Installation und Konfiguration des Xen-Hypervisors auf Ubuntu

Zum Testen des kostenlosen Xen-Hypervisors kann zum Beispiel Ubuntu verwendet werden. Diese Anleitung zeigt, was bei der Installation zu beachten ist.

Wenn die Installation richtig durchgeführt wird, dann bietet der Xen-Hypervisor viele interessante Möglichkeiten...

für ein Test-Lab oder eine günstige Produktivumgebung. Dank der kostenlosen Verfügbarkeit und dem einfachen Bereitstellungsprozess ist Xen in den letzten Jahren sowohl bei kleinen wie auch bei großen Unternehmen immer beliebter geworden.

Sobald man sich für Xen als Hypervisor entschieden hat, muss zunächst die sogenannte Domain-0 mit einem Betriebssystem der Wahl erstellt werden – in diesem Beispiel mit Ubuntu. Der grundlegende Prozess der Installation selbst ist dabei relativ einfach durchzuführen, schwieriger ist vor allem das Finden der geeigneten Management-Tools, um Xen auch in Enterprise-Umgebungen orchestrieren zu können. Dabei gibt es durchaus Unternehmen, die dies erfolgreich durchgeführt haben, Peugeot zum Beispiel.

Die Installation von Xen mit Ubuntu 14.04 funktioniert wie gesagt relativ problemlos. Ein auf Xen ausgeführtes Ubuntu sieht ziemlich genauso aus, wie ein regulär installiertes Ubuntu. Einer der wenigen Unterschiede ist zum Beispiel das Fehlen des Ruhemodus, stattdessen kann Ubuntu nur komplett heruntergefahren werden. Um Ubuntu zu starten, muss dann zunächst Xen hochfahren, was um die 30 Sekunden dauern sollte – erst dann wird Ubuntu gebootet. Immerhin ist es in dieser Situation Xen und nicht der PC, der Ubuntu betreibt.

Ubuntu als Xen Domain-0 konfigurieren

Um Ubuntu als Xen Domain-0 zu konfigurieren, muss natürlich zuerst Ubuntu installiert sein. Hierbei sollte man sicherstellen, dass Logical Volume Manager (LVM) aktiviert ist. Anschließend wird der folgende Befehl ausgeführt:

sudo apt-get install xen-hypervisor-amd64

Danach kann der PC neu gestartet werden.

Unglücklicherweise sind die Installationsoptionen für Ubuntu auf der Xen-Webseite schon etwas veraltet, da sie zum Beispiel keine einfache Möglichkeit zur Zuweisung der Festplattenkapazität für Ubuntu beschreiben. Stattdessen wird man mit einem komplizierten Partitionsmenü konfrontiert. Standardmäßig wird Ubuntu die volle verfügbare Festplattenkapazität für sich beanspruchen.

Sobald der oben aufgeführte Befehl ausgeführt und ein Neustart durchgeführt wurde, sollte man wie in Abbildung 1 mit dem folgenden Befehl die Domain-0 angezeigt bekommen:

sudo xl list

Abbildung 1: Ansicht der Domain-0.

Nach der Installation wird man zunächst vor einem leeren Bildschirm sitzen und sich fragen, wie man sich nun eigentlich an der virtuellen Ubuntu-Maschine anmeldet. Hierfür wird ein VNC-Client (Virtual Network Computing) wie Windows Terminal Server oder Vinagre benötigt. Wer aber zum Beispiel Citrix XenServer nutzt, der kann hier auch XenCenter verwenden.

Nachdem Domain-0 eingerichtet ist, kann über die XL-Kommandozeile die erste virtuelle Maschine erstellt werden. Auf der Xen-Projektseite wird die Nutzung einer Netzwerk-Bridge empfohlen, um der virtuellen Maschine eine eigene IP-Adresse zuweisen zu können. Dafür soll Open vSwitch statt NetworkManager zum Einsatz kommen.

Um nun eine virtuelle Maschine aufzusetzen, muss der letzte Befehl ein wenig abgeändert werden:

sudo xl create <config filename>

Abbildung 2: Zum Aufsetzen einer VM muss die Konfigurationsdatei abgeändert werden.

Die Installation von Xen auf Ubuntu ist also wirklich schnell und unproblematisch durchführbar. Alles, was es dafür braucht, ist ein wenig sorgfältige Konfigurationsarbeit und schon ist man auf dem besten Weg, die Vorteile des kostenlosen Xen-Hypervisors voll ausschöpfen zu können.

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Artikel wurde zuletzt im Februar 2016 aktualisiert

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