Mit Microsoft Intune, App-V und RemoteApp virtuelle Apps bereitstellen

Intune, App-V und RemoteApp: Auch die Microsoft-Plattform bietet verschiedene Tools zur Bereitstellung virtualisierter Applikationen.

Microsoft bietet unterschiedliche Möglichkeiten, um virtuelle Anwendungen an mobile Geräte auszuliefern. Administratoren...

haben dann die Qual der Wahl, welche dieser Möglichkeiten – oder welche Kombination daraus – dem Bedarf des Unternehmens am ehesten entsprechen.

Für die Verteilung von Anwendungen an mobile Geräte steht bei Microsoft Intune an erster Stelle. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um eine Lösung zur Verwaltung verschiedenster Mobilgerätetypen. Die Verteilung und Verwaltung von Anwendungen ist eine der Hauptfunktionen von Microsoft Intune.

Intune verfügt über einen Arbeitsbereich „Apps“. Wie der Name schon vermuten lässt, können Administratoren an dieser Stelle mobile Apps verwalten. Dafür können sie App-Eigenschaften einsehen und abändern, verwalteten Anwendungen Lizenzvereinbarungen hinzufügen, App-Deployments verwalten, neue Apps hinzufügen, Eigenschaften verwalteter Apps editieren oder auch Apps löschen.

Der Apps-Arbeitsbereich arbeitet Hand in Hand mit einer weiteren Intune-Komponente namens Intune Software Publisher, mit dessen Hilfe Sie den Ort bestimmen, an dem Apps gespeichert werden, bevor sie an PCs und mobile Geräte verteilt werden. Apps können so in der Intune-Cloud gespeichert werden. Genauso sind aber auch Links auf Webanwendungen oder auf eine mobile App im App Store möglich.

Grenzen von Microsoft Intune

Was Intune nicht leisten kann, ist die Übersetzung von Apps zwecks Lauffähigkeit auf sämtlichen Geräten. Eine Windows-Anwendung kann beispielsweise nicht nativ auf einem Android-Gerät ausgeführt werden. Dennoch bietet Intune auch Unterstützung für die Verteilung von Apps an gängige mobile Betriebssysteme.

Der Softwareinstallationsmechanismus von Intune kann die Anwendungspakete auf drei verschiedene Arten verteilen. Zum einen können Apps paketiert und signiert in die Intune-Cloud hochgeladen werden. Auf diese Weise werden Anwendungen über ein Unternehmensportal zur Verfügung gestellt. Der zweite Weg sieht vor, Anwendungen direkt an betroffene Computer zu übermitteln, die dafür den installierten Intune-Client benötigen. Die dritte Option zur Installation von Apps auf mobile Geräte nennt sich schließlich Sideloading. Diese Technik erlaubt es, Anwendungen über eine Installationsdatei zu installieren und auf diesem Weg den App Store vollständig zu umgehen.

Vor der Verteilung an mobile Geräte müssen Apps paketiert werden. Microsoft Intune unterstützt dafür die folgenden Pakettypen:

  • Windows Installer (.EXE und .MSI)
  • App Package für Android (.APK)
  • App Package für iOS (.IPA)
  • Windows Phone App Package (.XAP, .APPX oder .APPXBundle)
  • Windows App Package (.Appx, .APPXBundle)

Auch wenn es Intune Administratoren vergleichsweise einfach macht, Apps an Nutzer unterschiedlichster Plattformen zu verteilen, bleibt noch immer die Problematik der Lauffähigkeit der Apps selbst.

Einige Hersteller bieten ihre Apps für mehrere Plattformen an – beispielsweise als iOS- und Android-Version. Dies gilt aber natürlich weder für alle Hersteller noch für alle Apps. Und selbst wenn ein Hersteller sämtliche Plattformen bedient, sind zusätzliche Kosten ebenso zu erwarten wie unterschiedliches Anwendungsverhalten auf unterschiedlichen Plattformen. Die App für Microsoft Office beispielsweise stellt sich auf einem Windows-Desktop grundsätzlich anders dar, als auf iOS- oder auch Windows-Phone-Geräten.

App-Virtualisierung mit Intune, App-V und RemoteApp

Diese Art Probleme können über Anwendungs-Virtualisierung und Remote-Hosting vermieden werden. Microsofts Produkt für die Anwendungs-Virtualisierung heißt App-V und paketiert Apps einschließlich ihrer sämtlichen Abhängigkeiten. App-V bietet Unterstützung für das Streamen virtueller Applikationen an, allerdings ausschließlich für Windows-Plattformen.

Ein geeigneterer Weg, Anwendern unabhängig von deren eingesetzter Plattform die Nutzung von Anwendungen zu ermöglichen, ist der Rückgriff auf RemoteApp – einer Windows-Server-Komponente, die auch in Microsoft Azure verfügbar ist. RemoteApp ermöglicht das Ablaufen der App auf einem Windows Server und deren Einsetzbarkeit auf anderen Plattformen über den RemoteApp-Client. Microsoft bietet derzeit RemoteApp-Clients für Windows-basierte x86- und x64-Systeme sowie für Android, iOS und Mac an.

Der RemoteApp-Client funktioniert ganz ähnlich wie der Remote-Desktop-Client. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass der RemoteApp-Client spezifisch für eine bestimmte Anwendung ausgerollt wird. Das Starten des RemoteApp-Clients stellt daher nur die ausgewählte Anwendung zur Verfügung, statt einem vollständigen Remote Desktop.

Da der RemoteApp-Client für unterschiedliche Plattformen verfügbar ist, können Sie ihn über Microsoft Intune an die verschiedenen Plattformen Ihrer Nutzer verteilen. Diese können damit Zugriff auf die entfernt gehostete Anwendung über das Unternehmensportal oder über Sideloading direkt auf ihr Gerät erlangen.

Fazit

Die Bereitstellung von Anwendungen für mobile Geräte kann eine Herausforderung darstellen, da Microsoft verschiedene Lösungsmöglichkeiten anbietet. Leider ist keine davon die eine perfekte Lösung für jeden Bedarf. Durch eine geschickte Kombination von Microsoft Intune und RemoteApp können Sie die Nutzung Ihrer Anwendungen aber auf einer breiten Palette von Plattformen ermöglichen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2015 aktualisiert

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