Fünf Berichte zur Kostenoptimierung für AWS Reserved Instances

AWS Reserved Instances können dabei helfen, Kosten einzusparen. Mit diesen fünf Berichten behalten Sie Kosten und Auslastung im Blick.

Die Amazon Web Services (AWS) bieten drei Preisklassen für EC2-Instanzen (Elastic Compute Cloud): On-Demand-Instances,...

Spot Instances und Reserved Instances (RI). Reservierte Instanzen bieten dabei die Möglichkeit zur Optimierung der AWS-Rechenkapazität zum reduzierten Preis. Mit Reservierten Instanzen können die Einsparungen sogar bei bis zu 50 Prozent liegen, zumindest wenn man Amazon selbst und Anbietern von Tools zur Kostenoptimierung in der Cloud Glauben schenkt. Allerdings ist das Maß an notwendigem Detailwissen für die passende Auswahl der Instanztypen und Vertragslaufzeiten der RI-Palette eine Herausforderung für sich.

Je weiter die Cloud-Umgebung wächst, umso größer wird auch die Komplexität des Instanzen-Trackings und damit einhergehend der RI-Möglichkeiten innerhalb eines AWS-Instanzenpools. Die Überwachung der Instanzen mit den in AWS vorhandenen Berichten kann dabei helfen, eine optimale Auslastung zu erreichen. Es gibt fünf Berichtstypen für AWS Reserved Instances, die bei der Optimierung der Cloud-Kosten hilfreich sein können.

Reserved Instances Inventory Report

Dieser Bericht bildet die Basis allen Trackings und hält Informationen über alle reservierten Instanzen der Umgebung bereit. Er beinhaltet sämtliche Features, wie etwa Commitment-Typen und -Zeiten, eingesetzte Instanzen, Ablaufdaten sowie Fixkosten und Stundensätze. Auf der Grundlage des Inventory Reports kann so zu detaillierteren Berichten über die Nutzungsanalyse übergegangen werden.

On-Demand- vs. Reserved Instances

Mit diesem Bericht können sich Administratoren die Verteilung ihrer Kosten zwischen On-Demand-Instanzen und reservierten Instanzen anzeigen lassen. Er bildet das Kapazitätswachstum von On-Demand-Instanzen für einen konsolidierten Blick auf die Ausgaben für On-Demand-Instanzen ab. Administratoren sehen so auf einen Blick, wie sie durch den Zukauf von reservierten Instanzen Geld sparen können.

Aus diesem Bericht lässt sich also ableiten, ob eher mehrere reservierte Instanzen zur parallelen Abarbeitung von Workloads gebucht werden sollten oder lieber eine einzige Reservierte Instanz, die dann zur Konsolidierung mehrerer Workloads zu unterschiedlichen Zeiten eingesetzt wird. Hierbei ist es wichtig, die Kosten den verschiedenen Fachabteilungen im Unternehmen zuzuordnen, um so mögliche abteilungsübergreifende Optimierungsmöglichkeiten erkennen zu können, etwa eine unternehmensweite Konsolidierung von On-Demand-Ressourcen.

Ungenutzte reservierte Instanzen

Reservekapazitäten zu bezahlen, ohne sie zu nutzen, kann schnell sehr teuer werden. Allerdings lassen sich ungenutzte reservierte Instanzen nach Abteilungen oder Anwendungen zusammenfassen. Anschließend kann das „Guthaben“ ungenutzter reservierter Instanzen für alle verbundenen Accounts desselben konsolidierten Abrechnungszugangs verwendet werden.

Der Bericht über ungenutzte Reserved Instances bietet hierzu eine Übersicht und ermöglicht das Nachverfolgen des Ressourcenverbrauchs (einschließlich einer Auflistung der laufenden Workloads) sowie der durchschnittlichen CPU- und Speicherauslastung. Außerdem können mit diesem Bericht redundante RI-Kapazität ebenso wie stark belastete On-Demand-Instanzen identifiziert werden, um RI-Guthaben besser umverteilen zu können.

Konsolidierte RI-Leistung

Zusätzlich zu den operativen RI-Verzeichnissen und -Nutzungsberichten benötigen Finanzabteilungen auch Kosten- und Trendberichte auf monatlicher und jährlicher Basis. Derart zusammenfassende Berichte weisen nicht nur aus, welche Mittel ein Unternehmen für reservierte Instanzen aufwendet, sondern zeigen auch Einsparpotenziale. Diese Zusammenfassungen ermöglichen es Managern, ihre Ausgaben für die AWS-Cloud im Blick zu behalten und selbst nachzusteuern, wenn das IT-Team kein nachhaltiges Kostenbewusstsein liefert.

Der „What-if“-Bericht

Der „What-if“-Bericht ist ein zusätzlicher interaktiver Bericht, der über einen rein spaltenorientierten Report hinausgeht und eine gute Ergänzung zum Bericht On-Demand vs. RI darstellt. Admins können damit Was-wäre-wenn-Szenarien auf Basis konsistenter On-Demand-Kapazitätsauslastung nutzen und erhalten als Ergebnis mögliche Änderungen in der aktuellen Trendprognose. Diese Simulation kann zudem durch Zusammenfassungen anderer, detaillierter RI-Berichte unterfüttert werden, die Einkaufs- und Umschichtungsempfehlungen für RI-Guthaben einbringen.

Andere Möglichkeiten, AWS-Instanzen zu überwachen

Kosten gehören zu den grundlegenden Treibern bei der Migration in die Cloud. Durch die zunehmende Vielfalt bei den Kaufoptionen von IaaS-Diensten (Infrastructure as a Service) wird es aber immer komplizierter, diese Kosten zu managen. 

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Im Idealfall werden hierfür fortlaufend Bedarf und Nutzung von On-Demand-Instanzen und reservierten Instanzen verglichen. Einer der großen Vorteile der Reserved Instances ist es, Guthaben passend dem Bedarf zuordnen zu können, einschließlich einzelner oder multipler Instanzen.

Neben dem AWS Trusted Advisor stehen auch mehrere Hilfen zur Optimierung der Cloud-Ausgaben zur Verfügung, um die Komplexität im Umgang mit reservierten Instanzen zu reduzieren. Damit lässt sich ein genauerer Blick auf die Workloads werfen, um so je nach Bedarf die aktuelle Cloud-Nutzung besser organisieren zu können.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2015 aktualisiert

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