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Überblick über SUSE Manager 3 und die Salt-Integration zur Linux-Verwaltung

SUSE Manager ist das zentrale Management-Tool für SLES-Umgebungen. Neben RHEL können auch weitere SUSE-Produkte damit verwaltet werden.

SUSE Manager ermöglicht Administratoren die Verwaltung von SUSE Linux Enterprise Server (SLES) sowie von anderen Linux-Distributionen. Vergangenes Jahr wurde SUSE Manager 3 veröffentlicht, eine radikale Abkehr früherer Produktversionen.

SUSE Manager wurde zum Lifecycle-Management von Linux entwickelt, also von physischen oder virtuellen Rechnern mit SLES oder Red Hat Enterprise Linux (RHEL). Mit SUSE Manager können Linux-Admins SLES oder RHEL wesentlich einfacher bereitstellen, Software und Konfigurationen verwalten und vorhandene Maschinen inventarisieren.

SUSE Manager 3 und die Salt-Integration

Bis zu SUSE Manager 3 basierte das Tool auf Spacewalk, auf dem gleichen Upstream-Projekt basierte auch Red Hats altes Management-Tool Satellite. Beide Unternehmen haben sich mittlerweile aber von Spacewalk verabschiedet, Red Hat schon mit Satellite 6 und später dann vor allem mit dem Ansible-Kauf, SUSE schließlich letztes Jahr mit der Integration von Salt in SUSE Manager 3.

Salt ist ein Werkzeug zur Konfigurationsverwaltung wie Ansible, Puppet oder Chef. Mit Salt können Konfigurationen auf Server gepushed werden, oder aber in der Gegenrichtung Server-Konfigurationen eingeholt werden, um die Übereinstimmung mit einem gewünschten Zielzustand sicherzustellen. Die Salt-Komponenten sind über die Salt-Kommandozeile und über die Weboberfläche von SUSE Manager in SUSE Manager eingebunden. Salt arbeitet mit Agents, den Salt Minions, die normalerweise auf den verwalteten Servern installiert werden, kann aber auch über SSH im Modus ohne Agents ausgeführt werden.

Um Server mit Salt zu verwalten, wird ein Salt Minion installiert. Diese Prozedur ähnelt der Server-Registrierung in früheren Versionen von SUSE Manager: Zunächst wird ein Bootstrap-Skript auf dem verwalteten Server installiert, anschließend der Aktivierungsschlüssel angewendet. Die Salt-Integration steht schon seit frühen Planungsversionen für SUSE Manager 3 auf dem Programm. Während anfangs viele Funktionen nur über die Salt-Kommandozeile verfügbar waren, sind mittlerweile die meisten wichtigen Befehle auch über die Weboberfläche von SUSE Manager erreichbar.

RHEL, Storage, Cloud – SUSE Manager verwaltet mehr als nur SLES

Verglichen mit ähnlichen Tools glänzt SUSE Manager vor allem mit der breiten Palette unterstützter Produkte. SUSE Manager 3 funktioniert nicht nur mit SLES und RHEL, sondern auch mit  anderen SUSE-Produkten wie SUSE Cloud oder SUSE Enterprise Storage. Frühere Versionen von SUSE Manager konnten zusätzlich nur RHEL verwalten, und auch das nur, wenn RHEL-Updates von SUSE im Rahmen des SUSE Expanded Support durchgeführt wurden. Mit der Veröffentlichung von SUSE Manager 3 werden jetzt auch RHEL 6 und RHEL 7 nativ unterstützt.

Verwaltung von Softwarepaketen in SUSE Manager

Das Verwalten von Softwarepaketen gehört zu den Kernfunktionen von SUSE Manager. Über diese Funktionen können Administratoren abgestufte Softwarebereitstellungen durchführen und behalten während des gesamten Prozesses die volle Kontrolle über die Pakete, die den Servern zur Verfügung gestellt werden. Hierfür arbeitet SUSE Manager 3 mit unterschiedlichen Kanälen, die Zugang zu Software aus verschiedenen Repositories bieten.

Ein Management-Kanal korrespondiert normalerweise mit der Support-Subscription eines Kunden für seine jeweilige Software. Mit diesen Subscriptions werden alle verfügbaren Pakete automatisch in das entsprechende Repository von SUSE Manager heruntergeladen, von wo aus sie auf den verwalteten Servern installiert werden können. Dieses Vorgehen bietet zwei Vorteile: Zunächst benötigen die verwalteten Server keine Internetverbindung, um Updates einspielen zu können. Zudem können Administratoren von SUSE Manager angepasste Kanäle und Repositories erstellen, in denen nur getestete und genehmigte Pakete zur Verfügung stehen.

Wer schon mit früheren Versionen von SUSE Manager gearbeitet hat, der dürfte mit SUSE Manager 3 kaum einen Unterschied bemerken. Die Salt-Integration wirkt sich vor allem im Hintergrund aus, während das Software-Management noch immer hauptsächlich von Spacewalk erledigt wird.

Die Salt-Integration bringt dagegen andere, fortgeschrittene Funktionen, etwa die Möglichkeit über Skripte komplexe Aufgaben auf verwalteten Nodes zu automatisieren. Aber auch hier ist man im Vorteil, wenn man bereits frühere Versionen von SUSE Manager kennt, weil das Vorgehen auch hier noch immer recht ähnlich ist.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2017 aktualisiert

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