Mit vCenter Operations Management Suite 5.8 zum Software-defined Data Center

VMware will vCOps 5.8 als führendes Management-Tool im Data Center etablieren. Die Unabhängigkeit von Plattform und Hersteller soll dabei helfen.

Es ist kein großes Geheimnis, dass VMware aus seinem Komfortbereich der Virtualisierung heraus will und auch bei...

Verwaltung und Automatisierung des Data Centers stärker mitreden will. Die aktuellste Version der vCenter Operations Manager Suite ist ein weiterer Schritt, diese Vision wahr werden zu lassen.

Während intelligente Cloud-Management- und Automatisierungs-Tools die Grundlage für „ IT as a Service“ und damit auch für Software-defined Data Center (SDDC) darstellen, geht VMware in seinem Ansatz noch einen Schritt weiter und setzt auf Multi-Plattform- und Multi-Provider-Umgebungen, mit denen sich die IT von einem Bereitstellen der Services hin zu einem „Service-Broker“ wandeln soll.

Auf der VMworld 2013 in Barcelona hat VMware einige neue Versionen seiner Verwaltungs-Tools vorgestellt, darunter zum Beispiel vCenter Operations Management Suite (vCOps) 5.8, VMware Log Insight 1.5, IT Business Management Suite 8.0 und vCloud Automation Center (vCAC) 6.0. In diesem Beitrag konzentrieren wir uns auf vCOps und die darin enthaltenen neuen operativen Analyse-Möglichkeiten für Business-entscheidende Applikationen sowie die Unterstützung für Hyper-V und Amazon Web Service (AWS).

Monitoring von Microsoft Tier-One-Applikationen mit vCOps 5.8

Es gibt sehr viele Firmen, die Tier-One-Applikationen von Microsoft für die wichtigsten Business-Funktionen benutzen. vCOps verrichtet fantastische Arbeit, wenn es um das Monitoring der vSphere-Infrastruktur geht. Allerdings war das Monitoring von Applikationen bisher eine Schwäche, vor allem bei Tier-One-Applikationen von Microsoft.

vCOps verwendet Mangement-Packs, um diese Applikationen zu überwachen. Diese liefern folgende Informationen:

  • Informationen über die Applikationen, also welche Metriken überwacht werden müssen und welche häufigen Probleme im Zusammenhang mit diesen Applikationen auftreten.
  • Erkenntnisse über die Services der Applikationen und wie diese voneinander abhängen.
  • Von vCOPs verwendete Standard-Policies, um diese Applikationen zu verwalten.
  • Vorkonfigurierte und Applikations-spezifische Dashboards. Diese sind soweit angepasst, dass eine Applikation optimal damit überwacht werden kann und sich Fehler gezielt suchen, finden und beheben lassen.
Abbildung 1: Management von Tier-One-Applikationen von Microsoft mit vCOps 5.8.

vCOps 5.8 kann SQL Server und Exchange überwachen und liefert tiefgreifende Erkenntnisse hinsichtlich Microsofts Applikations-Cluster. Zusätzlich hat vCOps 5.8 Kenntnisse darüber, in welcher Beziehung diese Cluster und Tier-One-Applikationen zu den virtuellen Hosts der Infrastruktur und den virtuellen Maschinen stehen und diese beeinflussen.

In dieser neuen Version von vCOps können Administratoren die Performance der Tier-One-Applikationen sofort sehen und haben Einblicke über die Wechselbeziehung zur virtuellen Infrastruktur, auf der die Applikationen laufen. Administratoren müssen sich somit bei der Fehlersuche nicht mehr von App zu App hangeln.

Neue Analyse-Möglichkeiten zur Storage-Performance

Die Reaktionszeit einer virtuellen Infrastruktur und der entsprechenden Applikationen hängt zum Großteil vom darunterliegenden Storage ab. In der Vergangenheit hatten Administratoren lediglich Einblick auf die Performance des Storage, wie sich diese gegenüber vCenter dargestellt hat. Allerdings sind Out-of-Band-Metriken des Storage wesentlich genauer und liefern zudem auch Daten von den Servern, die nicht virtualisiert sind und direkt auf die Storage-LUNs zugreifen. Es gibt verschiedene Standard-Protokolle, mit denen man diese Storage-Daten abgreifen kann, zum Beispiel Common Information Model, Storage Management Initiative Specification und VMwares vStorage APIs for Storage Awareness.

vCOps 5.8 unterstützt diese Protokolle, um damit entsprechende Storage-Statistiken zu sammeln. Damit können Sie zum Beispiel das Folgende realisieren:

  • Hotspots im Storage Array aufdecken, die die Performance der virtuellen Maschinen negativ beeinflussen.
  • Das Segment des Storage-Pfades identifizieren, das für die Latenz verantwortlich ist.
  • Benachrichtigungen zu Fehlern des physischen Storage-Arrays oder –Pfads anzeigen lassen, die vCenter nicht gesehen hat.

Bisher war es eine Seltenheit, dass Verwaltungs-Tools für die Virtualisierung direkt mit dem Storage kommunizieren konnten. Da vCOps 5.8 aber jetzt die Kommunikation mit dem Storage virtualisierter Infrastrukturen mitbringt, können Sie so von verbesserter Fehlersuche und besseren Analyse-Möglichkeiten profitieren.

vCOps unterstützt auch Nicht-VMware-Umgebungen

Abbildung 2: Hyper-V mit vCenter Operations Manager verwalten.

VMware scheint sehr entschlossen zu sein, die eigenen Management- und Automatisierungs-Produkte unabhängig von Plattformen und Providern zu machen. Derzeit unterstützt vCOps 5.8 zum Beispiel auch hinsichtlich Microsoft Hyper-V Server und Windows Server mit Hyper-V einige Funktionen:

  • Performance-Monitoring von Gast-Betriebssystemen, die als virtuelle Maschine unter Hyper-V laufen. So erhalten Sie Details zu CPU, Arbeitsspeicher, Storage und Netzwerk.
  • Sofort einsatzfähige Dashboards, mit denen sich von Hyper-V-Hosts und virtuellen Maschinen Cluster, Host, VM-Nutzung, Top Talker, Latenz der Festplatten-I/O, Hyper-V-Ereignisse und Microsoft System Center Operations Manager überwachen lassen.

Abbildung 3: Mit vCenter Operations Manager  lassen sich auch Amazon Web Services verwalten.

Zusätzlich zur Unterstützung für Hyper-V kann vCOps 5.8 auch mit Monitoring-Funktionen für Amazons öffentliche Cloud AWS aufwarten und bietet Support für Elastic Compute Cloud, Elastic Block Store, Auto Scaling Group, Elastic Load Balancing und Elastic MapReduce.

Durch die Fähigkeit, auch Performance und Kapazitäten von Nicht-VMware-Umgebungen überwachen zu können, will VMware vCOps also als führende Management Suite für alle virtuellen Umgebungen und als das bevorzugte Management im Data Center positionieren.

Damit drehen sich dann auch alle Verbesserungen in vCOps 5.8 vor allem um besseren Zugang zu  Applikations-Daten und um ein einheitliches Management über verschiedene Hypervisoren und Clouds hinweg.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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