VMware vSphere: Mit DRS die Speicher-Performance von VMs verbessern

vMware vSphere DRS verbessert die Performance aller virtuellen Maschinen eines Storage-Clusters. Dafür prüft es kontinuierlich die Auslastung.

Über mehrere Versionen hinweg besaßen VMware-basierte virtuelle Umgebungen schon die Fähigkeit, automatisch CPU-...

und Memory-Ressourcen zwischen den Hosts eines vSphere-Clusters auszugleichen. Mit dem Feature Storage Distributed Resource Scheduler (DRS) kann eine virtuelle Umgebung unter VMware auch die Plattenkapazität und die Performance zwischen den Speicherplätzen eines Storage-Clusters ausbalancieren.

Die Storage-DRS-Funktionalität gibt es seit dem Release 5.0 von VMware vSphere. Richtig eingestellt für jede Umgebung, trägt sie zu einer verbesserten Speicher-Performance für alle virtuellen Maschinen (VMs) eines Storage-Clusters bei.

Storage Distributed Resource Scheduler checkt kontinuierlich die Auslastung der Kapazität auf allen Speicherplätzen im Cluster. VMware DRS verwenden ferner „predictive Analysis“, um herauszufinden, ob eine Verlagerung von Daten mit Storage vMotion zu einer besser ausgeglichenen Umgebung führt. Um die Performance des Speicher-Clusters auszubalancieren, monitort DRS die I/O-Latenz der einzelnen Datenspeicherungen, analysiert die Umgebung und stößt gegebenenfalls vMotion-Aktionen an, um die jeweils bestmögliche Latenz über alle Systeme hinweg zu erreichen. Abhängig von der Version von vSphere und den eingesetzten Storage Arrays überprüft VMware DRS auch, ob zwei Data Stores auf der gleichen physikalischen Platte in einem Array untergebracht sind: Auf diese Weise lässt sich die Verlagerung einer VM auf einen anderen Speicherplatz innerhalb der Platte verhindern, der prinzipiell die gleichen Performance-Probleme aufweist.

Storage DRS gibt Empfehlungen für VMware vMotion oder führt entsprechende Maßnahmen durch, sobald die verwendete Speicherkapazität die konfigurierte Schwelle überschreitet. DRS überprüft zudem alle acht Stunden die I/O-Latenz und schlägt Maßnahmen vor, wenn eine Abweichung von der Norm auftritt, die länger als ein paar Stunden dauert. Handelt es sich nur um vorübergehende Lastspitzen, können so unnötige vMotion-Aktionen vermieden werden.

Fine-Tuning von Storage DRS

Sind der Storage-Cluster und DRS eingerichtet, müssen verschiedene Grundeinstellungen vorgenommen werden.

Der erste Konfigurationsschritt betrifft den Automatisierungsgrad. Es gibt nur zwei Optionen: (1) Keine Automatisierung – DRS gibt Empfehlungen, aber alle Migrationsmaßnahmen müssen von einem Administrator initiiert werden. (2) Volle Automatisierung – DRS führt vMotion-Aktionen automatisch durch.

Der zweite Schritt besteht darin, die Monitoring-Funktion für die I/O-Latenz an- oder auszuschalten. Im eingeschalteten Zustand werden Empfehlungen für Datenmigration gegeben, falls die Abweichungen zu groß sind. Im ausgeschalteten Modus wird lediglich die Speicheraktivität beobachtet.

Im dritten Konfigurationsschritt werden die Schwellwerte definiert, ab denen VMware DRS Änderungen an der Umgebung vornimmt. Beim tatsächlich benutzten Speicherplatz liegt der Standardwert bei 80 Prozent – er lässt sich auf jeden Wert zwischen 50 und 100 Prozent ändern. Der Standardwert für die I/O-Latenz liegt bei 15 ms – alternativ kann zwischen 5 ms bis zu 100 ms umgestellt werden, obwohl man hier nicht über den Standardwert hinausgehen sollte.

Die Grundeinstellung geht davon aus, dass nur dann ein Data Move mit VMware vMotion erfolgt, wenn die Nutzungsdifferenz zwischen Quell- und Zielspeicher größer als fünf Prozent ist. Diese Einstellung lässt sich auf einen Wert zwischen 1 und 50 Prozent umstellen. Das Timing für den Check des I/O Load Balancing kann ebenfalls geändert werden.

Administratoren sollten sich überlegen, DRS in Richtung vollständige Automatisierung umzustellen. DRS würde so intensiver die Zeit außerhalb der Geschäftsstunden beobachten, während kritische vMware vMotion-Prozesse nur tagsüber ablaufen.

Der vierte Schritt kümmert sich um die Definition von „Anti-Affinity“-Regeln. Standardmäßig befinden sich die einzelnen virtuellen Platten (VMDKs) jeder virtuellen Maschine in unmittelbarer Nachbarschaft, wenn vMotion-Operationen ablaufen. Will man diese virtuellen Platten getrennt voneinander halten, lässt sich eine „Anti-Affinity“-Regel für VMDKs aktivieren. Geht es um die Database-Performance einer VM, lassen sich auf diese Weise Log-, Temp-DB und Datenplatten voneinander trennen. Für virtuelle Maschinen kann ebenfalls eine solche Trennungsregel eingestellt werden.

Im letzten Konfigurationsschritt geht es schließlich um individuelle VM-Einstellungen. Für jede VM lässt sich ein eigener DRS-Automatisierungsgrad definieren. Man kann auch die Standardeinstellung, VMDK-Files „zusammen abzulegen“, nur für bestimmte VMs deaktivieren.

Artikel wurde zuletzt im November 2013 aktualisiert

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