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Edge-Computing-Technologie birgt Potenzial für VDI-Einsatz

Edge Computing lässt sich zur Bewältigung des Datenwachstums einsetzen. Das birgt auch das Potenzial, Probleme bei der VDI-Bereitstellung zu beheben.

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PC-Virtualisierung

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Edge-Computing-Technologie hat in den letzten Jahren aufgrund seiner Fähigkeit, einige der wachsenden Probleme bei der Verarbeitung großer Datenmengen zu überwinden, an Anziehungskraft gewonnen.

Edge Computing – manchmal auch als Fog Computing bezeichnet – nutzt die zusätzliche Leistung der Endgeräte und Server der Benutzer anstelle von zentralen Rechenzentren für die Verarbeitung von Informationen.

Die Server befinden sich in der Nähe der Endpunktgeräte, die sie unterstützen. Das Ergebnis ist, dass die Daten, zu denen der Benutzer einen sofortigen Zugriff benötigt, in der Nähe oder direkt auf dem Endgerät gespeichert werden, so dass die Daten schnell verfügbar sind. Die Daten können von den Geräten selbst verarbeitet werden. Alle anderen Daten, die archiviert werden können, gehen in die Cloud zur Langzeitarchivierung.

Edge-Computing-Technologie kann in vielen Umgebungen nützlich sein, einschließlich der Public Cloud, die keine riesigen Datenmengen verarbeitet, wie manche vielleicht denken. Ein weiterer Ort, an dem Edge-Verarbeitung hilfreich sein kann, sind virtuelle Desktop-Infrastrukturen (VDI), wo ein explosives Datenwachstum möglich ist.

Edge Computing hält Datenstürmen stand

Edge-Computing-Technologie kommt in vielen verschiedenen Formen zum Einsatz. Die Grundidee ist, dass jedes Endpunktgerät eigene Storage-, Arbeitsspeicher- und CPU-Ressourcen hat, die es zur Verarbeitung der Daten verwenden kann.

Die Technologie kann schnell zeitsensible Daten an die Endgeräte senden und ohne Upload der Rohdaten in die Cloud verarbeiten, da sich die Server in unmittelbarer Nähe zum Entstehungsort der Daten befinden oder auf dem Gerät selbst gespeichert werden. Die Edge-Computing-Technologie bietet sich für eine massive Skalierbarkeit an, da die IT-Abteilung Workloads auf zahlreiche physische Geräte und Server verteilen und gleichzeitig Platz in der Cloud für gespeicherte Daten sparen kann.

Edge Computing in VDI-Umgebungen

Bei einer VDI-Bereitstellung würden die Edge-Geräte Daten erzeugen und zur Verarbeitung an virtuelle Desktops senden. Die Idee ist, dass, wenn die Endpunktgeräte der Benutzer über ungenutzte CPU-Kapazität verfügen, diese überschüssige Kapazität Rohdaten auf den Geräten selbst verarbeitet, anstatt die Daten an das Rechenzentrum zurückschicken zu müssen.

Edge Computing funktioniert hervorragend mit physischen Desktops. Theoretisch sollte Edge Computing also mit virtuellen Desktops funktionieren, da es sich im Wesentlichen um virtuelle Repräsentationen physischer Desktops handelt.

Der Einsatz von Edge Computing.
Abbildung 1: Der Einsatz von Edge Computing.

Das potenzielle Problem besteht darin, dass virtuelle Desktops einen begrenzten Pool an Hardwareressourcen gemeinsam nutzen und VDI-Anwenderunternehmen Host-Server oft so konfigurieren, dass sie die höchstmögliche Dichte virtueller Maschinen (VMs) erreichen. Infolgedessen muss die IT die Auswirkungen von Edge Computing auf die verfügbaren Ressourcen berücksichtigen.

Die praktische Anwendbarkeit von Edge Computing mit VDI hängt von der verfügbaren CPU-Kapazität des VDI-Einsatzes und der Art der Workloads am Edge ab. Glücklicherweise sind Edge Computing Workloads in der Regel CPU-intensiv, und VDI-Implementierungen verfügen in der Regel über eine Vielzahl zusätzlicher CPU-Kapazitäten zur Unterstützung von Edge Workloads. Wenn der Workload jedoch eine signifikante Menge an Storage I/O produziert, ist es weniger wahrscheinlich, dass er für den Einsatz in einer VDI-Umgebung geeignet ist.

In jedem Fall ist es immer eine gute Idee, in einem VDI-Umgebung eine Drosselungssteuerung einzubauen. Diese verhindert, dass virtuelle Desktops Systemressourcen verbrauchen und die Performance anderer VMs beeinträchtigen.

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Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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