Tipps zur Private-Cloud-Migration von VMware zu OpenStack

Immer mehr Unternehmen spielen mit dem Gedanken, ihre Infrastruktur von VMware zu OpenStack zu migrieren. Der Wechsel ist nicht einfach, aber machbar.

VMware und OpenStack werden oft als konkurrierende Technologien für die Private Cloud dargestellt, tatsächlich...

können sie sich aber auch hervorragend ergänzen. Trotzdem gibt es aber zunehmend Unternehmen, die ihre Infrastruktur von VMware zu OpenStack migrieren wollen. Der Übergang erfolgt dabei meist im Parallelbetrieb von VMware und OpenStack.

Zuerst ist es aber wichtig daran zu denken, dass OpenStack kein Äquivalent zu einem Hypervisor ist. OpenStack unterstützt aber durch eine Abstraktionsschicht die gängigsten Hypervisoren, was die Grundlage für Automatisierung und Orchestrierung bildet.

Intels interne IT-Abteilung hat im Jahr 2010 eine größere Private Cloud mit VMware und daneben eine kleinere OpenStack-Cloud aufgebaut, die KVM und Ceph nutzte. Diese Lösung hat sich immer weiter entwickelt, bis die OpenStack-Umgebung schließlich beide Infrastrukturen verwaltet hat und Intels eigene Automatisierungslösung dabei in den Hintergrund getreten ist.

2014 hat Intels IT-Abteilung noch 8.000 Service-Anfragen manuell abgearbeitet, was kumuliert zu 190.000 Stunden Wartezeit bis zur Ausführung der Arbeiten führte. Bis Ende 2016 will Intel schließlich 90 Prozent dieser manuellen Anfragen über das neue Cloud-Modell automatisch und ohne Zeitverzögerung abfertigen, was zu enormen Einsparungen führen würde.

Die meisten OpenStack-Distributionen unterstützen ESXi und VMware-Tools, was geschäftskritische Applikationen auf Basis von vSphere und vMotion in komplexen Multi-Cloud-Umgebungen ermöglicht. Intel setzte auf den Parallelbetrieb von VMware und OpenStack, es gibt aber durchaus auch Fälle, in denen kostengünstigere Hypervisoren wie KVM mit den Vorteilen der OpenStack-Orchestrierung kombiniert werden sollen.

Migration von VMware zur OpenStack-Cloud

Die Migration von VMware zu OpenStack kommt allerdings noch ziemlich selten vor, weil viele Unternehmen in den vergangenen Jahren teils enorm hohe Investitionen in ihre VMware-Umgebung getätigt haben. Aber es gibt Migrationen, und viele davon sind erfolgreich, was natürlich auch im VMware-Lager mit großer Aufmerksamkeit verfolgt wird.

Die meisten Unternehmen wählen dabei einen Ansatz, der dem von Intel recht ähnlich ist und nehmen zunächst nur einen Teil ihrer Workloads aus ihrer VMware-Umgebung heraus, um ihn zum Beispiel auf KVM und OpenStack zu migrieren. Mit steigender Erfahrung werden dann immer weitere Teile der VMware-Infrastruktur zu OpenStack migriert. Am Ende bleibt dann die große Frage: Soll die VMware-Umgebung für die absolut geschäftskritischen Workloads erhalten bleiben, oder wird komplett auf OpenStack migriert?

Die vielzitierten Fallstudien zur OpenStack-Migration, beispielsweise von Ebay, Comcast oder Walmart, betreffen meist sehr große Unternehmen, weil OpenStack ein sehr komplexes Thema ist und neue Ressourcen in Anspruch nimmt. Zudem entwickelt sich OpenStack kontinuierlich weiter, vor allem was den Bereich Hochverfügbarkeit, Storage und Monitoring betrifft. Das alles spricht für das hybride VMware-OpenStack-Modell, bei dem das vorhandene VMware-Wissen manche Lücke in der OpenStack-Expertise übertünchen kann.

Üblicherweise wird die Migration von VMware zu OpenStack in einem der folgenden Modelle vollzogen:

  • Parallelbetrieb von OpenStack und vSphere wie im oben beschriebenen Fall von Intel.
  • Workload-Portabilität zwischen VMware- und OpenStack-Ressourcenpools, bei der unterschiedliche Clouds für bestimmte Teile des Application Lifecycles zuständig sind.
  • Komplette Migration zu OpenStack.

Tastsächlich dürfte in den meisten Unternehmen sogar noch eine Mischung aus diesen drei Migrationsmodellen vorkommen. Als ersten Schritt empfiehlt sich aber, das OpenStack-Management als Brücke zwischen den verschiedenen Ressourcenpools einzusetzen.

Der logisch nächste Schritt würde dann darin bestehen, die Portabilität von Workloads und Applikationen zwischen den Ressourcenpools herzustellen, und zwar zunächst für neue Anwendungen und nach und nach dann auch für die wichtigsten bestehenden Applikationen.

Unabhängig davon, ob das Endergebnis eine komplette Migration, der Parallelbetrieb oder lediglich eine durch OpenStack verwaltete VMware-Umgebung ist, dieser Prozess dürfte einige Jahre dauern und sollte mit ausgiebigen Tests auf jeder neuen Migrationsstufe einhergehen.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2015 aktualisiert

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