individuelle Einstellungen verwenden.

Im ersten Fenster können Sie zwischen einer typischen (Typical) und einer angepassten (Custom) Installation wählen (Abbildung 1). Durch die zweite Option haben Sie mehr Kontrolle hinsichtlich der Hardware-Konfiguration und einigen weiteren Möglichkeiten. Für weniger fortgeschrittene Anwender ist daher Variante Eins zu bevorzugen. Hier verwendet die Software allgemeine virtuelle Hardware und Einstellungen.

Nachdem Sie den Installations-Typ ausgesucht haben, taufen Sie Ihre virtuelle Maschine. Weiterhin legen Sie den Datenspeicher (Data Store) fest, also auf welchem Storage die VM hinterlegt ist (Abbildung 2). In der Regel ist dieses Storage mit dem ESXi-Server verbunden und lokal verfügbar oder liegt auf einem SAN.

Abbildung 2: Wählen Sie das Ziel-Storage für die Dateien der virtuellen Maschine aus.

Wählen Sie die angepasste Installations-Option, können Sie außerdem die Version der virtuellen Maschine definieren. Befinden Sie sich in einem großen Data Center und wollen die virtuellen Maschinen auch mit anderen Virtualisierungs-Plattformen nutzen, dann werden Sie vielleicht nicht dem Standardvorschlag nachkommen. Ist das nicht der Fall, wählen Sie einfach den neuesten Versions-Typ für die VM aus und folgen dem Assistenten.

Im nächsten Bildschirm fragt die Software, welches Betriebssystem Sie installieren möchten (Abbildung 3). Wählen Sie hier das richtige aus, weil dies auch die in der virtuellen Maschine installierten Treiber beeinflusst.

Hardware mithilfe des freien ESXi-Hypervisors konfigurieren

Abbildung 3: Wählen Sie das gewünschte Betriebssystem.

Im nächsten Schritt bestimmen wir die Hardware, die Ihre virtuelle Maschine erhalten soll. Sie können hier die Anzahl der CPU-Kerne, Kontroller-Typen für die SCSI-Schnittstelle, Arbeitsspeicher und so weiter festlegen. Haben Sie mehrere Netzwerke auf dem ESXi-Host definiert, können Sie diese der virtuellen Maschine entsprechend zuweisen.

Bezüglich der Festplattentypen, können Sie zwischen Thin- und Thick-Provisioning wählen. Letzteres dient der maximalen Performance, die Sie normalerweise für Server brauchen. Benutzen Sie Thin-Provisioning in erster Linie für Desktop-Systeme, bei denen Performance keine so große Rolle spielt.

Nachdem Sie die komplette virtuelle Hardware konfiguriert haben, können Sie die virtuelle Maschine zur Inventar-Liste hinzufügen. Sie wird im Anschluss im vSphere-Client auftauchen. Zu diesem Zeitpunkt können Sie auch mit der eigentlichen Installation der virtuellen Maschine beginnen. Verbinden Sie hierfür das optische Laufwerk mit der VM (Abbildung 4).

Abbildung 4: Verbinden Sie das optische Laufwerk.

Klicken Sie im vSphere-Client dazu auf CD/DVD drive und wählen das entsprechende optische Laufwerk aus. Hier haben Sie drei verschiedene Möglichkeiten. Sie können das lokale Laufwerk der Workstation des vSphere-Clients verwenden, das physikalische Laufwerk des ESXi-Hosts oder ein ISO-Abbild auf dem Data-Storage.

Sobald das optische Laufwerk verbunden ist, klicken Sie auf den Startknopf. Somit beginnt die Installation des Betriebssystems für die virtuelle Maschine.

Artikel wurde zuletzt im Oktober 2013 aktualisiert

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