So klappt die Konvertierung von virtuellen Maschinen von VMware zu Hyper-V

Die Konvertierung von Vmware ESX Maschinen zu Hyper-V ist nicht schwer. Zwei Optionen bieten sich für die Umwandlung der virtuellen Maschinen an.

Unternehmen, die VMware Virtualisierungstools einsetzen und auf einen Hyper-V-Ressourcen-Pool migrieren möchten,...

müssen ihren Bestand an virtuellen Maschinen (VM) wiederherstellen. Dazu gehört die Konvertiertung der virtuellen Maschinen von VMware ins Hyper-V-Format. Zwei Möglichkeiten bieten sich hierfür an.

VMware VMs mit System Center Virtual Machine Manager 2008 konvertieren

System Center Virtual Machine Manager 2008 (SCVMM) konvertiert virtuelle Maschinen vom VMware ESX-Format ins Hyper-V-Format. Vergessen Sie dabei nicht: Damit die Umwandlung funktioniert, muss der zu konvertierende ESX-Server als Managed Host in Ihrer SCVMM-Umgebung angelegt sein. Zudem sollten Sie auf die richtige Betriebssystem-Version achten. Nur die nachstehend aufgeführten Gast-Betriebssysteme unterstützen die Umwandlung:

  • Windows Server 2008 (32-Bit oder 64-Bit)
  • Windows 2000 Server SP4 und Windows 2000 Advanced Server SP4 oder spätere Versionen
  • Windows XP Professional SP2 oder neuer (32-Bit oder 64-Bit)
  • Windows Vista SP1 (32-Bit oder 64-Bit)
  • Windows Server 2003 SP1 oder neuer (32-Bit oder 64-Bit)

Der „Virtual-to-Virtual“-Prozess (V2V) konvertiert virtuelle Festplatten vom Virtual-Machine-Disk- (VMDK) in das VHD- Format, deinstalliert die VMware-Tools und richtet die Integration Services ein. Um die Konvertierung starten zu können, müssen die Maschinen von einem ESX-Host auf einen Hyper-V- oder Microsoft Virtual-Server-Host gezogen werden. Alternativ kann der Befehl „Convert Virtual Machine“ im Actions-Menü der SCVMM-Administratorkonsole verwendet werden.

Das funktioniert in folgenden Schritten:

  1. Starten Sie den Conversion Wizard und klicken Sie auf „Browse“, um die zu konvertierende Quell-VM auszuwählen.
  2. Ändern Sie den VM-Namen, verwenden Sie den Default Owner, und fügen Sie, wenn erforderlich, eine Beschreibung hinzu.
  3. Weisen Sie der Ziel-VM die entsprechenden Ressourcen zu.
  4. Wählen Sie einen geeigneten Host, der durch die Intelligent Placement Option angeboten wird.
  5. Wählen Sie den Pfad zum Host, um die Ziel-VM zu speichern.
  6. Verbinden Sie die Netzwerkadapter mit der VM.
  7. Ändern Sie das Feld „Additional Properties“, falls erforderlich.
  8. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen und klicken Sie auf „Create“, um die Konvertierung zu starten. Alternativ können Sie auch auf „View Script“ klicken, um das Windows PowerShell-Skript auszuführen. Dieses wurde vom Wizard für eine spätere Verwendung erzeugt.

Haben Sie auf die Schaltfläche „Create“ geklickt, öffnet sich ein Fenster und zeigt den Status der Operation an.

Konvertieren Sie VMware VMs mit VMDK to VHD Conversion

Wenn Sie SCVMM nicht nutzen oder wenn Ihre virtuellen Maschinen nicht auf ESX-Servern laufen, gibt es eine andere Konvertierungsmethode: In diesem Fall können Sie die  Konvertierung mit dem Tool „VMDK to VHD Conversion“ ausführen. Beachten Sie, dass dieses Tool innerhalb des Gast-Betriebssystems keine Operationen ausführt oder VMs erstellt. Um das Tool zu nutzen, müssen Sie folgende Schritte ausführen:

  1. Räumen Sie Ihre Quell-VM auf und entfernen Sie die VMware-Tools von der Quell-Maschine.
  2. Komprimieren Sie die VMDK vor dem Umzug und entfernen Sie alle nicht notwendigen Festplatten.
  3. Vergewissern Sie sich, dass das Gast-Betriebssystem in einer Version läuft, die Integration Services oder Components unterstützt. Wenn nicht, aktualisieren Sie das Betriebssystem.
  4. Laden und entpacken Sie das Werkzeug und starten Sie VMDK2VHD.exe.
  5. Wählen Sie als Quelle VMDK. Es kann zu einer bestimmten Zeit immer nur eine Platte umgewandelt werden. Die Dateien können entweder lokal oder remote sein.
  6. Geben Sie der Ziel-VHD einen Namen und klicken Sie auf „Convert“. Je nach Größe der Quellfestplatte wird der Umwandlungsprozess einige Zeit dauern.
  7. Wiederholen Sie den Vorgang für alle benötigten Festplatten.
  8. Erzeugen Sie in Hyper-V eine neue Maschine und vergewissern Sie sich, dass Sie die Systemfestplatte einem IDE-Anschluss zuweisen.
  9. Starten Sie die VM in Hyper-V und installieren Sie Integration Services oder Components.
  10. Rufen Sie innerhalb der VM den Device Manager auf und stellen Sie sicher, dass alle Geräte ordnungsgemäß funktionieren. Wenn nicht, entfernen Sie nicht benötigte Geräte und korrigieren alle Probleme, die aufgetreten sind.

Über die Autoren:

Danielle Ruest und Nelson Ruest sind IT-Experten, die sich mit Virtualisierung und Infrastrukturoptimierung beschäftigen. Sie haben mehrere Bücher geschrieben, darunter Virtualization, A Beginner’s Guide und Windows Server 2008: The Complete Reference. Sie erreichen beide unter infos@reso-net.com.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert

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