Tipp: So sichern Sie die Stromversorgung im Unternehmen

Stromversorgung ist eines der wichtigsten Punkte für Unternehmen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten den Energiebedarf sichern.

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Data-Center-Design

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Eine Organisation kann nicht ohne saubere und unterbrechungsfreie Stromversorgung funktionieren. Dabei ist es irrelevant,...

wie groß die Firma ist. Die größte Sorge der meisten Systemadministratoren eines Data Centers ist wahrscheinlich der Gedanke daran, die kommerzielle Stromversorgung zu verlieren. Gleiches gilt für das Gebäude-Management. Eine Strategie im Falle eines Stromausfalls ist ein wichtiger Teil von Disaster Recovery, um die laufende Geschäftsbereiche aufrecht zu erhalten. Die nachfolgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, alle möglichen Hebel auszunutzen. Hier kommt es natürlich auch auf das Budget und die Möglichkeiten innerhalb der Betriebsanlagen an, um Sie mit dem notwendigen Strom zu versorgen.

Fangen wir damit an, uns die Stromlieferung außerhalb Ihrer Betriebsanlagen anzusehen. Kommerzielle Stromleitungen werden in der Regel von der Straße oder sich in der Umgebung befindlichen Leitungen in Ihr Gebäude gelegt. Zuleitungen transportieren den Strom via Strommasten oder unterirdischen Elektroinstallationsrohren in die Geschäftsräume. Unterhalten Sie sich mit dem verantwortlichen Stromlieferanten, wie er im Falle einer Störung, wie zum Beispiel einem Orkan, die Stromversorgung aufrechterhalten kann. Sie haben hier einige Optionen. Sie könnten erwägen, sich eine zweite Zuleitung in die Infrastruktur legen zu lassen. Prüfen Sie, ob sich Überlandleitungen in unterirdische wandeln lassen. In diesem Fall sind natürlich solide Elektroinstallationsrohre zum Schutz der Zuleitungen zu verwenden. Auch die Anbindung an eine alternative Transformator-Station ist denkbar. Sollte es möglich sein, lassen Sie sich an mehr als ein Stromnetz anschließen.

Sobald Sie alle Möglichkeiten bezüglich kommerzieller Stromversorgung ausgeschöpft haben, können Sie sich den Optionen innerhalb Ihrer Firmengebäude widmen. Beginnen wir an der Stelle, wo die kommerziellen Stromleitungen in das Gebäude kommen. In der Regel befinden sich hier große Anschlusskästen mit jeder Menge Sicherungen und anderen Schutz-Geräten. Stellen Sie sicher, dass dieser Bereich gut vor unautorisierten Zugriffen geschützt ist. Das Gebäude-Management sollte diese Anschlussstellen regelmäßig prüfen. Ich würde mindestens zwei Mal im Monat vorschlagen.

Blitzschutz und Erdung gehören zu den beiden wichtigsten Schutzfaktoren für Ihre Stromzufuhr. Versichern Sie sich, dass das Gebäude über einen angemessenen Blitzableiter verfügt und dieser auch ausreichend tief in der Erde eingegraben ist. Nur so wird ein eventuell einschlagender Blitz richtig abgeleitet. Bezüglich Gebäude ist es unabhängig, ob Sie der Besitzer oder der Mieter sind. Stellen Sie weiterhin sicher, dass die Erdung und Verkabelung nach den lokalen Bau- und Elektro-Vorschriften  angebracht wurden. Eine Konformitätsprüfung nach den Standards der Underwriters Laboratories (UL) kann ebenfalls nicht schaden. Zusammen mit den stromführenden Komponenten sollten Sie Blitzschutz und Erdung regelmäßig überprüfen.

Kommerzieller Strom kann sich in Sachen Spannung und Strom unterscheiden. Deswegen sollten Sie unbedingt Monitoring-Geräte anbringen, um Stromschwankungen, Spannungsspitzen und so weiter auf die Schliche zu kommen. Installieren Sie deswegen Überspannungsableiter und andere Schutzgeräte, die Spitzen und Täler bezüglich des Stroms auffangen und ausgleichen. Somit wird der zum Data Center und den Büros gelieferte Strom sauber gehalten.

Die interne elektrische Verkabelung muss außerdem den Vorschriften entsprechenden  Leiterquerschnitt mit sich bringen. So beugen Sie Kabelbränden vor, die Ihre Ausrüstung beschädigen können.

Wenn der Strom von einer sich im Keller befindlichen Hauptversorgung zu den Büros und Anwender ausgeliefert wird, müssen die richtigen Stromversorgungseinheiten verwendet werden. Diese sollten selbstverständlich den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Verwenden Sie am besten nur Ausrüstung, die bei UL gelistet ist.

In Sachen Notstrom stehen Ihnen einige Optionen offen. Denkbar sind Akkus, unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USVs; auf Englisch: UPS, Uninterruptible Power Systems) oder auch externe mit Treibstoffen betriebene Generatoren. Bei einem Einsatz dieser speziellen Systeme gilt es zu beachten:

  • Die Notstromversorgung sollte so bemessen sein, dass sie die erwartete Last auch abfangen kann. Ebenso kann ein eingerechnetes Polster für die Zeiten nicht schaden, in der mehr Strom gebraucht wird.
  • Stellen Sie sicher, dass die Stromleitungen und Verbindungen von der Notstromversorgung entsprechend bemessen sind. Weiterhin sollten diese bei UL auf der Liste stehen und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
  • Testen Sie die Notstrom-Geräte regelmäßig auf korrekte Funktionalität.
  • Halten Sie ausreichend primäre und alternative Vorräte an Treibstoff vor. Mit genug Diesel, Benzin und so weiter in der Hinterhand können Sie die Notstromversorgung logischerweise länger aufrechterhalten.
  • Kontrollieren Sie, ob der Schalter zwischen Notstrom und kommerziellem Strom richtig konfiguriert ist. Weiterhin sind regelmäßige Tests notwendig. Auch diese Komponente sollte UL-konform sein und den gesetzlichen Vorschriften entsprechen.
  • Schulen Sie das Gebäude-Management bezüglich der Notstromversorgung. Denkbar ist auch ein Vertrag mit einer Elektro-Firma, die Ihre Systeme wartet und speziell in einem Notfall auf Abruf zu Hilfe eilt.

Weitere zu beachtende Punkte in Sachen sichere Stromversorgung beinhalten:

  • Wer auch immer sich um die Stromversorgung in Ihrem Gebäude kümmert, sollte ausreichend geschult und zertifiziert sein. Weiterhin ist natürlich Erfahrung mit denen von Ihnen eingesetzten Systemen ein klarer Vorteil.
  • Halten Sie die Dokumentation, elektronisch und ausgedruckt, für alle eingesetzten Stromgerätschaften vor. Im besten Fall gibt es mehrere Kopien, die an sicheren Orten aufbewahrt werden.
  • Ebenso sollten Sie die Schaltpläne, elektronisch und als Ausdruck, zur Hand haben. Auch hier rate ich zu mehreren Sätzen an sicheren Aufbewahrungsorten.
  • Neben Monitoring-Geräten kann zusätzlich eine Alarmanlage nicht schaden. Sollte es ein Problem mit dem Strom geben, würde das Gebäude-Management sofort in Kenntnis gesetzt werden und kann entsprechend reagieren.

Über den Autor: Paul Kirvan, CISA und FBCI, bringt 24 Jahre Erfahrung in Sachen BCM (Business Continuity Management) mit sich. Er ist Consultant, Autor und Ausbilder. Er hat dutzende Schulungen und Betriebsprüfungen bezüglich BCMS (Business Continuity Management System) nach den internationalen Standards BS 25999 und ISO 22310 durchgeführt. Kirvan arbeitet derzeit als freier BCM-Consultant und -Betriebsprüfer. Weiterhin ist er Vorsitzender von Business Continuity Institute USA und ein Mitglied des BCI Global Membership Council. Sie können ihn unter pkirvan@msn.com erreichen.

Artikel wurde zuletzt im Juli 2012 aktualisiert

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