Haben Sie die Kenntnisse für diese Data-Center-Jobs?

Mit speziellen Fachkenntnissen bekommen Sie heutzutage sicher einen IT-Job. Besonders gefragt sind Cloud-Architekten, Big-Data-Analysten und Security.

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Data-Center-Jobs

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des Data Centers. Das ist nicht nur in den USA so, sondern auch in Deutschland. Der Vorteil für deutsche IT-Profis ist aber, dass die Entwicklung in den USA oft früher stattfindet und wir hier noch Zeit für entsprechende Maßnahmen haben.

Neue Fachkenntnisse sind gefragt. Altbewährte Posten wie Cisco Network Engineer verlieren Ihren Ruhm und neu geschaffene Begriffe wie Data Scientist gewinnen an Zuspruch. Deswegen befinden sich Data Center Profis derzeit auf einer etwas unberechenbaren Bühne.

Im Großen und Ganzen sehen die Zahlen für IT-Profis ganz gut aus. Glaubt man diversen Arbeitsportalen, werden im IT-Bereich viele Fachkräfte gesucht und die Arbeitslosenzahlen dürften wohl wesentlich geringer sein als in anderen Bereichen.

Allerdings verschiebt sich der Schwerpunkt derzeit drastisch. „Je näher Sie an die App kommen, desto höher die Nachfrage“, sagte Tom Silver, Senior Vice President des IT-Job-Portals Dice.com. Bei Software-Entwicklern sei die Zahl der Arbeitslosen schon verschwindend gering. Web-Entwickler hätten hingegen noch bessere Karten. Die Verlagerung von der Hardware zur Software verändert die Job-Landschaft im Data Center nachhaltig.

Data Scientists analysieren das Big-Data-Puzzle

Big Data ist derzeit ein heißes Eisen, das durch bessere Analyse-Möglichkeiten und schnellere Computer im Data Center entstand. Unternehmen generieren heutzutage Unmengen an Daten und Informationen. Auf Facebook gibt es zum Beispiel täglich mehr als 2,7 Millarden „Likes“. 17 Branchen halten mehr Daten als die Library of Congress vor, die einst als Spitze bezüglich Datengeneration galt. Wikibon erwartet beim Umsatz im Zusammenhang mit Big-Data-Software einen gewaltigen Umsatz-Anstieg. Im Jahre 2012 gingen hier fünf Milliarden über den Ladentisch. Bis 2016 sollen Unternehmen nach Schätzungen weltweit mehr als 50 Milliarden in Big-Data-Software investieren.

Der Daten-Umfang explodiert förmlich in allen Bereichen des Unternehmens. Firmen benutzen die Daten, um alle Aspekte der Geschäftsfelder besser verstehen zu können. Aufgrund dieser Evolution ist der Jobtitel Data Scientist entstanden, der im Moment sehr hoch gehandelt wird.

Diese Position vermischt Business-, Analyse- und Computer-Fähigkeiten. Man erhofft sich, dass diese Menschen die Big-Data-Sammlungen der Unternehmen bewältigen können. Der Unterschied eines Data Scientists zu anderen Datenverarbeitern ist seine Fähigkeit, die gesammelten Daten logisch aufzuschlüsseln. Diese Ergebnisse werden dann wiederum für Geschäftsentscheidungen zu Rate gezogen. MBAs verstehen zwar Business-Konzepte, wie zum Beispiel Produkt-Entwicklung und Management, können aber oftmals Daten nicht analysieren und interpretieren. Mathematiker und Statistiker sind gut beim Jonglieren mit Zahlen, haben jedoch selten Ahnung von Business. Data Scientists hingegen müssen in beiden Bereichen bewandert sein.

Weiterhin brauchen sie gute analytische Fähigkeiten. Diese Personen müssen über den Tellerrand blicken können, womit in diesem Fall die derzeitigen Business-Abläufe gemeint sind. Sie müssen Rückschlüsse ziehen, inwiefern sich Veränderungen im Unternehmen positiv auf die Verkäufe, die Geschäftsprozesse und die Kundenzufriedenheit auswirken.

Weil diese Fähigkeit im IT-Umfeld so dünn gesät ist, verlangen so genannte Data Scientists hohe Löhne. Das fängt bei einem Jahresgehalt von zirka 85.000 Euro an und kann bis zu über 270.000 Euro betragen. Damit gehören sie zu den bestbezahlten Profis der IT-Szene.

Der Umstieg auf Mobile erfordert Hilfe von Technikern

Nackte Zahlen zeigen auch den Effekt auf dem Markt der mobilen Geräte. Im Jahre 2012 war der Smartphone-Umbruch laut der Telecommunications Industry Association in den USA zu 100 Prozent abgeschlossen. Apple Inc. hält derzeit mehr als eine Million Applikationen in seinem App Store vor. Anwender haben weltweit bereits mehr als 40 Milliarden Apps heruntergeladen.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass das immense Wachstum des mobilen Marktes Spuren im Data Center von Unternehmen hinterlassen hat. Firmen evaluieren Tools, damit sich diese mitgebrachten Geräte kontrollieren lassen. Allerdings ist der Markt im Moment auf einige Nischenanbieter verteilt. Aus diesem Grund sind fähige Techniker für diesen Bereich hoch im Kurs.

Architekten für den Cloud-Bau sind gefragt

Ein weiterer interessanter Bereich ist Cloud Computing. Auf Dice.com sind die Jobangebote, die ein „Cloud“ in der Jobbeschreibung enthalten, im Jahre 2013 um 31 Prozent gestiegen, verglichen mit 2012. Wenn Sie Erfahrung mit der Cloud haben, sind Sie eine gefragte Person. Systemadministrator oder Techniker spielt dabei keine Rolle, sagte Silver. Unternehmen suchen nach Cloud-Architekten, die diese Systeme erstellen und wirksam einsetzen können. Solche IT-Profis sollten sich im Klaren sein, wo die Firma ihre Applikationen hostet, wie man diese konfiguriert und wie man Wartungsverträge aushandelt. Weiterhin müssen sie die Informationen des Unternehmens in der Cloud absichern. Das beinhaltet sowohl Backups als auch Security.

Help-Desk-Support ist immer noch hoch im Kurs

Während übliche Data-Center-Jobs an Interesse gewinnen, ist auch Support-Personal weiterhin gefragt.

Weil Firmen für den Betrieb neue Applikationen ausrollen, brauchen Sie mehr technisch geschultes Personal, die den Anwendern mit der Software helfen. In der Regel klingelt das Telefon, weil Anwender das System nicht bedienen können.

Weil die Nachfrage in diesem Bereich gestiegen ist, verlangen die Menschen höhere Gehälter. Eine Umfrage von Robert Half zeigt, dass Help-Desk-Profis im Tier-1-Support 4,9 Prozent mehr verdienen. Bei Tier-2-Mitarbeitern sind es 4,8 Prozent und Tier-3-Techniker bekommen 5,3 Prozent mehr Geld.

Security-Jobs noch und nöcher

Bei IT-Leitern ist Security schon immer ein Thema mit hoher Priorität. Systeme und Daten-Strukturen werden immer komplexer. Um diese Konstrukte optimal schützen zu können, steigt die Nachfrage nach Security-Profis. Natürlich brauchen diese Menschen Erfahrung mit Firewalls, müssen Tools zum Erkennen von Bedrohungen einsetzen können und sich mit Verschlüsselung auskennen. Allerdings müssen sie auch verstehen, wie sich die wachsende Anzahl der industriespezifischen Anforderungen auf ihr Unternehmen auswirkt.

Infolgedessen stellen Firmen mehr Security-Führungskräfte ein und erschaffen Posten wie den CSO (Chief Security Officer). Verglichen mit 2010 werden heutzutage laut IT Security Jobs.co.uk 50 Prozent mehr IT-Security-Mitarbeiter gesucht. Folgerichtig steigen auch die Gehälter für die Security-Profis. Laut ITSecurityjobs.co.uk steigt der durchschnittliche Lohn in diesem Umfeld um 16 Prozent pro Jahr.

Vielleicht spielt neben dem Gehalt und der Jobsicherheit auch der Einsatzort eine entscheidende Rolle, um glücklich mit seiner Arbeitsstelle zu sein. Natürlich bewegt sich hier genau wie bei den Job-Titeln der Markt ständig. In Deutschland finden Sie die meisten Stellenangebote natürlich in den Ballungszentren. München ist zum Beispiel als IT-Hochburg bekannt. Es gibt aber auch Firmen, die ihre Sitze bewusst in günstigere Regionen verlegen. Wen das nicht stört, könnte am Ende vom Monat mehr im Geldbeutel haben.

Auch der technologische Fortschritt verändert die Metrik der traditionellen IT-Jobs. Profis werden Arbeit finden. Die Stellenbezeichnung oder der Einsatzort könnten jedoch neu sein.

Über den Autor: Paul Korzeniowski ist ein freiberuflicher Autor, der sich auf Cloud-Computing und Data-Center-Themen spezialisiert hat. Er kommt aus Sudbury, Massachusetts und ist über paulkorzen@aol.com erreichbar.

Artikel wurde zuletzt im Juni 2013 aktualisiert

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