Hyperkonvergenz per Do-it-yourself: So geht es

Hyperkonvergente Infrastrukturen (HCI) im Eigenbau aufzusetzen, ist kein Hexenwerk. Die Heimwerkermethode erfordert allerdings sorgfältige Planung. Wir zeigen, wie es geht.

Wenn Sie eine hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) im Do-it-yourself-Verfahren angehen wollen, sollten Sie mit der Software starten. Es ist dann leichter, die Hardware anzupassen, um gute Resultate zu erzielen.

Es gibt eine Reihe von Wahlmöglichkeiten für eine hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) im Selbstbau. Wichtig ist aber immer ein ausgearbeiteter Plan und ein Auge für Details. Oft wird Storage die größte Aufmerksamkeit geschenkt, aber auch andere Aspekte verdienen Beachtung.

Sie sollten sich an den Anbietern von vorkonfigurierten Paketen orientieren, wenn Sie sich ans Heimwerken wagen wollen. Kommerzielle HCI-Plattformen bestehen aus vier Komponenten, nämlich Storage, Compute, Network und Software.

Auf diese vier Bestandteile sollten Sie sich bei der Planung konzentrieren. Die Auswahl der Komponenten allein reicht nicht aus. Auch andere Faktoren müssen berücksichtigt werden.

Welche Software wollen Sie nutzen?

Die erste Entscheidung gilt der Software. Ihre Auswahl bestimmt dann die Hardware und die Möglichkeiten Ihre HCI-Umgebung. Software gibt es außerdem oft zu Fixkosten und setzt so den Rahmen für Ihr Gesamtbudget.  

Nehmen wir an, Sie entscheiden sich für Microsoft. Obwohl der Hypervisor Hyper-V als Bestandteil des Windows Servers kostenfrei ist, benötigen Sie zusätzliche Betriebssystemlizenzen.

Wenn Sie Windows als Gastbetriebssystem verwenden wollen, benötigen Sie eine Windows-Server-Lizenz für jeden HCI-Knoten. Das bedingt normalerweise die Anschaffung einer Data Center Edition des Windows Servers.

Zusätzliche benötigen Sie Management. Bei einem HCI auf Microsoft-Basis wäre hier eine Lizenz des System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) fällig, wenn sie ein großes System aufsetzen wollen. Hyper-V selbst bringt den Hyper-V Manager mit, der aber nicht skalierbar ist.

Microsoft steht nicht allein da beim Lizenzbedarf. Bei VMware ist die Situation ähnlich und Lizenzen für den Hypervisor, den vCenter Server und Gastbetriebssystem sind erforderlich.

Unterstützt die Hardware die Software?

Wenn Sie sich für eine Software entschieden haben, können Sie sich an die Auswahl der Hardware machen. Einige Hersteller haben Referenzarchitekturen konzipiert, die die Qual der Wahl einfacher machen.

Wenn Sie auf eine Referenzarchitektur verzichten, sollten Sie sicherstellen, dass die Hardware für die gewählte Software zertifiziert ist. Reden Sie mit dem Hardwarehersteller, um sicherzugehen.

Seien Sie auf der Hut, denn einige Hardwarekomponenten können zu Flaschenhälsen werden. Wenn Sie beispielsweise ein Hochgeschwindigkeits-Storage-Array mit einem Server über iSCSI over Gigabit Ethernet verbinden, tritt genau dieser Fall ein. Die Ethernet-Verbindung kann die Daten nicht so schnell weiterleiten, wie sie bereitgestellt werden. Die einzelnen Hardwarekomponenten müssen vergleichbare Leistungsdaten haben.

Ist die Hardware an die Software angepasst?

Ein weiterer Punkt zur Beachtung ist es, ob die Hardware für künftige Leistungssteigerungen der Software ausgelegt ist. Das ist oft schwer einzuschätzen, aber der Hardwarehersteller kann Hilfestellung geben.

Nehmen wir an, dass Sie ein HCI für virtuelle Desktops (VDI) aufsetzen wollen. Jeder virtuelle Desktop benötigt bestimmte Systemressourcen. Das heißt, jeder HCI-Knoten kann nur eine gewisse Zahl an virtuellen Desktops unterstützen.

Sie sollten sich mit Ihrem Hardwareanbieter in Verbindung setzen, um das Optimum für diese Situation herauszufinden. Dann wissen Sie, wie viele Knoten Sie benötigen und ob Ihre Hardware dafür ausreicht. So erkennen Sie Ihren Budgetbedarf und können Raum für künftiges Wachstum lassen.

Es ist nicht schwer, HCI im Selbstbau aufzusetzen, aber genaue Planung ist erforderlich. Wenn sie diese vernachlässigen, können Sie schnell an Grenzen stoßen.

Folgen Sie SearchStorage.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Mit diesen Argumenten können Sie die Geschäftsführung für HCI begeistern

So kommen Hyperkonvergenz und Disaster Recovery zusammen

Ist Vendor-Lock-in bei hyperkonvergenten Systemen gut oder schlecht?

 

Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Essential Guide

So optimieren Sie hybride IT-Infrastrukturen

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close