Die vier Komponenten erfolgreicher Private-Cloud-Automatisierung

Die Automatisierung gilt als das oberste Ziel einer effizienten Private Cloud. Im Kern beruht dabei jede Cloud-Automatisierung auf vier Komponenten.

Private-Cloud-Automatisierung bietet Unternehmen viele Vorteile wie beispielsweise Self-Service-IT, einfacheres...

Ressourcen-Management oder auch ein verbessertes Monitoring. Anders als es der Name nahelegt, hält die Cloud-Automatisierung aber nicht einfach automatisch Einzug in Cloud-Umgebungen.

Selbst die mächtigsten Automatisierungs-Engines hängen von Regelsätzen zur Definition der Cloud-Ressourcen sowie von effizientem IT-Provisioning ab. Jedes Automatisierungs-Tool nutzt potenziell extrem unterschiedliche Instruktionssätze für die Erstellung der Regeln, aber es gibt über alle Tools hinweg vier gemeinsame Komponenten, die bei der Entwicklung von Regelsätzen zur Private-Cloud-Automatisierung eine wichtige Rolle spielen: Definitionen, Autorisierungen, Workflows und Berichte.

Definitionen

Definitionen für Regelsätze geben Nutzern der Private Cloud eine Liste vorgefertigter Ressourcen und Services an die Hand, die von der IT-Abteilung bereitgestellt werden. Anstatt Nutzern beispielsweise die Anfrage nach einer bestimmten Anzahl an Prozessoren oder einer bestimmten Speichergröße für einen neuen virtuellen Server zu gestatten, können IT-Abteilungen einfach vorab definierte virtuelle Maschinen – klein, mittel, groß – zur Verfügung stellen, aus denen die Nutzer dann wählen können.

Ähnliche Definitionen ließen sich auch auf Storage- oder Netzwerkressourcen übertragen. Im Ergebnis müssen Anwender dann keine genauen Spezifikationen mehr angeben oder gar die zugrundeliegende Infrastruktur kennen. Vielmehr geben die Abteilungsleiter vor, was ihren Mitarbeitern zur Verfügung stehen soll, und diese wählen dann je nach Bedarf von dieser Liste die benötigten Ressourcen aus.

Autorisierung

Die Autorisierung der Regelsätze legt fest, welche Nutzer auf welche konkreten Ressourcen zurückgreifen können. Bei der Private-Cloud-Automatisierung kommt dem eine kritische Bedeutung zu, da die Autorisierungsregeln oft die einzige Instanz darstellen, die die Anwender von den IT-Ressourcen trennen. Jemand im Call Center beispielsweise dürfte wohl überhaupt keinen Zugriff auf die Private Cloud des Unternehmens benötigten, ein Softwareentwickler wiederum vollständige Zugriffsrechte auf alle virtuelle Instanzen haben.

Workflows

Als Workflow wird eine bestimmte Abfolge an Schritten bezeichnet, die eine autorisierte Anfrage in wohldefinierte Ressourcen oder Services überführt. Ein typischer Workflow könnte beispielsweise mit dem automatisierten Einholen der Autorisierung des Vorgesetzten beginnen, um anschließend die vorab definierte virtuelle Maschine bereitzustellen, dem Anwender Zugang zum darauf ausgeführten Service zu gewähren und benötigte Daten zu migrieren. Jede definierte Ressource einer Private Cloud ist auf diese Art und Weise in mindestens einen Workflow eingebunden.

Je nach den Anforderungen aus den Geschäftsbereichen können Workflows auch schnell sehr komplex werden. Der Vorteil dieser vordefinierten Workflows liegt aber in der konsistenten und immer gleichen Bereitstellungsweise, die durch die Automatisierung zudem weniger Fehler produziert.

Reporting und Berichte

Zu guter Letzt muss ein Regelsatz aber über Zugriffsrechte noch hinausgehen und auch Benachrichtigungen und ein ordentliches Reporting beinhalten. Hiermit werden schließlich auch die Geschäftsbereiche über die von ihnen genutzten Cloud-Ressourcen informiert. Wenn Anwender also neue Ressourcen in Anspruch nehmen, werden diese automatisch der jeweiligen Abteilung zugerechnet, wodurch Vorgesetzte leicht einen Überblick über die gesamte Cloud-Nutzung und die damit zusammenhängenden Kosten erhalten.

Man sollte bei all dem aber bedenken, dass Automatisierungsregeln der Private Cloud keine statischen Komponenten sind. Meist gibt es viele verschiedene Regelsätze innerhalb der Private Cloud, um den unterschiedlichen Anforderungen der Fachabteilungen, Arbeitsgruppen und Anwendern gerecht zu werden. IT-Abteilungen sollten ihre Regelsätze daher regelmäßig überdenken und aktualisieren, um auch langfristig ihr Funktionieren und die Übereinstimmung mit den Geschäftsanforderungen sicherzustellen. Neue Sicherheits- oder Compliance-Anforderungen könnten zum Beispiel zu angepassten Regelsätzen führen.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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