Konfiguration von RHEL 7.2: Registrierung, Subskriptionsverwaltung und Updates

Wer RHEL erfolgreich bereitgestellt hat, muss die Installation zunächst bei Red Hat registrieren. Ohne Registrierung gibt es keine Updates.

Wer Red Hat Enterprise Linux 7 mit Hilfe unseres Installations-Workshops erfolgreich bereitgestellt hat, muss sein...

System zunächst bei Red Hat registrieren. Ohne diese Maßnahme lassen sich keine Pakete aus den Online-Repositorien aktualisieren. Die Registrierung des installierten Systems setzt eine gültige Subskription voraus.

Dreh- und Angelpunkt zum Registrieren der eigenen RHEL-Installation ist Red Hats System-Management-Plattform. Diese dient dem Verwalten der gebuchten RHEL-Subskriptionen und fungiert außerdem als Startpunkt zur Inanspruchnahme des mit der Subskription erworbenen Supports beziehungsweise der Knowledge Base. Nur durch die Registrierung eines RHEL-Systems lässt sich die mit der Subskription verbundene Update-Berechtigung nutzen.

RHN und RHSM

Seit dem Frühjahr 2012 ist Red Hat dabei, seine traditionelle System-Management-Plattform Red Hat Network (RHN) nach und nach durch den neuen Red Hat Subscription Manager (RHSM) zu ersetzen. Unterstützt wird dieser ab RHEL 5.7, in RHEL 6.x und 7.x wird standardmäßig RHSM genutzt. Dieser verbindet die Informationen im Red Hat Customer Portal mit den gebuchten RHEL-Subskriptionen. Vor RHEL 5.9 gab es nämlich keine direkte Zuordnung zwischen gebuchten RHEL-Subskriptionen und im RHN registrierten RHEL-Systemen.

Beim Red Hat Subscription Manager gibt es die eindeutige Zuordnung der gebuchten RHEL-Subskriptionen zu einem registrierten RHEL-System. Für Nutzer ist somit auf einem Blick sichtbar,  zu welchem System beispielsweise eine auslaufende Subskription gehört. RHSM lässt sich alternativ beziehungsweise parallel zum traditionellen Red Hat Network einsetzen und ist die erste Wahl für Red-Hat-Neulinge. Bestandskunden, die mit den klassischen Management-Methoden in RHN vertraut sind, können auch in RHEL 7 noch RHN verwenden, wahlweise direkt über das Webinterface oder via RHN Satellite 5.4 beziehungsweise Red Hat Satellite 5.6 und jünger.

Der Einsatz eines separaten Satellite-Servers empfiehlt sich allerdings nur für große Unternehmen. Den Unterschied in der Verwaltung der eigenen RHEL-Subscription via Red Hat Customer Portal Subscription Management/RHSM und Red Hat Network Classic (RHN) erläutert Red Hat im Detail im Customer Portal. Endgültig angeschafft werden soll RHN zum 31. Juli 2017.

Grundlegende RHEL-Registrierung

Für das folgende Vorgehen benötigen Nutzer eine gültige Subskription sowie einen Account im Red-Hat-Customer-Portal. Wer nicht genau weiß, welche der folgenden Verfahren (Subscribe and Register oder manuelles Vorgehen) für ihn das Richtige ist, kann  auch auf Red Hats webbasierten Labs Registration Assistant zurückgreifen. Hierbei handelt es sich um ein Online-Tool, das Nutzer zur für sie optimalen Methode leitet.

Mit dem Kommando

subscription-manager register --username <username> --password <password> --auto-attach

hingegen kann der Nutzer sein frisch installiertes RHEL-System bei Red Hat direkt registrieren und (sofern mehrere Subskriptionen existieren) automatisch mit der am besten zum System passenden (freien) Subskription verbinden. Sollte dies nicht funktionieren, weist das System darauf hin, dass das im Folgenden beschriebene manuelle Registrieren verwendet werden sollte. Mit dem Befehl

subscription-manager register

lässt sich nämlich eine spezifische Subskription über das Customer Portal registrieren. Ein Auffrischen der zugewiesenen Subscription mit subscription-manager refresh ist immer dann erforderlich, wenn eine zugewiesene Subskription aus dem Customer-Portal geändert, also einem anderen System zugewiesen wurde. Nach der Registrierung (und gegebenenfalls Auffrischen) dient das Kommando

subscription-manager attach --auto

dem Anhängen der verfügbaren Subskription an das laufende System. Für das Zurücknehmen einer Registrierung gibt es die folgenden Befehle:

subscription-manager remove --all

subscription-manager unregister

subscription-manager clean

Registrierung per grafischer Benutzeroberfläche

Optional funktioniert das Ganze auch GUI-basiert. Der grafische Subscription Manager lässt sich durch Eingeben von subscription-manager-gui starten. Die installierten und mit einer Subskription verbundenen Produkte finden sich im Reiter My Installed Products, die verfügbaren Subskriptionen bei My Subscriptions und alle verfügbaren Subskriptionen im Reiter All Available Subscriptions. Der Befehl register (oder unregister) findet sich im Menü System.

Der Subscription Manager mit grafischer Benutzeroberfläche.

Red Hat Customer Portal

War die Registrierung erfolgreich, tauchen die zugewiesenen Subskriptionen im Customer Portal im Bereich Subskriptionen auf. Ein Klick auf den Button View All zeigt die aktivierten Subskriptionen. Detailinformationen liefert ein direkter Klick auf den Link für die betreffende Subskription. Möchte man wissen, mit welchem Host die jeweilige aktive Subskription verknüpft ist, wechselt man im Customer-Portal zur Management-Ebene und klickt bei Subscriber Inventory wahlweise auf System oder Hypervisors, je nachdem, ob es sich bei dem registrierten System um  RHEL (egal ob physisch oder virtuell installiert) oder einen Hypervisor (RHEV-H) im Kontext von Red Hat Enterprise Virtualization handelt. Nutzer können sich übrigens auch direkt aus der grafischen Umgebung heraus mit dem Tool Red Had Access im Customer Portal einwählen.

System oder Pakete aktualisieren

Wurde RHEL erfolgreich registriert, ist es möglich, das gesamte Systeme innerhalb der Release-Linie zu aktualisieren, einzelne Pakete zu aktualisieren, einzelne Pakete zu installieren oder zu löschen und das gesamte System bei Bedarf auf ein nächsthöheres Release upzugraden. Wer das Ganze wieder per grafischer Benutzeroberfläche erledigen möchte, kann hierzu das Tool Software Update verwenden. Das Prüfen der Verfügbarkeit von Paketupdates gelingt am Schnellsten durch Aufrufen des grafischen Updates Viewers (gpk-update-viewer). Hier lassen sich sämtliche verfügbaren Aktualisierungen bequem mit einem Mausklick installieren.

Alternativ kann dies auch auf der Kommandozeile mit dem Befehl yum update erfolgen.  Ohnehin bevorzugen erfahrene Red-Hat-Admins meist die yum-Kommandoschnittstelle. Anleitungen zur Verwendung und zum Befehlsumfang des yum-Paket-Managers finden sich im Netz zuhauf. Im Grunde genügt aber der Aufruf von man yum. Die wichtigsten Befehle sind in Kürze:

yum install <paketname>: installiert das betreffende Paket.

yum update <paketname>: aktualisiert das angegebene Paket (wenn es bereits installiert ist).

yum remove <paketnanme>: entfernt das angegebene Paket.

Beim Suchen nach verfügbaren Paketen mit der Option list lassen sich nach Belieben Filter einsetzen. So sucht yum list *ssl* nach sämtlichen Paketnamen, in denen „ssl“ vorkommt und gruppiert die Ausgabe nach Installed Packages und Available Packages.

In einer Beziehung verhält sich Red Hat Enterprise Linux anders als CentOS und alle freien Linux-Distributionen: Ohne Registrierung, also das Verbinden der lokalen Installation mit einer gültigen Subskription, geht gar nichts.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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