Monitoring mit Open-Source: Einen Zabbix-Agent optimal konfigurieren

Ist der Zabbix-Server installiert, nehmen Sie via Agents Ihre Server ins Monitoring auf. Wir zeigen, wie Sie Linux und Windows richtig konfigurieren.

Im ersten Teil der Artikelserie Zabbix: Open Source für Monitoring im Data Center einsetzen haben wir einen Zabbix-Server...

aufgesetzt, basierend auf einer MySQL-Datenbank mit einem entsprechenden Frontend. In dieser Fortsetzung zeigen wir Ihnen, wie Sie den Zabbix-Agent starten und Server zu Zabbix hinzufügen. Danach können Sie die jeweiligen Server überwachen und das Monitoring optimieren.

Dieser Artikel ist Teil zwei eines Dreiteilers. Den ersten Teil finden Sie hier. Teil Drei können Sie unter diesem Link nachlesen.

Wie Sie sich zur Zabbix-Umgebung verbinden.

Haben Sie die Installation erfolgreich abgeschlossen, verbinden Sie sich zur Zabbix-Seite via http://<Ihr Zabbix Host>/zabbix. Danach können Sie sich mit dem Benutzernamen admin und Passwort zabbix an das WebGUI anmelden.

Zabbix läuft zu diesem Zeitpunkt bereits. Allerdings überwacht der Server noch nichts. Fangen wir an, wenigstens einen Rechner in Ihrer Netzwerk-Umgebung in das Monitoring aufzunehmen. Den ersten Host aufzusetzen, ist einfach. Nachdem Sie den Schritten aus dem ersten Teil dieser Artikelreihe gefolgt sind, wird der Zabbix-Server selbst als Host aufgelistet. Um dies zu überprüfen, klicken Sie auf Configuration -> Hosts.

Nach der Installation wird der Zabbix-Server als Host aufgelistet.

In der Host-Übersicht erkennen Sie, dass der Zabbix-Server zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht überwacht wird. Um diesen Umstand zu ändern, klicken Sie auf den Link Not Monitored. Sie finden ihn in der Spalte Status. Somit ändern Sie den Status des Hosts und schicken das entsprechende Update an das Zabbix-System. Im Anschluss haben Sie einen Host, der im Monitoring aufgenommen ist.

Im Menü Items erhalten Sie eine Übersicht, was ins Monitoring aufgenommen werden kann.

Für jeden Host in Ihrem Zabbix-System gibt es viele sogenannte Items, die Sie überwachen können. Sie finden weitere Informationen dazu, wenn Sie auf den Link Items klicken. Das System listet dann alle relevanten Items des jeweiligen Betriebssystems auf, das auf dem entsprechenden Host installiert ist. Weiterhin wird Ihnen auffallen, dass einige Items einen sogenannten Trigger haben. Benutzen Sie diese, zeigt die Zabbix-Umgebung im UI beim Überschreiten gewisser Grenzwerte einen Alarm an.

Der Host-Gruppe einen Host anfügen.

Sie können sich das Leben innerhalb der Zabbix-Umgebung bezüglich Monitoring leichter machen, indem Sie Host-Gruppen verwenden. Dafür klicken Sie auf Configuration -> Hosts und dann auf den überwachten Rechner. Im Anschluss klicken Sie auf den Namen dieses Hosts und weisen ihn einer Gruppe zu. Per Standard wird der Rechner in der Gruppe Zabbix-Server landen. Vielleicht möchten Sie den Computer aber zum Beispiel auch in der Gruppe Linux Server sehen. Das Hauptfenster Monitoring bietet eine Übersicht mit allen relevanten Parametern für die Host-Gruppe.

Windows hinzufügen

Einen Linux-Server haben Sie nun in das Monitoring aufgenommen. Sehen wir uns nun an, wie Sie ein Windows-System in der Zabbix-Umgebung unterbringen können. Zunächst brauchen Sie einen Zabbix-Agent auf dem entsprechenden Windows-Rechner. Sie finden die Software auf der Download-Seite des Zabbix-Projekts. Laden Sie sich die komprimierte Datei herunter und entpacken sie an einer Stelle, auf die Sie später Zugriff haben.

Bevor Sie die Datei zabbix_agentd.exe ausführen, müssen Sie zunächst eine Konfigurations-Datei mit Namen zabbix_agentd.conf erstellen. Erledigen Sie das im Ordner C:\Programme\zabbix\zabbix_agent.conf. Stellen Sie weiterhin sicher, dass sich folgende Inhalte in dieser Datei befinden:

Hostname=<Der Name Ihres Windows-Hosts>

Server=<Der Name des Zabbix-Hosts>

Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf die Datei zabbix_agentd.exe im Ordner zabbix_agents, den Sie nach dem Download des Zabbix-Agents für Windows angelegt haben. Wählen Sie die Datei-Eigenschaften aus und öffnen Sie anschließend den Reiter Kompatibilität. Stellen Sie hier sicher, dass die Option Als Administrator ausführen angekreuzt ist. Danach können Sie nachfolgenden Befehl auf der Kommandozeile aufrufen:

zabbix_agentd.exe --config "C:\Programme\zabbix\zabbix_agentd.conf" --install

Verwenden Sie im Anschluss zabbix_agentd.exe --start, um den Zabbix-Agent zu starten. Sie haben auch die Möglichkeit, den Zabbix-Agent über die Systemeinstellungen auszuführen.

Bevor Sie diesen Host nun ins Zabbix-Monitoring hinzufügen können, müssen Sie ihn im Management-Interface von Zabbix aufnehmen. Klicken Sie hierfür auf Configuration -> Hosts und danach auf Create Hosts. Der wichtigste Teil der Host-Definition ist der Name. Dieser sollte mit dem Namen gleichgesetzt sein, den Sie in der Datei zabbix_agentd.conf hinterlegt haben. Geben Sie weiterhin die IP-Adresse an, mit der sich der Host ansprechen lässt. Im Anschluss speichern Sie die Einstellungen im Management-Interface.

Ab diesem Zeitpunkt sollte der Windows-Host im Monitoring-Interface von Zabbix sichtbar sein. Nun können Sie anfangen, Ihre gesamte Netzwerk-Umgebung zu überwachen und das Monitoring zu optimieren.

Über den Autor: Sander van Vugt ist ein freiberuflicher Trainer und Consultant, der in den Niederlanden ansässig ist. Er ist Experte in den Bereichen Linux High Availability, Virtualisierung und Performance. Sander van Vugt war in mehreren Projekten involviert, die alle drei Gebiete vereinten. Weiterhin ist er der Autor einiger Bücher mit Linux als Thema. Dazu gehören Beginning the Linux Command Line, Beginning Ubuntu Server Administration und Pro Ubuntu Server Administration.

Artikel wurde zuletzt im September 2013 aktualisiert

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