Ein tieferer Blick auf IBM SmartCloud für private Clouds

IBM zeigt mit IBM SmartCloud eine vielversprechende Lösung für Cloud Computing, um die Effizienz und Skalierbarkeit der IT-Infrastruktur zu steigern.

IBM wird oft als der ewige Zweite im Cloud-Markt angesehen. Doch mit IBM SmartCloud samt Komponenten für die Cloud-Modelle...

PaaS und IaaS  hat das Unternehmen jetzt vielleicht genau das entwickelt, was es braucht, um diesen Makel abzuschütteln. Und für Cloud-Architekten in Unternehmen kann es sich lohnen, sich damit auseinandersetzen, wie diese Produkte sie bei der Einrichtung privater, öffentlicher und hybrider Clouds unterstützen können.

Die PaaS-Strategie von IBM SmartCloud im Detail

Platform as a Service (PaaS) bietet eine Reihe an automatisierten und intelligenten Diensten und Werkzeugen, die oberhalb der Infrastruktur angesiedelt sind. Mit den IBM SmartCloud Application Services lassen sich Cloud-basierte Effizienz und Skalierbarkeit erhöhen sowie Anwendungen anpassen. IBMs Plattformdienste für Cloud-Anwendungen sind speziell auf Unternehmen zugeschnitten und umfassen fünf Funktionen.

Lebenszyklus-Kontrolle für Anwendungen. Die Lebenszyklus-Kontrolle für Anwendungen erlaubt Administratoren den Einsatz der Cloud als integriertes Werkzeug, um zu überprüfen, wie sich eine bestimmte Anwendung in einer verteilten Umgebung verhält. IT-Abteilungen können so innerhalb der Cloud-Umgebung Anwendungen testen und entwickeln, so dass Administratoren einen gemeinsam genutzten Echtzeit-Bereich für ihre Arbeit haben. Zu den gemeinsamen Diensten zählen zum Beispiel agile Anwendungsplanung, Change-Management und Verwaltung der Software-Konfiguration. So verlieren Entwickler und Administratoren keine kostbare Zeit mit Verwaltungstätigkeiten  und können sich auf eine Verbesserung der Anwendungsfunktionalität konzentrieren.

IBM wird oft als der ewige Zweite im Cloud-Markt angesehen. Doch mit IBM SmartCloud samt Komponenten für die Cloud-Modelle PaaS und  IaaS  hat das Unternehmen jetzt vielleicht genau das entwickelt, was es braucht, um diesen Makel abzuschütteln.

Gemeinsame Nutzung von Anwendungsressourcen. In einer Entwicklungsumgebung muss eine Anwendung unter Umständen auf spezifische Ressourcenarten zugreifen können.  Arbeiten Techniker innerhalb der Cloud, dann sind sie in der Lage, dafür zentral gespeicherte Ressourcen einzusetzen und diese bei sämtlichen Anwendungen zu verwenden, die sie gerade testen oder entwickeln. Auf Grundlage dieser gemeinsam genutzten Ressourcen können Entwickler die Komplexität und die Kosten einer Anwendung verringern. Dazu gehören zum Beispiel Message-Routing oder ein Modell für Database as a Service (DaaS), in dem die Datenbank nur dann bereitgestellt wird, wenn sie tatsächlich benötigt wird.

Deployment von Anwendungen. Entwickler wissen, wie schwierig es sein kann, Anwendungen einsatzbereit zu machen. Meist kommen noch andere Faktoren wie physische Ressourcen oder andere Infrastruktur-Anforderungen ins Spiel, wenn eine Anwendung in den Live-Betrieb gehen soll. Mit Cloud-Computing können Administratoren Anwendungen ohne Middleware oder besondere Anforderungen an die Umgebung testen und verteilen.

Der Einsatz und die Verwaltung von Anwendungen mithilfe von IBM SmartCloud sieht regelgesteuerte automatisierte Skalierung und Management jeder einzelnen Anwendung vor. Zugleich können Entwickler mit unterschiedlichen Umgebungen arbeiten, die individuell für den jeweiligen Anwendungstyp erstellt wurden. Dank dieser Vielgestaltigkeit sind Unternehmen in der Lage, Anwendungsumgebungen weiterzuentwickeln, ohne sich um interne Infrastruktur-Anforderungen sorgen zu müssen.

Verwaltung von Anwendungen. Bei vielen unterschiedlichen Anwendungsarten bereitet deren Verwaltung oft Kopfschmerzen. Kann der Cloud-Administrator in einer einzigen gemeinsamen Umgebung arbeiten, erleichtert das die Kontrolle der Cloud-basierten Anwendungsumgebung. IBM SmartCloud gestattet dem Administrator, zentrale Anwendungen mit eingebauter Automatisierung und integrierten Managed Services einzusetzen. Dies wiederum gibt Entwicklern die Möglichkeit, Aufgaben wie Change-Management, Klonen von Anwendungen für Upgrades und ein schnelles Backup einer kompletten Installation samt der dazu gehörigen Daten zu erledigen.

Integrationsynchronisierung. IBM SmartCloud zeichnet sich durch eine konfigurierbare Integration Engine aus, die Daten synchronisiert und diese mit einem Set von standardmäßigen oder selbst erstellten Anwendungskonnektoren verarbeitet. So können Entwickler ohne spezielles Programmieren oder sonstige manuelle Eingriffe mehrere Anwendungsätze integrieren.

Die vier Säulen der IaaS-Strategie von IBM SmartCloud

Organisationen kennen den Nutzen von Cloud-Technologien bei ressourcenintensiven Aufgaben wie Testen, Anwendungsentwicklung und Pilot-Installationen für umfangreiche Workloads. Infrastructure as a Service (IaaS) ermöglicht die Freisetzung von Ressourcen, denn der Einsatz vieler Server im lokalen Rechenzentrum wird dadurch verzichtbar.

Das IaaS-Angebot von IBM SmartCloud umfasst vier Bestandteile, die eine Bereitstellung lokaler Ressourcen unterstützen und gleichzeitig den Einsatz der Cloud zur Erweiterung der bestehenden Systemumgebung ermöglichen.

Virtuelle Infrastruktur. Das Angebot von IBM SmartCloud besteht hier aus aus zwei Hauptkomponenten: SmartCloud Enterprise und Enterprise +. Die Enterprise-Plattform ist ein agiles IaaS für rasche Zugriffsmöglichkeiten auf virtuelle Server-Umgebungen der Enterprise-Klasse. Diese Form von System-Umgebungen eignet sich insbesondere für Test- und Entwicklungsaktivitäten und für Arbeiten mit sonstigen dynamischen Workloads.

Virtuelle Desktops. Viele Unternehmen ziehen auf die eine oder andere Weise Infrastrukturen für virtuelle Desktops (VDI)  als Alternative zu auf physischen Endpunkten laufenden Betriebssystemen in Betracht. IBM Smart Business Desktop kann sie bei der Implementierung von VDI mit einer Reihe von Cloud-Optionen unterstützen. Ein Wechsel auf eine gehostete Workload-Plattform erlaubt dem Administrator bessere Kostenkontrolle sowie sicheren Zugriff auf zentral gespeicherte Unternehmensanwendungen und -daten.

Backup und Wiederherstellung. Das Backup und die Wiederherstellung unverzichtbarer Systeme wird in einer Cloud-basierten Umgebung immer eine zentrale Stellung einnehmen. IBM SmartCloud bietet eine Reihe von Optionen dafür:

  • SmartCloud Archive ermöglicht eine Cloud-basierte Datenarchivierung, die archivierte Inhalte indexiert, durchsucht, abfragt und speichert. Aufgrund dieser leistungsfähigeren Datenverwaltung können Organisationen Informationen für erweiterte Entscheidungsfindung und verbessertes Compliance-Management nutzen.
  • SmartCloud Managed Backup Service wird derzeit nur in den USA als Fastprotect online angeboten. Vorgesehen ist diese Funktion als kostengünstiges Cloud-basiertes Daten-Backup; sie leistet Unterstützung bei der Bereitstellung fast kontinuierlicher und skalierbarer Möglichkeiten für Schutz- und Wiederherstellung. SmartCloud Managed Backup eignet sich bestens für Daten, die über Server, Desktops und Laptops an verschiedenen geografischen Orten verteilt sind.
  • Smart Cloud Virtualized Server Recovery umfasst Tools für Automatisierung und Cloud, die einer Verkürzung der Wiederherstellungszeiten und der Zuverlässigkeit bei der Wiederherstellung von Cloud-Servern dienen. Der Dienst unterstützt sowohl physisch vorhandene als auch virtuelle Maschinen. Techniker können damit die Funktionen bestimmter Server auf einer VM innerhalb einer Cloud-Infrastruktur im IBM Recovery Center wiederherstellen.

Gemanagte Cloud-Sicherheit. Für die Absicherung von Cloud-Infrastrukturen bietet IBM bietet drei verschiedene Produkte an.

  • Hosted Application Security wird zur erweiterten Sicherheitsanalyse eingesetzt und hilft Cloud-Aministratoren beim Erkennen und Analysieren von Bedrohungen.
  • Hosted Mobile Security stellt ein kontinuierliches Management als nahezu schlüsselfertige Lösung zur Absicherung mobiler Endgeräte dar. Damit sollen mobile Endgeräte gegen Diebstahl, eine Infizierung mit Malware und zweckwidrigem Gebrauch geschützt werden.
  • Managed Security bietet eine ununterbrochene Überwachung und Verwaltung der in einer Cloud-Umgebung angesiedelten Sicherheitstechnologien. Mithilfe einer einzigen Management-Konsole können Administratoren die gesamte Sicherheitsinfrastruktur überblicken und dabei unterschiedliche Geräte-Arten, Marken und Service-Niveaus einsetzen, um den Anforderungen eines wachsenden Unternehmens flexibel Rechnung zu tragen.

Ohne Frage wird sich Cloud-Computing in der Zukunft weiter entwickeln. Organisationen jeder Größe werden rasch erkennen, warum ein Teil oder sogar ihre gesamte Infrastruktur in die Cloud verlagert werden sollte. Zusätzliche Ressourcen, mehr Bandbreite und leistungsfähigere Hardware bilden die Grundlage dafür, umfangreiche Workloads auszuliefern.

Der Einsatz von Cloud-Technologien versetzt Organisationen in die Lage, flexibel zu wachsen und zu expandieren. Unternehmen können ein höheres Test- und Entwicklungsvolumen bewältigen, ohne dazu lokal auf Ebene des Rechenzentrums physische oder virtuelle Ressourcen provisionieren zu müssen. Durch eine Verschiebung von Workloads in die Cloud können also in vielen IT-Umgebungen neue Technologien effizienter entwickelt werden.

Bill Kleyman, MBA, MISM, ist begeisterter Technologie-Experte mit umfangreicher Erfahrung im Management von Netzwerk-Infrastrukturen. Als Ingenieur hat er unter anderem große Virtualisierungsprojekte realisiert sowie Netzwerke für Unternehmen geplant und implementiert. Derzeit arbeitet er als Architekt für Virtualisierungslösungen bei MTM Technologies, einer USA-weit tätigen IT Beratungsfirma.

Artikel wurde zuletzt im Februar 2012 aktualisiert

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