VMware ESXi: Probleme mit der Konfiguration von Shared Storage beheben

ESXi und vSphere kann alle Vorteile nur mit Shared-Storage-Pools ausspielen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Fehlern bei Shared Storage auf die Schliche kommen.

Fehlerhaft konfiguriertes Shared Storage ist in VMware-Umgebungen nicht selten. Wer sich die Zeit nimmt, diese...

Einstellungen zu korrigieren, der erspart sich eine ganze Reihe an möglichen Problemen, falls ein ESXi-Host überlastet wird oder ein Fehler auftritt.

Damit vSphere seine volle Stärke ausspielen kann, braucht es drei grundlegende Elemente: mehrere identische ESXi Server, Shared Storage und vCenter. Jedes Rechenzentrum mit mehreren ESXi Servern sollte statt auf lokale Speicher besser auf Shared Storage im Netzwerk setzen und den Speicher im gesamten Cluster zur Verfügung stellen.

Shared Storage ist die Voraussetzung für einige der Kernfunktionen von vSphere, insbesondere vMotion, Distributed Resource Scheduler (DRS) und High Availability (HA). VMotion ermöglicht es, eine laufende VM im Betrieb zu verschieben, beispielsweise komplett ohne Ausfallzeiten von einem ESXi-Host auf einen anderen. DRS nutzt diese Funktion etwa, um die Auslastung bei CPUs und RAM dynamisch anzupassen. Fällt ein ESXi-Server aus, startet vSphere HA die jeweiligen betroffenen virtuellen Computer auf anderen Systemen im Cluster neu. DRS und HA funktionieren nur für VMs, die im Shared Storage vorgehalten werden; der eigentliche Speicherort der VM ändert sich durch HA oder DRS-Migrationen nicht, lediglich der Betrieb wird auf einen anderen ESXi-Host verlagert.

Damit HA und DRS optimal arbeiten, das von den VMs genutzte Storage entsprechend für jeden ESXi-Server im Cluster verfügbar sein. Die für konsistentes Shared Storage erforderliche Konfiguration hängt vom verwendeten Storage-Netzwerk ab. Zur Auswahl stehen hier Fibre Channel (FC), iSCSI oder das Network File System (NFS). Bei FC- und iSCSI-Storage müssen Sie sicherstellen, dass alle angeschlossenen VMware ESXi Hosts die gleiche Logical Unit Number (LUN) erhalten. Einige Arrays machen das mit einer Gruppierungsfunktion einfach, andere müssen Sie an jedem Host separat einrichten.

Bei Fiber Channel müssen Sie die FC-Switche mit konsistentem Zoning einrichten, nur so finden Ihre Hosts die Arrays. Beim Einsatz von iSCSI müssen Sie den VMware ESXi-Hosts ein identisches Discovery-Setup und die gleiche Liste von dynamischen Discovery IP-Adressen zukommen lassen.

Wenn Sie NFS verwenden, erfolgt der Großteil der Einrichtung auf dem ESXi-Server. Stellen Sie hier sicher, dass jeder ESXi einen einheitlichen NFS-Server-Namen und -Pfad nutzt. Wenn ein ESXi-Host über die IP-Adresse auf den NFS-Server zugreift, ein zweiter den Hostnamen nutzt und der Dritte den Hostnamen verwendet, denkt vCenter, dass drei verschiedene Datenspeicher im Einsatz sind. Die Einrichtung von NFS und iSCSI lässt sich in vSphere über PowerCLI-Skripte automatisieren. So können Sie sicherstellen, dass alle ESXi-Server mit identischen Informationen versorgt werden (selbst, wenn Sie die Einrichtung delegieren).

Die Überprüfung der Cluster auf konsistente Speicherung erfolgt über die Registerkarte "Maps" im vSphere-Client. Wählen Sie Ihren Cluster - nicht den ESXi-Host - in der Ansicht „Hosts und Cluster“, klicken Sie auf die Registerkarte „Maps“, deaktivieren Sie alle Funktionen mit Ausnahme von Host und Datastore und akzeptieren Sie die Änderungen. Sie sollten jetzt ein Netz von Hosts und Datenspeichern angezeigt bekommen.

Ist jeder Datenspeicher durch eine Linie mit jedem Host verbunden, dann ist alles in Ordnung. Falls nur einige Hosts die Speicher „sehen“, können nur diese Hosts virtuelle Maschinen von diesen Speicherorten starten. Nicht verbundene Server sind möglicherweise falsch konfiguriert. Einige Datenspeicher haben nur Verbindungen mit einem einzigen ESXi-Host; in der Regel handelt es sich hier um lokale Festplatten, die mit dem ESXi-Server verbunden sind und nicht freigegeben werden können. Achten Sie darauf, dass Sie keine VMs auf den lokalen Datenspeicher ablegen, es sei denn, die VM wird nur auf dem ESXi-Host (etwa als vShield-Agent VM) genutzt.

Falls Sie die Beziehungen zwischen VM und Datenspeicher aktivieren, wird die Anzeige deutlich unübersichtlicher. Sie können dann aber sehen, welche VMs auf Shared Storage liegen und welche nicht freigegeben wurden. Sollten einige VMs nicht auf Shared Storage liegen, versuchen Sie herauszufinden, ob sie diese virtuellen Systeme mit vMotion an einen entsprechenden Speicherort verschieben können (sie benötigen genügend Speicherplatz auf dem Zielsystem). Das Verschieben funktioniert über die Migrations-Option im Menü der VM. Wählen Sie anschließend die Funktion „Change Datastore“, suchen Sie den passenden Speicherort und warten Sie. Wenn alles klappt, ist die VM künftig Teil Ihres Pools und kann die oben besprochenen Vorteile nutzen.

Artikel wurde zuletzt im September 2013 aktualisiert

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