Schritt für Schritt: Eine Hyper-V Core VM mit der PowerShell erstellen

Der Einsatz von Hyper-V Server Core spart Ressourcen. Verwalten lässt sich der Server mit der PowerShell, die so mächtig wie Hyper-V Manager ist.

Sollen sich die angeschafften Server maximal auszahlen, wollen Sie natürlich so viele virtuelle Maschinen (VM)...

wie möglich auf der Hardware laufen lassen. Das erreichen Sie beispielsweise mit dem Einsatz von Hyper-V Core, das Teil des Windows Servers ist. Damit minimieren Sie den Ressourcen-Verbrauch des Host-Betriebssystems. Die gesparten Betriebsmittel kommen wiederum den virtuellen Maschinen zugute. Natürlich müssen Sie wissen, wie sich so eine Maschine verwalten lässt. Die GUI-basierten Management-Tools sind nicht installiert und stehen somit nicht zu Verfügung.

Mittels Hyper-V Manager oder System Center Virtual Maschine Manager (SCVMM) können Sie Hyper-V Server Core von einem externen Rechner verwalten. Windows Server 2012 erlaubt aber auch eine komplette Verwaltung von Hyper-V unter Zuhilfenahme der PowerShell.

Eine neue virtuelle Maschine erstellen

Eine der einfachsten Aufgaben ist das Erstellen einer neuen virtuellen Maschine. Dazu dient der Befehl New-VM, gefolgt vom Namen der gewünschten VM. Auch wenn diese Methode sehr einfach ist, genügt das Ergebnis mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht Ihren Ansprüchen. Sofern Sie keinen anderen Parameter eingeben, erzeugt der Befehl New-VM eine virtuelle Maschine mit nachfolgenden Eigenschaften:

  • 512 MByte Arbeitsspeicher
  • Ein virtuelles DVD-Laufwerk
  • Keine virtuelle Festplatte
  • Keine Netzwerk-Verbindung
  • Ein virtueller Prozessor

Ohne eine virtuelle Festplatte oder einer Netzwerk-Verbindung ist eine solche virtuelle Maschine in den meisten Umgebungen relativ nutzlos. Um diesen Umstand zu verbessern, haben Sie zwei Möglichkeiten. Sie können direkt bei der Erstellung der VM Parameter festlegen, um bestimmte virtualisierte Hardware zu definieren. Mithilfe der PowerShell lassen sich Komponenten auch nachträglich hinzufügen oder ändern.

Virtuelle Prozessoren hinzufügen

Wie bereits erwähnt, wird per Standard nur eine virtuelle CPU erstellt. Diese Anzahl können Sie mit nachfolgendem Befehl erhöhen:

Set-VMProcessor <Name der virtuellen Maschine> -Count 2

Der Parameter Count legt die Anzahl der virtuellen Prozessoren fest. Es gibt noch andere Schalter, die Ressourcen bezüglich der physikalischen CPU reservieren oder limitieren. Ebenso lässt sich der Verbrauch der VM-CPU priorisieren.

Einer Hyper-V Server Core VM mehr Arbeitsspeicher spendieren

Bei der Zuweisung von RAM kommt es darauf an, ob Sie statischen oder dynamischen Arbeitsspeicher verwenden möchten. Statischen Arbeitsspeicher hinzufügen ist einfach. Nehmen wir an, dass Sie der virtuellen Maschine mit Namen „MeineVM“ vier GByte spendieren wollen. Das erledigt folgender Befehl:

Set-VMMemory MeineVM -Startup 4.0GB

Sie können die virtuelle Maschine auch so konfigurieren, dass sie dynamischen Arbeitsspeicher verwendet. Allerdings müssen Sie hier noch weitere Parameter angeben. Dazu gehören das RAM bei Start, minimaler und maximaler Arbeitsspeicher, Priorität und Puffer. Nehmen wir an Sie wollen die virtuelle Maschine MeineVM mit einem GByte RAM starten lassen. Als Maximum und Minimum legen wir vier GByte beziehungsweise 512 MByte Arbeitsspeicher fest. Der entsprechende Befehl würde so aussehen:

Set-VMMemory MeineVM -DynamicMemoryEnabled $True -MinimumBytes 512MB -StartupBytes 1GB -MaximumBytes 4GB -Priority 80 -Buffer 25

Eine virtuelle Netzwerkkarte zuweisen

Bevor Sie eine virtuelle Netzwerkkarte zuweisen, müssen Sie den damit verbundenen virtuellen Switch herausfinden. Danach verbinden Sie die virtuelle Maschine mit diesem virtuellen Switch.

Der erste Schritt ist, den Namen der virtuellen Netzwerkkarte zu evaluieren und diese der VM mittels einer Variable namens $VMNic zuzuweisen.

$VMNic = Get-VMNetworkAdater -VMName <Name Ihrer virtuellen Maschine>

Danach finden Sie den Namen des virtuellen Switch heraus. Das funktioniert zum Beispiel mit folgendem Befehl:

Get-VMSwitch | Select-Object Name

Abschließend weisen Sie dem virtuellen Switch eine virtuelle Netzwerkkarte zu. Nehmen wir an, dass Ihr virtueller Switch-Name Intel Gigabit Adapter ist. Dann würde der entsprechende Befehl so aussehen:

Connect-VMNetworkAdapter -VMNetworkAdapter $VMNic -SwitchName "Intel Gigabit Adapter"

Virtuelle Festplatten anfügen

Sie können virtuelle Festplatten mithilfe des Befehls New-HD cmdlet kreieren. Das gilt auch im Falle von VHDX-basierten virtuellen Festplatten. Erzeugen wir als Beispiel eine virtuelle Festplatte mit der Größe 100 GByte und nennen sie MeineDisk.VHDX. Das funktioniert folgendermaßen:

New-VHD D:\VHDs\MyDisk.VHDX -Size 100GB

An dieser Stelle gibt es eine kleine Stolperfalle. Sie müssen die virtuelle Festplatte einem Port zuweisen, der nicht belegt ist. Wollen Sie eine nagelneue virtuelle Festplatte erstellen, ist IDE Port 0,1 normalerweise ein sicherer Treffer. Mit folgendem Befehl fügen Sie der virtuellen Maschine MeineVM die virtuelle Festplatte MeineDisk.VHDX hinzu:

Add-VMHardDiskDrive MeineVM IDE 0 1 -Path D:\VMs\MeineDisk.VHDX

Mit der PowerShell ist es relativ einfach, die Hardware von virtuellen Maschinen zu ändern und zu erweitern. Genau genommen können Sie mithilfe der PowerShell alles machen, was sich auch mit Hyper-V Manager erledigen lässt. Wollen Sie die virtuelle Maschine starten, die Sie gerade erstellt haben, funktioniert das so: Start-VM MeineVM.

Artikel wurde zuletzt im September 2013 aktualisiert

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