Mit vSphere PowerCLI-Skripten die Virtualisierungs-Infrastruktur automatisieren

Mit vSphere PowerCLI lassen sich virtualisierte Umgebungen in wenigen Schritten automatisieren. Diese fünf Skripte sollte jeder vSphere-Admin kennen.

VMware vSphere PowerCLI ist ein Kommandozeilen-Tool, mit dem Administratoren für verschiedene Verwaltungsaufgaben...

relativ leicht Skripte erstellen und damit vSphere-Umgebungen weitgehend automatisieren können.

PowerCLI ist ein Zusatz für die Microsoft PowerShell, einer objektorientierten Skriptsprache und Kommandozeilen-Umgebung, die mittlerweile in vielen Rechenzentren aktiv zur Verwaltung von Server-Produkten wie Windows Server, Exchange oder auch SQL Server verwendet wird. Damit Sie die PowerShell effizient zur Verwaltung von vSphere nutzen können, sollten Sie PowerCLI in Version 5.5 installieren. Im Vergleich zur Version 5.2 bietet Ihnen PowerCLI 5.5 einige Vorteile, so hat VMware beispielsweise mehr CMDlets integriert und Sie können ein Konsolenfenster für die virtuellen Server öffnen. Außerdem können Sie jetzt auch die Lizenzen der Virtualisierungshosts verwalten. vSphere PowerCLI 5.5 können Sie direkt bei VMware herunterladen.

Nach der Installation von PowerCLI starten Sie diese über die Verknüpfung auf der Startseite bzw. im Startmenü. In der PowerCLI-Konsole stehen auch die CMDlets der restlichen PowerShell zur Verfügung. Sobald Sie die CLI gestartet haben, können Sie Ihre Server verwalten. vSphere PowerCLI bietet Ihnen u.a. folgende Möglichkeiten:

  • CMDlets, die Aktionen oder Systembefehle auslösen,
  • Skripte, die Strings von CMDlets und der damit verbundenen Logik darstellen,
  • ausführbaren Dateien, die Standalone-Anwendungen zur Verfügung stellen.

Mit vSphere PowerCLI können IT-Administratoren fast jede virtuelle Umgebung mit vSphere und so gut wie jede Aufgabe mit nahezu 200 VMware-spezifischen CMDlets in verschiedenen Kombinationen verwalten. Diese erlauben auch die Erstellung von Skripten zur Automatisierung verschiedener Aufgaben.  Eine Liste aller Ihnen zur Verfügung stehender CMDlets zur Verwaltung von VMware vSphere erhalten Sie mit dem Befehl Get-VICommand.

Skripte sind deshalb so nützlich für die Virtualisierungsverwaltung, weil sie durch die Möglichkeit zur Automatisierung Prozesse durchführen, ohne dafür IT-Personal zu binden. Dazu kommt der Vorteil, dass automatisierte Skripte nicht so fehleranfällig sind wie manuelle Eingaben von Administratoren. Zudem können so ressourcenintensive Aufgaben automatisiert außerhalb der Spitzenzeiten ausgeführt werden. Wenn ein Skript erst einmal richtig geschrieben ist lässt es sich beständig weiterentwickeln, um den Nutzen noch weiter zu erhöhen. Natürlich sollten Sie sich für den Anfang zunächst mit den einzelnen CMDlets der PowerCLI auseinandersetzen, bevor Sie umfangreiche Skripte damit erstellen.

Haben Sie PowerCLI gestartet, müssen Sie zunächst mit Connect-VIServer eine Verbindung zum ESX-Host oder einem vCenter-Server aufbauen. Mit Connect-VIServer -Server <IP-Adresse> -Protocol https -User <Benutzername> -Password <Kennwort> bauen Sie eine Verbindung auf.

Nachdem Sie sich mit PowerCLI vertraut gemacht haben, finden Sie nachfolgend fünf Skripte, mit denen Sie die Verwaltung von vSphere deutlich vereinfachen können. Die Skripte bauen auf die PowerCLI auf und lassen sich auch von Skriptanfängern problemlos einsetzen. Zunächst sollten Sie die Skripte aber in Testumgebungen integrieren, damit sichergestellt ist, dass Sie Ihre produktive Umgebung nicht beeinträchtigen. Starten Sie ein falsch geschriebenes Skript, kann dieses genauso schnell eine produktive Umgebung außer Funktion setzen, wie ein falsch gesetztes CMDlet.

PowerCLI-Skript 1: vCheck (Daily Report) V3

Stellen Sie sich vor, Sie erhalten noch vor dem Morgenkaffee einen detaillierten Bericht über Ihre virtuelle Infrastruktur. Natürlich vollkommen automatisiert, ohne dass Sie einen Finger krumm machen müssen. Mit  dem beliebten Reporting-Skript von Alan Renouf erhalten Sie eine entsprechende tägliche Zusammenfassung Ihrer virtuellen Umgebung ganz bequem per E-Mail. Zusätzlich zur Auflistung aller Hosts, virtuellen Maschinen (VMs), Cluster und Datenspeicher kann vCheck auch aktive Warnungen, tote logische SCSI-Gerätenummern und vieles mehr anzeigen.

PowerCLI-Skript 2: Wer hat diese VM erstellt?

Mit einem weiteren Skript von Alan Renouf können Sie für alle VMs in Ihrer Umgebung auslesen, welcher Administrator diese erstellt hat.  Das bringt Ihnen vor allem dann einen großen Vorteil, wenn Sie in Ihrem Data Center einen starken Zuwachs von VMs bemerken. Anstatt auf drastische Maßnahmen zurückzugreifen und beispielsweise die Admin-Rechte zur Erstellung von VMs zu beschränken, ermöglicht Ihnen dieses Skript auch so, den Überblick über Ihre vorhandenen virtuellen Maschinen zu behalten.

Durch das Hinzufügen von benutzerdefinierten Feldern zu jeder VM erfasst dieses PowerCLI-Skript Informationen über die VM-Ersteller und das Erstellungsdatum in den VM-Anmerkungen. Außerdem können Sie dieses Skript verwenden, um herauszufinden, wie viele VMs in einem bestimmten Zeitraum erstellt wurden. Die so ausgelesenen Informationen können Sie anschließend exportieren.

PowerCLI-Skript 3: vSwitch-Port Übersicht

Während einer Migration prüft VMware VMotion nicht, ob der neue Host über genug Anschlüsse auf dem virtuellen Switch zur Verfügung hat. Erschwerend kommt hinzu, dass VMotion die Migration auch bei zu wenigen Anschlüssen durchführt und der Administrator keine Benachrichtigung darüber erhält. Als Ergebnis wird die virtuelle Netzwerkkarte vom Netzwerk getrennt.

Aus diesem Grund muss jeder vSwitch genügend Ports besitzen, um den Anforderungen von VMs auf Hosts, bei denen ein Failover droht, gerecht zu werden. Mit diesem Skript von Hugo Peeters können Sie herausfinden, wie viele Ports jedem vSwitch zur Verfügung stehen. Anschließend können Sie noch vor der Migration die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

PowerCLI-Skript 4: Report into Microsoft Word

Dieses wiederum von Alan Renouf geschriebene Skript erstellt Berichte für Ihre VMware-Umgebung direkt in Word-kompatiblen Formaten. Sie können die Berichte daher sofort weiter verwenden oder umformatieren.  Dieses Skript automatisiert nicht nur den Reporting-Prozess für eine komplette virtuelle Umgebung, sondern exportiert die Daten zuverlässig in Microsoft Word, inklusive Grafiken und Kreisdiagrammen. Darüber hinaus ist dieses PowerCLI Skript leicht anpassbar, so dass Sie die Informationen ganz nach Ihren Anforderungen darstellen können. Dieses Skript ist auch für die Bereitstellung eines umfassenden, leicht zu lesenden Berichtes für Vorgesetzte sehr hilfreich.

PowerCLI-Skript 5: Anpassen von Site Recovery Manager Pläne

Für Administratoren bietet die Kombination aus PowerCLI und Site Recovery Manager (SRM) während eines Disaster-Recovery-Szenarios viele Möglichkeiten der Anpassung.  In diesem Tipp erklärt Mike Laverick, wie PowerCLI auf SRM Server ausgeführt werden kann und präsentiert ein Skript, das die Menge an RAM reduziert, die von VMs bei der Wiederherstellung verwendet werden.

Weitere Informationen zu VMware vSphere PowerCLI finden Sie auch auf diesen externen Ressourcen :

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2014 aktualisiert

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