Probleme beim Erkennen von USB-Laufwerken unter Windows beheben

Das korrekte Erkennen von USB-Laufwerken unter Windows bereitet oft Probleme. Diese lassen sich aber mit der richtigen Vorgehensweise lösen.

Dieser Artikel behandelt

Desktop-Management

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USB-Laufwerke, etwa in Form von USB-Sticks, sind äußerst praktisch, um zum Beispiel Dateien von einem System auf...

ein anderes zu übertragen oder bootfähige ISO-Images bei sich zu haben.

Für häufige Frustration sorgen USB-Laufwerke allerdings, wenn man sie an einen Windows-Rechner anschließt und sie sich nicht einbinden lassen. Dabei wissen Sie, dass das Laufwerk funktioniert, denn in einem anderen PC wird es erkannt. Vielleicht hat es sogar einmal im aktuellen Computer geklappt. Doch aus irgendeinem Grund wird es in dieser Maschine zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht angezeigt.

Im Laufe der Zeit haben sich einige gleichbleibende Ursachen dafür herauskristallisiert, und mit einigen Troubleshooting-Strategien können Sie das Problem umgehen. Da es sogar bei den aktuellsten Laufwerken und PCs auftritt, kann man sicher annehmen, dass es nicht einfach verschwinden wird.

Lösung 1: Fehlerhafte Interaktion zwischen Hub und Laufwerk

Nicht alle USB-Hubs sind gleich. Dabei geht es nicht nur darum, dass ein Gerät etwa von "Belkin" stammt und ein anderes von "Rosewill". Verschiedene USB-Hubs, selbst vom gleichen Hersteller, unterscheiden sich grundlegend in ihrer internen Funktionsweise, was dem Endanwender erst dann bewusst wird, wenn etwas schiefläuft.

Ein klassisches Beispiel dafür stammt aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz und betraf vor kurzem einen USB-Dongle, in den eine MicroSD-Karte gesteckt werden kann. Karte in den Dongle einsetzen, Dongle mit dem PC verbinden, und der Inhalt der Karte wird als Wechseldatenträger angezeigt – soweit die Theorie. Beim Anschluss des Dongles an einen Desktop-USB-Hub mit acht Ports geschah allerdings Merkwürdiges. Der Inhalt der Karte erschien knapp fünf Sekunden lang, dann war auf dem Laufwerk scheinbar nichts mehr vorhanden.

Nach einigen Experimenten mit einem anderen Rechner – und einem Backup des Karteninhalts – ließ sich ein Defekt des Laufwerks ausschließen. Woanders wurde es erkannt. Ein Austausch der MicroSD-Karte änderte nichts. Schließlich steckte ich den Dongle direkt in den vorderen USB-Port des PCs. Sie werden kaum überrascht sein: Dort wurde er erkannt und bereitet seitdem keine Probleme mehr.

Was war passiert? Wahrscheinlich gibt es einen Bug in der Firmware für den Hub, der sich in Verbindung mit bestimmten Geräteklassen – insbesondere Wechseldatenträgern – bemerkbar macht. Ähnliche Effekte traten beispielsweise beim Anschluss von Digitalkameras über denselben Hub auf. In diesen Fällen gab es einen Workaround, indem ich die Speicherkarte der Kamera in den PC-Kartenleser steckte, was wohl von vornherein besser gewesen wäre.

Weil es so viele USB-Laufwerke gibt und entsprechend zahlreiche Kombinationen aus Gerät plus Hub, lässt sich eine komplette Liste mit kompatiblen Geräten kaum zusammenstellen. Aber dieses Beispiel sollte man als ersten Ansatz im Kopf behalten. Wenn Sie mit einem bestimmten Port kein Glück haben, probieren Sie nicht nur einen anderen Port aus, sondern auch eine vollständig andere USB-Verbindung – etwa eine Direktverbindung mit dem PC anstatt eines Hubs oder einen Anschluss auf der Rück- statt der Vorderseite.

Lösung 2: Eine beschädigte Gerätereferenz

Wenn sich das Gerät unabhängig vom Port nicht einbinden lässt – Sie aber wissen, dass es zuvor funktioniert hat – , kann es auch sein, dass die Gerätereferenz in der USB-Gerätedatenbank des Systems gelöscht und neu erstellt werden muss.

Das kann man auf verschiedene Weise erreichen. Die erste und wohl bekannteste Methode besteht darin, das Gerät zu deinstallieren. Wenn Sie das Laufwerk im Geräte-Manager finden, müssen Sie (während es angeschlossen ist) lediglich mit der rechten Maustaste darauf klicken und den Befehl "Deinstallieren" wählen.

Für eine andere Methode benötigen Sie das kostenlose Tool USBDeview. Damit können Sie die gesamte USB-Gerätedatenbank anzeigen, unabhängig davon, ob die Geräte verbunden sind. Diese Vorgehensweise bietet unter anderem den Vorteil, dass Sie etwas mehr Informationen über das zu entfernende Gerät erhalten. Haben Sie das Laufwerk lokalisiert, können Sie es mithilfe des Tools deinstallieren und sehen, ob das Problem dadurch behoben wurde.

Wenn Sie USBDeview Administratorrechten ausführen, lassen sich USB-Geräte anhand einer Fülle von Parametern sortieren, etwa nach Laufwerksbuchstabe. Mit einem Rechtsklick auf ein Gerät können Sie es deaktivieren, deinstallieren und eine Reihe weiterer Operationen zur Informationsgewinnung durchführen.

Unabhängig davon, für welche Methode Sie sich entscheiden, sollten Sie daran denken, anschließend den Rechner neu zu starten, damit die Änderungen wirksam werden.

Über den Autor:

Serdar Yegulalp schreibt seit mehr als 15 Jahren über Personal Computing und den IT-Bereich für eine Reihe von Publikationen, unter anderem für Windows Magazine, InformationWeek und die verschiedenen TechTarget-Seiten.

Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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