Erwähnenswerte Funktionen in Windows 8 Enterprise, die Sie in Windows 8 Pro nicht finden

Windows To Go und DirectAccess können wertvolle Funktionen für Unternehmen sein. Diese sind in Windows 8 Enterprise enthalten, nicht aber in Pro.

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Desktop-Management

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Falls Sie die Implementierung von Windows 8 auf den Desktop-Rechnern Ihrer Organisation planen, kommen für Sie...

wahrscheinlich nur zwei Editionen in Frage: Professional und Enterprise. Denn nur diese bieten die Netzwerk-Möglichkeiten, die man braucht, um Desktops in eine Windows-Domain einzubinden und über Gruppenrichtlinien zu verwalten. Beide Editionen bieten natürlich die üblichen Funktionen von Windows 8, etwa Verschlüsselung des Datei-Systems, Festplatten-Verschlüsselung mit BitLocker, Exchange ActiveSync, Konnektivität zu virtuellen privaten Netzwerken und Windows Defender. Jedoch unterstützt Enterprise eine Reihe von zusätzlichen Funktionen, die es für die Professional-Version nicht gibt. Diese zu kennen, kann sehr dabei helfen, für Ihre Desktop-Rechner die richtige Variante zu wählen.

Windows To Go

Mit Windows To Go können Nutzer Windows 8 Enterprise jetzt von Speicher-Geräten wie USB-Flashlaufwerken oder externen Festplatten starten. Das Betriebssystem verhält sich dann so, als würde es direkt auf der eingebauten Festplatte laufen.

Damit kann die IT-Abteilung zum Beispiel mobile Arbeitskräfte mit bootfähigen Flash-Laufwerken für ihre Laptops ausstatten, die für sie die gewohnte Desktop-Umgebung zur Verfügung stellen. Wenn auf ihrem Host-Rechner Windows 7 oder Windows 8 installiert ist, können Nutzer vom Flash-Laufwerk booten und damit abgesichert arbeiten wie innerhalb des Unternehmens – ihr Rechner verhält sich so, als wäre er direkt mit Windows 8 Enterprise konfiguriert. Wenn die Arbeit an dem Gerät beendet ist, bleiben davon keine Spuren zurück.

Windows To Go adressiert auch potenzielle Nachteile im Zusammenhang mit Richtlinien für „Bring Your Own Device“ (BYOD): Persönliche Anwendungen und Daten werden von der sicheren Umgebung eines Unternehmens getrennt gehalten. Die eigene Hardware des Mitarbeiters stellt nur die physischen Komponenten für Windows 8 zur Verfügung, hat aber sonst fast nichts damit zu tun.

Wenn das Flash-Laufwerk während einer Sitzung mit Windows To Go entfernt wird, pausiert das System, bis das Laufwerk wieder zur Verfügung steht. Falls dies nicht innerhalb von 60 Sekunden geschieht, fährt sich der Computer herunter. Damit wird verhindert, dass sensible Daten angezeigt, im RAM gespeichert oder auf andere Weise an andere Orte als das Flash-Laufwerk selbst gelangen.

Windows To Go hält die Windows-8-Umgebung durchgängig getrennt von der persönlichen Umgebung des Nutzers. Das macht es zu einem der wertvollsten Features der Windows 8 Enterprise Edition.

DirectAccess

DirectAccess ist ein weiteres Feature von Windows 8 Enterprise, das es Organisationen erleichtert, mobile Geräte in ihre IT-Umgebungen aufzunehmen. Es bietet Konnektivität zu einem Unternehmensnetzwerk auf ähnliche Weise wie über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN). Die Nutzer brauchen aber keinen VPN-Client dafür.

Wenn DirectAccess aktiviert ist, verbinden sich entfernt betriebene Rechner mit Windows 8 oder Windows To Go schon früh beim Boot-Vorgang mit dem privaten Netzwerk einer Organisation. Die Nutzer müssen nichts dafür tun – solange sie Zugriff auf das Internet haben, können sie nahtlos und sicher auf Datei-Freigaben, Websites im Intranet und Geschäftsanwendungen in einer Remote-Domain zugreifen. Gleichzeitig blockiert DirectAccess die lokale Netzwerk-Umgebung, um Angriffe auf den PC oder den Remote-Server zu verhindern.

Ebenfalls hilft DirectAccess IT-Abteilungen bei der Verwaltung von Remote-PCs, indem es sicherstellt, dass darauf die neuesten Richtlinien und Software-Updates vorhanden sind. Administratoren können die externen Maschinen regelmäßig warten, ohne dafür auf die Herstellung einer VPN-Verbindung durch den Nutzer warten zu müssen. Tatsächlich müssen die Nutzer dafür nicht einmal am System angemeldet sein.

DirectAccess ist im Prinzip unsichtbar für den Nutzer. Es lässt sich über Gruppenrichtlinien konfigurieren und aktivieren, wenn sich der PC erstmals mit der Domain verbindet. DirectAccess war zwar schon in Windows 7 verfügbar, doch mit Windows 8 kommt jetzt Unterstützung für IPv4-Infrastrukturen hinzu.

Damit haben wir uns zwei Funktionen angesehen, die es in Windows 8 Enterprise gibt, nicht aber in Windows 8 Pro. Zusätzliche Neuerungen gibt es unter anderem bei RemoteFX, BranchCache.

Artikel wurde zuletzt im März 2013 aktualisiert

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