Lösungen für häufig auftauchende Probleme beim Remote-Drucken mit Easy Print

Easy Print erleichtert das Remote-Drucken mit Windows Server 2008 R2. Dafür müssen allerdings bestimmte Anforderungen erfüllt sein.

Die Remote-Printing-Technologie ist besser geworden. Allerdings bleibt das Drucken im Hinblick auf Terminal Services oder Remote Desktop Services (RDS) für IT-Profis weiterhin eine Herausforderung. Das mit Windows Server 2008 R2 ausgelieferte Microsoft Easy Print erleichtert Remote-Drucken zwar, allerdings nur dann, wenn einige entscheidende Anforderungen erfüllt sind.

Vor der Veröffentlichung von Windows Server 2008 konnten Anwender nur dann drucken, wenn die IT-Abteilung die korrekten Druckertreiber installiert hatte. Das galt sowohl für den lokalen Rechner als auch für den Terminal Server (TS). 

Das Problem dabei war, dass viele Druckertreiber in einer Terminal-Services-Umgebung ganz einfach nicht funktionierten. Weiterhin ist es ein ziemlicher Management-Aufwand, wenn Sie sicherstellen wollen, dass der Terminal Server eine Kopie eines jeden im Unternehmen eingesetzten Druckertreibers installiert hat.

Als Antwort auf diese und andere Drucker-Probleme hat Microsoft in Windows Server 2008 Terminal Services Easy Print vorgestellt. Mithilfe von TS Easy Print können Anwender drucken, ohne dass die Treiber auf dem Terminal Server installiert werden. Stattdessen konfiguriert der Anwender die Einstellungen lokal. 

Der Druckauftrag wird zum Server geschickt, der wiederum die Druck-Einstellungen des Anwenders verwendet, um damit eine XPS-Datei zu erschaffen. Diese Datei schickt das System im Anschluss an den Desktop und der lokale Druckertreiber übernimmt den Ausdruck.

TS Easy Print stellt zwar verglichen mit den bisherigen Möglichkeiten für Remote-Drucken durchaus eine Verbesserungen dar, perfekt ist es aber immer noch nicht. Für die Konvertierung der XPS-Dokumente auf GDI (Graphical Device Interface) muss ein Desktop das .NET Framework installiert haben. Einige Administratoren können sich mit dem Gedanken aber nicht anfreunden, nur wegen Drucker-Angelegenheiten das .NET Framework zu installieren. Außerdem führen Updates bei .NET immer wieder dazu, dass Easy Print nicht mehr funktioniert.

Mit Windows Server 2008 R2 hat Microsoft Easy Print überarbeitet. Netzwerk-Clients mit Windows Server 2008 R2 oder Windows 7 benötigen das .NET Framework nicht mehr, um drucken zu können. Die Konvertierung von XPS auf GDI ist nun eine native Funktion des Betriebssystems. Ältere Netzwerk-Clients brauchen dafür aber weiterhin das .NET Framework.

Trotz der Verbesserungen seitens Microsoft haben Netzwerk-Administratoren aber weiterhin Probleme, die Druck-Umleitung korrekt zum Laufen zu bekommen. Nachfolgend finden Sie einige Lösungsansätze für häufige Probleme, die bei Anwendern von Windows Server 2008 R2 auftauchen.

Misslingen von Drucker-Umleitungen (Printer Redirection)

Funktioniert die Umleitung des Druckers überhaupt nicht, sollten Sie zunächst die Group Policies (Gruppenrichtlinien) überprüfen und sicherstellen, dass Easy Print aktiviert ist. Sie erreichen die Einstellungen für Easy Print über den Group-Policy-Editor unter Computer Configuration \ Administrative Templates \ Windows Components \ Remote Desktop Services \ Remote Desktop Session Host \ Printer Redirection. Damit Easy Print funktioniert, muss die Einstellung Use Remote Desktop Easy Print Driver First aktiviert sein.

Ist die Gruppenrichtlinie für die Umleitung des Druckers aktiviert und es funktioniert trotzdem nicht, prüfen Sie das Snap-in Resultant Set of Policy. Sie erstellen Gruppenrichtlinien, indem Sie mehrere Group-Policy-Objekte hierarchisch kombinieren und so ein effizientes Regelwerk erschaffen. Selbst wenn eine Gruppenrichtlinie korrekt ist, könnte diese von einem fehlerhaften Policy-Objekt überschrieben werden. Wenn Sie Ihre Gruppenrichtlinien auf Resultant Policy überprüfen, lässt sich damit garantieren, dass Use Remote Deksopt Easy Print Driver First aktiviert bleibt.

Probleme mit dem Remote-Drucken zu Windows XP und Vista

Wie ich bereits erwähnt habe, kann Easy Print bei bestimmten Software-Versionen auf Clients Probleme verursachen. Easy Print sollte auf Clients mit Windows 7 oder 8 ohne Probleme funktionieren. Haben Sie aber Rechner mit Windows XP oder Vista, müssen Sie sicherstellen, dass die angemessene Software installiert ist.

Als Faustregel lässt sich sagen, dass die Clients Version 6.1 oder höher der Software Remote Desktop Client installiert haben müssen. Sie kommt mit Windows XP Service Pack 3 (SP3) oder neueren Betriebssystemen. Die minimal empfohlene Version des .NET Frameworks ist 3.5. Beachten Sie aber, dass Rechner mit Windows Vista SP2 und Version 7.0 von Remote Desktop Client das .NET Framework nicht voraussetzen, solange der in KB971644 erwähnte Patch nicht installiert ist.

Sonstige Voraussetzungen für Easy Print

Es gibt einige weitere Mindestanforderungen, damit Easy Print korrekt mit Windows Server 2008 R2 funktioniert. Zunächst einmal müssen Sie sicherstellen, dass sich der Spooler-Dienst automatisch startet. Er muss sowohl auf dem Client als auch dem Server laufen.

Weiterhin muss in der Remote-Desktop-Umgebung ein Server konfiguriert sein, der als Remote Desktop Session Host fungiert. Andernfalls funktioniert Easy Print nicht.

Dann müssen Sie noch sicherstellen, dass Sie die Policy abschalten, die Drucker-Umleitungen auf dem Remote Desktop Gateway Server deaktiviert. Ansonsten bekommen Clients, die sich mit den Remote Desktop Services von außerhalb des Netzwerk-Perimeters verbinden, Probleme mit dem Drucken.

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Artikel wurde zuletzt im September 2011 aktualisiert

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