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Features und Rollen mit den Windows Server Migration Tools migrieren

Mit den Windows Server Migration Tools lassen sich Features und Rollen von Windows Server migrieren. Dies sind die wichtigsten PowerShell-Cmdlets.

Wenn es um die Migration von Workloads auf neuere Versionen von Windows Server geht, stehen IT-Abteilungen unterschiedliche Tools zur Verfügung.

Eines davon wären die Windows Server Migration Tools von Microsoft, die aus einer Sammlung verschiedener PowerShell-Cmdlets bestehen.

Mit dem Windows Server Migration Tools Snap-In lassen sich Features von einem Windows Server auf einen anderen übertragen. Das Utility ist Teil von Microsofts Server-Betriebssystem und funktioniert ab Windows Server 2003.

Administratoren können das Snap-in der Windows Server Migration Tools im Server Manager über den Installationsassistenten Add Roles and Features oder über den folgenden PowerShell-Befehl installieren:

Install-WindowsFeature Migration

Nach der Installation sind die Windows Server Migration Tools im Tools-Menü des Server Managers verfügbar, wie Abbildung 1 zeigt. Zugänglich sind die Tools außerdem über die PowerShell und über den Bereich Administrative Tools auf dem Start-Bildschirm.

Die Windows Server Migration Tools sind über den Server Manager verfügbar.
Abbildung 1: Die Windows Server Migration Tools sind über den Server Manager verfügbar.

Beim Start des Windows Server Migration Tools Snap-ins öffnet sich ein PowerShell-Fenster. Der Unterschied zwischen diesem PowerShell-Fenster und anderen PowerShell-Fenstern liegt lediglich darin, dass das Migration Tools Snap-in hier bereits geladen wurde.

Server-Migration mit leichtem Gepäck

Oftmals ist ein In-Place-Upgrade einfacher durchzuführen als eine Migration. Auf der anderen Seite sind Migrationen aber tendenziell auch flexibler als Upgrades.

Beispiel Microsoft: Das Unternehmen folgt einem sehr strengen Upgrade-Pfad. Die Edition und die Architektur des neuen Betriebssystems etwa müssen denen des bisherigen entsprechen. Zudem bringt ein direktes Upgrade oft all den über die Jahre aufgeblähten Ballast der alten Installation mit in die neue Iteration.

Drittanbieter-Tools zur Migration

Auch von vielen Drittanbietern gibt es verschiedene Migrations-Tools für Windows Server. Zinstall WinServ als ein Beispiel bringt physische Server und virtuelle Server auf ein neues Betriebssystem. Es funktioniert mit unterschiedlichsten Versionen von Windows Server und migriert Anwendungen, Konfigurationen, Datenbanken, Profile, Dateifreigaben und Daten. Ein großer Vorteil diesen Tools ist die Möglichkeit, 32-Bit-Systeme auf ein 64-Bit-System zu migrieren.

Ein weiteres Beispiel wäre A-Z Migrate von AppZero. Dieses Tool bringt Windows-basierte Anwendungen von älteren Betriebssystemen auf aktuelle Versionen von Windows Server, egal ob lokal installiert oder in der Cloud.

Migrationen wiederum übertragen individuelle Features von Betriebssystemen auf einen neuen Server, statt jeden Aspekt der bestehenden Konfiguration des Betriebssystems zu übertragen. Das ermöglicht es beispielsweise, ein Feature von einer 32-Bit- auf eine 64-Bit-Version zu übertragen. Auch die Übertragung von Features über verschiedene Editionen von Windows hinweg ist mit einer Migration zu haben. Oder man überträgt Features aus einem Multi-Role-Server und migriert diese auf mehrere verschiedene Single-Role-Server.

Die PowerShell-Cmdlets der Windows Server Migration Tools funktionieren mit den meisten Features von Windows Server. Nachdem das Snap-in der Windows Server Migration Tools gestartet wurde, kann über das folgende Kommando festgestellt werden, welche Features des Servers migriert werden können:

Get-SmigServerFeature

Abbildung 2 zeigt das Ergebnis auf einem Server, der WoW64-Support (Windows on Windows) und BranchCache-Features enthält.

Das Cmdlet Get-SmigServerFeature zeigt an, welche Features das Windows Server Migration Tools Snap-In migrieren kann.
Abbildung 2: Das Cmdlet Get-SmigServerFeature zeigt an, welche Features das Windows Server Migration Tools Snap-In migrieren kann.

Die Migration eines Features von Windows Server setzt voraus, dass es zunächst exportiert und anschließend in einen neuen Server importiert wird. Der Export des Features nutzt das Cmdlet Export-SmigServerSetting mit der folgenden Syntax:

Export-SmigServerSetting -FeatureID <IDdesFeatures> -Path <ExportPfad> -Verbose

Als Beispiel hier das Kommando, mit dem das Feature BranchCache exportiert wird:

Export-SmigServerSetting -FeatureID BranchCache C:\Temp –Verbose

Abbildung 3 zeigt die Ausgabe dieses Kommandos. Dabei fragt die PowerShell ein Kennwort ab, was daran liegt, dass die Ergebnisdatei sensible Informationen enthält. Deshalb schützt Windows diese Daten mit einem Kennwort.

Das Cmdlet Export-SmigServerSetting exportiert Windows-Features.
Abbildung 3: Das Cmdlet Export-SmigServerSetting exportiert Windows-Features.

Der Import eines Features in ein neues Betriebssystem ist ein ziemlich geradliniger Vorgang. Vor dem Import müssen die benötigten Rollen und Features allerdings manuell installiert werden. Ein Beispiel: Der Import der DHCP-Einstellungen erfordert Administrator-Rechte, um die Rolle DHCP installieren zu können. Je nachdem, welche Rollen und Features genutzt werden, muss ein Administrator vor dem Import der Einstellungen womöglich verwandter Dienste stoppen.

Der Import der Einstellungen erfolgt über das Cmdlet Import-SmigServerSetting. Die vollständige Syntax lautet:

Import-SmigServerSetting -FeatureID <IDdesFeatures> -Path <PfadZurImportDatei>

Die Syntax ist nahezu identisch zu dem Kommando für den Export des Features. Der Import verlangt nach dem Kennwort, das beim Export festgelegt wurde. Möglicherweise muss der Zeilenschalter -Force hinzugefügt werden, um dem Cmdlet Import-SmigServerSetting zum Erfolg zu verhelfen.

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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