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Netzwerk, Memory und vPostgres: Performance-Monitoring der vCSA 6.5

Mit vSphere 6.5 hat auch die vCenter Server Appliance ein Update erhalten. Verbessert wurden zum Beispiel die Monitoring-Funktionen der VAMI.

Mit vSphere 6.5 ist erstmals nicht mehr SUSE Linux Enterprise Server (SLES) das zugrundeliegende Betriebssystem der vCenter Server Appliance (vCSA), sondern das von VMware selbst entwickelte Betriebssystem Photon OS. Dieser Wechsel auf Betriebssystemebene verkürzt Boot- und Startzeiten der vCenter-Anwendung, wodurch die vCSA 6.5 entsprechend schneller ausgeführt wird und stets aktuelle Nutzungsdaten liefert.

VMware hat in der vCenter Server Appliance zudem die Monitoring- und Konfigurations-Tools verbessert, inklusive des vCenter Server Appliance Management Interface (VAMI), das eine neue Oberfläche erhalten hat.

Sobald man sich mit dem VAMI verbunden hat, was über Port 5480 funktionieren sollte, sieht man die Monitoring-Tools sowie zugehörige Komponenten wie die integrierte vPostgres-Datenbank. Gleichzeitig können auch CPU-, Memory- und Netzwerkauslastung überprüft werden.

Leistungsüberwachung der integrierten vPostgres-Datenbank

Die in die vCSA 6.5 integrierte vPostgres-Datenbank hat ebenfalls eine neue Oberfläche erhalten, über die sich unterschiedliche Kennzahlen zum Ressourcenverbrauch innerhalb der Appliance anzeigen lassen. So ist es zum Beispiel wichtig, den Platzbedarf der Datenbank zu überwachen, da die Transaktions-Logs schnell viel Speicherplatz belegen können. Allerdings kümmert sich die vCSA automatisch um die Zurückführung nicht mehr benötigten Speicherplatzes, was VMware Vacuuming nennt.

Im ersten Schritt geht es darum, Festplattenkapazität zurückzugewinnen, die nach dem Update oder Löschen von Datenbank-Zeilen übriggeblieben ist. Das sogenannte Vacuuming aktualisiert aber auch Datenwerte, die der PostgreSQL Query Planer nutzt und verhindert den Verlust vorhandener Daten durch ID Wraparounds.

Man kann sich aber auch über SSH mit der vPostgres-Datenbank verbinden. Hierfür muss lediglich der Befehl shell.set –enabled true eingegeben werden, dem der Befehl shell folgt, um temporär zur Bash zu wechseln. Anschließend wird der folgende Befehl verwendet:

/opt/vmware/vpostgres/current/bin/psql -d VCDB -U postgres

Über die VAMI-Oberfläche lässt sich zudem nachvollziehen, wie viel Speicherplatz Alarme, Ereignisse und Statistiken belegen.

Benutzeroberfläche der VAMI in der vCSA 6.5.
Abbildung 1: Benutzeroberfläche der VAMI in der vCSA 6.5.

CPU- und Memory-Monitoring per VAMI

Als nächstes sollte die CPU- und Memory-Auslastung überprüft werden. Direkt über dem Reiter Database auf der linken Seite (in Abbildung 1) klickt man hierfür auf CPU and Memory und erhält daraufhin zwei Grafiken. Die erste Grafik zeigt den Trend der gesamten CPU-Nutzung an, heruntergebrochen auf Prozentwerte und Zeitintervalle. Die untere Grafik dagegen zeigt die gesamte Memory-Nutzung. Wie Abbildung 2 zeigt, gibt es hier ein Auswahlmenü, womit das Zeitintervall nach Tagen, Wochen, Monaten oder Quartalen gewählt werden kann.

Das Monitoring der Speichernutzung ist enorm wichtig, vor allem in großen Umgebungen, da hier die Memory-Auslastung meist größer ist und zudem oft Lastspitzen auftreten. Wenn man in dieser Ansicht wiederkehrende Muster hoher Memory-Auslastung beobachten kann, dann wäre es vielleicht an der Zeit für ein Speicher-Upgrade für die virtuelle Maschine der vCSA 6.5.

CPU- und Memory-Monitoring über die VAMI.
Abbildung 2: CPU- und Memory-Monitoring über die VAMI.

Monitoring der Netzwerk-Performance

Hinter dem Reiter Networking versteckt sich eine ähnliche Grafik wie auf der Seite CPU and Memory, die aber natürlich die Netzwerkauslastung anzeigt. Hier kann man wählen, für welche Bereiche Netzwerkstatistiken angezeigt werden soll. Genau wie im vorherigen Beispiel kann auch hier ein Zeitintervall ausgewählt werden.

Ein großer Unterschied besteht aber darin, dass auf dem Netzwerk-Reiter auch Netzwerkeinstellungen vorgenommen werden können. Wenn hier in den Modus Manage gewechselt wird, dann können Host-Name, Server- oder Gateway-Name geändert werden. Zudem lassen sich hier auch IP-Konfigurationen oder Proxy-Einstellungen vornehmen.

Ganz oben in der Menüleiste findet sich die Übersichtsseite Summary. Auf diesem Reiter kann der Systemzustand überprüft werden, der bei gutem Zustand grüne Markierungen aufweist. In diesem Reiter lassen sich auch SSO-Einstellungen (Single Sign-On) überprüfen. Im Beispiel der Abbildung 3 lautet der Name des SSO vsphere.local, was gleichzeitig der Standardname ist. Auch die Versionsnummer der vCSA wird im Summary-Tab aufgeführt. Über diesen Reiter können Administratoren auch ein Support-Bundle erstellen, einen Reboot initiieren oder über FTP, Secure Copy oder HTTPS ein File-Level-Backup anstoßen.

Überprüfung des Systemzustandes der vCSA 6.5.
Abbildung 3: Überprüfung des Systemzustandes der vCSA 6.5.

In der Menüleiste gibt es auch eine Update-Schaltfläche, über die sich die vCSA aktualisieren lässt. Prinzipiell gibt es für ein vCSA-Update zwei Möglichkeiten, allerdings hängt die Wahl zwischen beiden Alternativen maßgeblich davon ab, ob man mit dem Internet verbunden ist. Wenn keine Internetverbindung besteht, muss zunächst anderweitig eine ISO-Datei heruntergeladen werden. Diese Datei wird der vCSA 6.5 zugewiesen und im Update-Reiter Check Updates und anschließend Check CDROM ausgewählt. Nun sollte das Update angezeigt werden und kann installiert werden.

Besteht dagegen eine Verbindung mit dem Internet, so kann dieser Schritt übersprungen werden. Ein Klick auf Install Updates sollte in diesem Fall für eine Aktualisierung der vCSA 6.5 genügen.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2017 aktualisiert

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