Red Hat System Roles können Ansible Integration erleichtern

Die Red Hat System Roles machen die Verwendung von Ansible Playbooks effizienter. Administratoren fällt es damit leichter, Ihre Arbeit mit RHEL zu automatisieren.

Für Werner Knoblich, Senior Vice President und General Manager EMEA Red Hat, ist der Zukauf von Ansible durch Red Hat einer der wichtigsten und erfolgreichsten der letzten Jahre: „Wir haben uns gegen Puppet und Chef durchgesetzt und einen Standard etabliert.“

Dementsprechend wird es für Administratoren immer wichtiger, sich mit dem Thema Ansible auseinanderzusetzen. Sie können mit Ansible Ihre Arbeit automatisieren und damit Red Hat Linux Enterprise (RHEL) in großen Umgebungen leichter verwalten.

Um Knoten mit Ansible zu managen, benötigen Sie ein Playbook, wie Sie Properties verwalten und die Aufgaben definieren, die auf dem Zielsystem ausgeführt werden sollen.

Red Hat System Roles macht diesen Prozess effizienter. Red Hat System Roles gibt es seit der Version RHEL 7.4. Sie sind derzeit als Technology Preview erhältlich und dienen als Konfigurationsschnittstelle. Mit einer Sammlung an Ansible-Rollen können Sie RHEL konsistent managen.

Red Hat System Roles bauen auf dem Linux-System-Roles-Projekt auf (unterstützt RHEL 6+, CentOS 6+ und Fedora). Ziel des Projektes ist eine konsistente Schnittstelle, die einem API ähnlich ist und zum Management von Linux dienen soll. Damit würde es keinen Unterschied mehr machen, ob eine größere oder kleinere Version von Linux-Distributionen vorhanden ist. Wenn Ihre Linux-Distribution Linux System Roles unterstützt, können Sie die Parameter mit einem Ansible Playbook managen. Die System Roles überbrücken die Unterschiede unter den Distributionen.

Das ist besonders hilfreich bei großen Unterschieden, wie der Netzwerkkonfiguration. Mit einem generischen Ansible Playbook können managed Systems adressiert werden.

So nutzen Sie Red Hat System Roles

In der aktuellen Version unterstützt Red Hat fünf Role Sets: kdump, postfix, network, selinux und timesync.

In RHEL 7.4 können Sie auf System Roles über den Red Hat Network Extras Channel zugreifen, auf dem zahlreiche neue Softwarepakete zur Verfügung stehen. Setzen Sie System Roles auf einem Server ein, der als ein Ansible Management System konfiguriert ist und auf dem die Ansible Engine und RHEL 7.4 läuft. Mit System Roles können Sie RHEL 6.9 oder neuer als Client verwalten. Die Client müssen Ansible Managed Clients sein.

Red Hat System Roles kann spezifische Eigenschaft eines Hosts managen, wie beispielsweise mit folgender Befehlsfolge:

$ vim example-network-playbook.yml

---

- hosts: rhel7.4-test

  vars:

    network_connections:

      - name: DBnic

        state: up

        type: ethernet

        interface_name: eth1

        autoconnect: yes

        ip:

          dhcp4: yes

          auto6: no

  roles:

    - role: rhel-system-roles.network

In diesem Beispiel heißt es in der letzten Zeile, die System Role ist rhel-system-roles.network. Damit können Administratoren die Eigenschaften einer Netzwerkkarte managen mittels Variablen, die die System Role zur Verfügung stellt. Eine Liste aller möglichen Variablen findet sich unter der Dokumentation /usr/share/doc/rhel-system-roles.

Die obige Befehlsfolge enthält einige Beispiele dieser Variablen.

Nachdem Sie ein Playbook angelegt haben, können Sie es auf einem Managed Host mit folgendem Befehl laufen lassen: ansible-playbook.

Zum Beispiel mit:

ansible-playbook -l server1 example-network-playbook.yml

Damit werden die Einstellungen von System Role auf Server1 angewandt, der wiederum die Konfiguration des Ansible Playbook auf die eth1-Netzwerkschnittstelle anwendet.

System Roles können das Management heterogener Systeme und Knoten in einer Ansible Umgebung erleichtern. Obwohl das Projekt im Moment in erster Linie auf Red Hat ausgerichtet ist, werden andere Linux-Distributionen wohl künftig integriert werden. Falls das passiert, wird System Roles das Management von Linux insgesamt erleichtern.  

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Nächste Schritte

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Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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