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DevOps setzt neue Kompetenzen in Cloud-Umgebungen voraus

IT-Teams müssen sich für DevOps in Cloud-Umgebungen Kompetenzen in der Automatisierung aneignen und neue IT-Rollen definieren, um Schritt zu halten.

Da immer mehr Unternehmen in die Cloud migrieren und DevOps-Strategien implementieren, steht Automatisierung zunehmend im Fokus. Und während IT-Abteilungen AWS-Automatisierungsfähigkeiten nach und nach erlernen können – wenn sie diese nicht bereits besitzen – steigt die Nachfrage nach diesem Wissen rasant an.

„Ein unmittelbarer Grund dafür sind die immer stärker verbreiteten Prinzipien und Praktiken von DevOps“, sagt Scott Thomson, Director of Public Cloud bei Softchoice, einem IT-Beratungs- und Managed-Services-Anbieter mit Sitz in Toronto.

DevOps hat sich inzwischen von einer Grassroot-Initiative – die allenfalls in bestimmten Abteilungen angesiedelt war – zu einer weit verbreiteten und unternehmensübergreifenden Option entwickelt. Und ein Ende ist nicht abzusehen: Während sich DevOps weiterentwickelt und verbreitet haben, ist der Anteil der DevOps-Teams laut dem 2017 State of DevOps Report von Puppet Labs von 16 Prozent im Jahr 2014 auf 27 Prozent im Jahr 2017 gestiegen.

DevOps und Automatisierung sind unmittelbar miteinander verknüpft: In DevOps-Initiativen nutzen Teams Automatisierungstechnologien, um das kontinuierliche Testen und Veröffentlichen neuer Anwendungen sowie die Konfiguration der zugrunde liegenden Cloud-Ressourcen und Umgebungen zu orchestrieren.

„Der Vorteil der Automatisierung besteht darin, dass der Zeit- und Arbeitsaufwand für die Erledigung einer Reihe von Aufgaben reduziert werden kann“, erläutert Thomson. „Die Automatisierung kann Organisationen Monate an Arbeitsstunden pro Jahr sparen – was zu direkten Einsparungen in Form höherer Produktivität führt.“

Zusätzlich zu den AWS-Automatisierungskompetenzen erfordern DevOps-Initiativen einen kulturellen Wandel, um erfolgreich zu sein. Der traditionelle Ansatz der Softwareentwicklung trennt Entwickler und operativen Bereich. Mit DevOps müssen Silos aufgebrochen werden und die IT-Abteilung muss enger mit dem operativen Bereich zusammenarbeiten.

„In diesem Kontext werden sicherlich neue Rollen und Verantwortlichkeiten erforderlich sein, um das Schiff zu steuern“, sagt Thomson.

Neue IT-Rollen rund um die Automatisierung entstehen

Um DevOps zu stärken, müssen die IT-Teams von Thomson neben Positionen wie Evangelisten und als Coaches auch andere neue Rollen übernehmen. Dazu gehört zum Beispiel auch die eines Automatisierungsarchitekten. Im Gegensatz zum Evangelisten, der sich mit der kulturellen DevOps-Transformation beschäftigt, entwirft, prüft und implementiert der Architekt Strategien wie Continuous Integration und Continuous Delivery.

Während viele IT-Abteilungen immer noch damit beschäftigt sind, die Services in die Public oder Private Cloud zu transformieren, konzentrieren sich viele bereits auf eine andere neue Technologie, die stark auf Automatisierung setzt – Software-defined Networking (SDN). Sie müssen ihre Mitarbeiterrollen darum erneut entsprechend anpassen.

Auch wenn Unternehmen in diesem Bereich auf externe Fachkräfte zurückgreifen können, ist es für einen Cloud-Administrator, der mit Scripting vertraut ist, kein Problem, zusätzliche Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten bezüglich der der AWS-Automatisierung zu erlangen.

„Alles, was sie brauchen, sind die APIs für SDN. Und sie müssen die Tools erlernen, nämlich Chef und Puppet“, sagt Chris Gardner, Senior Analyst bei Forrester Research.

AWS-Kompetenzen für Multi-Cloud

Neben SDN und DevOps spielt die Automatisierung auch bei Multi-Cloud-Bereitstellungen eine Schlüsselrolle. Glücklicherweise funktionieren füMulti-Cloud-Unternehmen Drittanbieter-Tools wie Chef und Puppet in verschiedenen Public-Cloud-Umgebungen. Das bedeutet, dass IT-Teams diese Automatisierungs-Tools ohne tiefergehende Kenntnisse einer bestimmten Cloud-Plattform wie AWS nutzen können.

„Wenn sich alle ohnehin auf Multi-Cloud-Umgebungen zu bewegen, können sie die Kommandozeilenwelt oder gar eine Web-GUI hinter sich lassen und sich im Falle von AWS zunehmend auf Drittanbieter-Automatisierungs-Tools verlassen“, erklärt Gardner.

Unternehmen, die ein natives AWS-Automatisierungs-Tool bevorzugen, können AWS OpsWorks verwenden. Der Dienst behandelt die Serverkonfigurationen als Code und verwendet Chef, um die Serverkonfiguration, Bereitstellung und Verwaltung in EC2-Instanzen (Elastic Compute Cloud) sowie in lokalen Umgebungen zu automatisieren.

AWS verfügt auch über weitere Optionen, wie zum Beispiel eine Automatisierungsfunktion im EC2 Systems Manager. Diese hilft bei einer Reihe von Aufgaben wie zum Beispiel bei der Aktualisierung von Amazon Machine Images und beim Erstellen von Workflows.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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