Tipps zur Installation und Konfiguration von SUSE Manager

SUSE Manager ist eines der zentralen Management-Tools zur Verwaltung von RHEL- und SLES-Umgebungen. Mit diesen Tipps gelingt die Installation.

SUSE Manager bietet Linux-Admins eine Staging-Umgebung für Patches und verschiedenste Management-Möglichkeiten....

Mit den richtigen Vorbereitungen sollte die Installation von SUSE Manager keine größeren Probleme bereiten.

Noch vor der Installation des SUSE Manager gilt es, über das SUSE-Kundenportal zu überprüfen, dass man Zugang zu den entsprechenden Lizenzschlüsseln sowohl für SUSE Manager als auch für SUSE Linux Enterprise Server (SLES) hat. Gleichzeitig werden auch Anmeldedaten für den Download-Mirror benötigt. Die Lizenzschlüssel für SUSE Manager müssen zudem dem gleichen Account zugewiesen sein wie die Lizenzschlüssel für SLES.

Wer SUSE Manager nur testen will, der kann auch eine 60-tägige Test-Lizenz für die Installation nutzen. Auch in diesem Fall sollte man aber sicherstellen, dass entsprechende Lizenzen (für Test- oder Produktivsysteme) für die SLES-Server vorhanden sind, die testweise mit SUSE Manager verwaltet werden sollen.

Über die Seite https://scc.suse.com lässt sich nach der Anmeldung sehen, welche Produkte mit dem gewählten Account verknüpft sind. Als nächstes sollte die Installations-ISO von SUSE Manager im Download-Bereich auf suse.com heruntergeladen werden. Anschließend gilt es noch, die Systemvoraussetzungen von SUSE Manager zu beachten: 4 GB RAM, 100 GB Festplattenkapazität und mindestens 2 CPU-Kerne.

Installation von SUSE Manager

Sind alle Hardware- und Lizenzfragen geklärt, dann kann von der Installations-Disk des SUSE Manager gebootet werden. Im daraufhin erscheinenden Menü wird Install/Restore SUSE-Manager-Server ausgewählt.

Da SUSE Manager den Zugriff auf die gesamten Festplattenspeicher des Systems benötigt, fragt der Installer zunächst danach, ob alle Daten auf /dev/sda gelöscht werden sollen. Nach der Bestätigung startet die Installation und die für SUSE Manager benötigte Software wird geladen.

Durch die weiteren Schritte der Installation führt ein Installationsassistent, der sowohl Sprach- und Tastatureinstellungen wie auch Lizenzvereinbarung und Passwortauswahl abdeckt. Hier kann auch die Netzwerkkonfiguration vorgenommen werden, dazu ist die Auswahl des Change-Buttons notwendig, um Zugang zu den Konfigurationsoptionen zu erhalten, über die die Netzwerkkarten des Servers konfiguriert werden können.

Abbildung 1: Netzwerkkonfiguration für SUSE Manager.

Sobald diese Installationsschritte abgeschlossen sind, muss noch eine Zeitzone gewählt und die NTP-Zeitsynchronisierung (Network Time Protocol) aktiviert werden. Hier ist es eine gute Idee, den Namen oder die Adresse des Servers anzugeben und zu testen, ob der Server auch erreichbar ist. Wenn dies der Fall ist, hat man direkt die Bestätigung, dass das Netzwerk wie erwartet funktionieren wird. Sollte der Server nicht antworten, dann empfiehlt es sich bereits hier, den Konfigurationsprozess zu stoppen und auf Fehlersuche zu gehen.

Sofern man Patches nicht über einen speziellen Server bezieht, muss man sich anschließend noch im Konfigurationsbildschirm für das SUSE Kundencenter registrieren (siehe Abbildung 2). Hierbei kann es eine Weile dauern, bis das Installationsmodul den Registrierungsserver kontaktiert.

Abbildung 2: Um mit der Installation fortzufahren, muss man sich an dieser Stelle registrieren.

Im Anschluss muss die Installation über Continue manuell fortgesetzt werden. Wenn der Text-Browser wie in Abbildung 3 dargestellt wird, dann muss die E-Mail-Adresse (zusammen mit dem entsprechenden Aktivierungs-Code) eingegeben werden, die bei der Registrierung von SUSE Manager verwendet wurde.

Um Text eingeben zu können, muss zunächst ein Eingabefeld ausgewählt und durch Enter bestätigt werden. Der eingegebene Text wird erneut durch Enter bestätigt und auch zum Fortfahren wird wieder die Enter-Taste gedrückt.

Abbildung 3: Der Text-Browser wird zur Eingabe der Registrierungsinformationen genutzt.

Bei einer erfolgreichen Verifizierung erscheint ein Bildschirm wie in Abbildung 4, der Vorgang kann dann entweder durch Q abgebrochen oder durch Y bestätigt werden. Damit sind die Update-Repositories konfiguriert und die Installation des SUSE Manager befindet sich bereits auf der Zielgeraden. Dass der Lizenzschlüssel akzeptiert wurde, wird über einen weiteren Bildschirm angezeigt, der die erfolgreiche Konfiguration bestätigt.

Wenn die Registrierung an diesem Punkt fehlschlägt, dann kann die Installation trotzdem fortgesetzt werden, um anschließend eine manuelle Registrierung vorzunehmen. Hierzu wird der folgende Befehl verwendet:

suse_register -n --no-hw-data -a regcode-sles=<YOURCODE> -a regcode-sms=<YOUR-SMGR-REGCODE> -a email=yourmail@example.com -L /root/suse_register.log

Abbildung 4: Bestätigungsbildschirm zur erfolgreichen Registrierung.

Nachdem die grundlegende Installation damit erledigt ist, gibt es jetzt auch die Möglichkeit zur Anmeldung. Nachdem man sich über die zuvor während der Installation angelegten Anmeldedaten angemeldet hat, kann über den Befehl yast2 susemanager_setup die zweite Phase der Installation gestartet werden.

Auf dem ersten Bildschirm, der daraufhin angezeigt wird, hat man die Auswahl zwischen einem komplett neuen Setup oder der Migration von einem Spacewalk- oder Satellite-Server. Hier wird auch die E-Mail-Adresse des Administrators benötigt, um Benachrichtigungen zu erhalten. Diese Adresse wird auch mit dem SSL-Zertifikat verknüpft, das im nächsten Schritt erstellt wird.

Wenn es einen SLP-Server (Service Location Protocol) im Netzwerk gibt, kann SUSE Manager auch per SLP registriert werden. Allerdings unterstützt SUSE die SLP-Registrierung derzeit nicht für Clients.

Das Konfigurationsmodul erstellt daraufhin ein SSL-Zertifikat, das zur Konfiguration eines Proxy-Zugangs oder für sichere Verbindungen von einem Browser aus genutzt werden kann. Dieses Zertifikat ist standardmäßig selbstsigniert und lediglich für den internen Gebrauch gedacht. Hier sollten alle nötigen Informationen angegeben werden.

Datenbankkonfiguration für SUSE Manager

Die Standardmethode zur Konfiguration einer Datenbank nutzt eine integrierte Datenbank, wie in Abbildung 5 zu sehen. Zur Einrichtung einer integrierten Datenbank muss lediglich der Name eines Nutzers sowie ein Passwort vergeben werden. Wenn stattdessen eine externe Postgres- oder Oracle-Datenbank verwendet werden soll, müssen Datenbank-SID, Hostname sowie Port und verwendetes Protokoll angegeben werden. Das hier verwendete Beispiel zeigt die Verbindung zu einer lokalen Datenbank.

Abbildung 5: Ein Teil der Installation des SUSE Manager ist die Datenbankkonfiguration.

Nach der Datenbankkonfiguration werden die Anmeldeinformationen des NCC-Download-Mirrors benötigt. Hier sind Nutzername und Password für das Novell Custumer Center gemeint, die schon vor der Installation und Konfiguration herausgesucht wurden. Im Novell Customer Center muss My Products/My Mirror Credentials ausgewählt werden. Nachdem die Anmeldeinformationen eingegeben wurden, ist die grundlegende Installation und Konfiguration von SUSE Manager erfolgreich beendet.

Der folgende Bildschirm bestätigt das erfolgreiche Setup und zeigt dabei zwei wichtige weitere Informationen an: Einmal den Befehl mgr-ncc-sync, der die Synchronisierung startet, sowie die URL zum Management-Interface des SUSE Manager, über das man sich anmelden kann.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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