IT-Orchestrierung baut Brücken zwischen verschiedenen Abteilungen

Mit IT-Orchestrierung lassen sich Arbeitsabläufe zwischen einzelnen Abteilungen eines Unternehmens besser koordinieren. Das erhöht die Profitabilität.

Da IT-Automatisierung gereift ist, waren die letzten zehn Jahren befreiend für die IT. Mittlerweile lässt sich...

eine große Zahl von Geräten automatisch verwalten und regelmäßige Prozesse funktionieren präziser. Als Unix-Administrator und PERL-Programmierer sind Scripting und Automatisierung mein Leben. Scripting-Tools wie PowerShell und GUI-Tools wie AutoIt haben die Automatisierungfunktionen in die Windows-Welt gebracht. IT-Automatisierung ist heute nicht mehr wegzudenken. Doch es gibt eine Schwachstelle: der Menschen.

Die Netzwerk-Abteilung kann die Gestaltung und Bereitstellung von Netzwerk- sowie Sicherheits-Einstellungen in einer Umgebung automatisieren. Das Server-Team kann die Erstellung von virtuellen Servern automatisieren. Die DNS-Administratoren realisieren ähnliches bei der Erstellung von Konten und der Veröffentlichung von DNS-Einträgen. Trotz allem gibt es immer noch die menschliche Schnittstelle und die Unternehmenspolitik, die in die Arbeitsabläufe eingreift. Innerhalb der IT bauen Menschen Silos, die auf dem Weg zum Erfolg hinderlich sind. Wir tun das mit der Absicht, um Mitarbeiter zu einer gewissenhafteren Arbeit zu animieren, so dass sie präziser arbeiten – Zweckmäßigkeit ist dabei nebensächlich. Grundsätzlich funktioniert dieses Prinzip, aber es bringt auch unangenehme Verzögerungen mit sich. Da IT-Abteilungen mit dem Finger aufeinander zeigen und Firmen nach schnelleren Service-Zeiten rufen, stellt sich die Frage, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Die Antwort heißt: IT-Orchestrierung.

Das Konzept der IT-Orchestrierung ist nicht neu. Doch IT-Orchestrierung fand bisher nur in einzelnen Abteilungen statt. Vor rund zehn Jahren habe ich eine Migrations-Plattform mitentwickelt, um Code von der Entwicklungs- über die Test-Umgebung bis zur Produktion zu orchestrieren. Entwickler, Qualitätsmanager und System-Administratoren bekamen die Möglichkeit, Code von einer Umgebung zur nächsten zu bewegen - innerhalb vordefinierter Grenzen. Allerdings entstand keine neue Anwendungsumgebung, es wurde lediglich Code innerhalb einer bestehenden Umgebung automatisch weitergeleitet. Ein Problem, das viele frühere Orchestrierungs-Tools hatten: Sie funktionierten nur innerhalb einer Umgebung. Nur unter bestimmten Umständen oder sogar nur in einer Anwendung hatten sie eine begrenzte Reichweite und somit auch nur einen begrenzten Einfluss und Geschäftsnutzen.

Die fortschreitende Automatisierung in vielen IT-Bereichen hat jedoch den Weg für Orchestrierung geebnet. Moderne Orchestrierungs-Tools beinhalten APIs und Docking-Optionen, die eine Interaktion mit anderen Programmen erlauben. Die Barrieren sind geringer und die Einsatzmöglichkeiten besser geworden. Diese Tools sind nicht für die Bereitstellung von Storage- oder Netzwerk-Geräten zuständig. Sie müssen nur mit diesen kommunizieren, da diese bereits automatische Funktionen haben. Das ermöglicht es, die Orchestrierung nicht zu überladen. Gleichzeitig befreit es die Fachbereiche, die sich auf ihre Prozesse sowie Abläufe konzentrieren und somit IT-Investitionen eines Unternehmens optimaler nutzen können.

Während Automatisierung die ersten Schritte vereinfacht, verwendet Orchestrierung eine Reihe von Datenpunkten und nutzt diese als Trigger, um einen automatisierten Prozess anzustoßen. In manchen Fällen kann Orchestrierung sogar eigenständig Entscheidungen fällen, so dass zum Beispiel Schritt Eins nicht mehr nötig ist und direkt Schritt Zwei eingeleitet wird. Diese Intelligenz ermöglicht das Festlegen, wann und wie ein Service nötigt ist. Gleichzeitig kann die IT-Abteilung kontrollieren, wie diese Anfragen erfüllt werden. Während die IT-Abteilung die Faktoren kontrolliert, die ihren Service verlässlich und sicher machen, erhöht sich auch der Geschäftsnutzen. Orchestrierung sorgt für eine Optimierung der Abläufe.

IT-Orchestrierung wird zwar nicht die Welt retten, aber eventuell die Unternehmen. Welche Firma hat keine Probleme dabei, das Tagesgeschäft und den IT-Bereich unter einen Hut zu bringen? Komplikationen können ein Geschäft verhindern und verpasste Gelegenheiten kommen nicht wieder. Ist das Geschäft wichtiger als die IT, äußert sich das in fehlenden Standards und unzureichender Verlässlichkeit. Ist IT wichtiger als das Geschäft, sind Prozesse zu starr und eine Firma zu unflexibel, um sich anzupassen. Orchestrierung kann die Verbindung sein, die es Business und IT erlaubt, profitabel in ihren Bereich zu agieren.

Artikel wurde zuletzt im Februar 2014 aktualisiert

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