Das Ende der Standard-Server: Warum konvergente Infrastruktur überlegen ist

Schnelles Wachstum im Virtualisierungsbereich und günstige Hardware führen zu Wildwuchs im Data Center. Hersteller wie HP, Dell, Hitachi und Cisco bieten als Lösung konvergenten Infrastrukturen an.

Der Ressourcenbedarf virtualisierter Workloads steigt immer weiter an. Konvergente Infrastrukturen bieten hierbei...

eine Lösung für die Probleme hinsichtlich Kompatibilität, Skalierbarkeit und Performance, die bei der Verwendung von Standard-Servern unbekannter Hersteller (so genannte White-Box-Server) entstehen können.                            

Zwar hat die Verfügbarkeit solcher günstigen und leistungsstarken Server IT-Abteilungen mehr Freiheiten bei der Kaufentscheidung gegeben. Doch das Fehlen einer Systematik beim Bereitstellen von Standard-Servern als Hardware für Rechenzentren kann zu Performance-Engpässen führen, die sich mit einer konvergenten Infrastruktur vermeiden ließen.

In den Anfangstagen der Virtualisierung stellten Rechenleistung und Speicherbedarf noch große Einschränkungen dar. Im Laufe der Zeit jedoch konnten Anbieter viele dieser Performance-Bremsen durch die Bereitstellung leistungsstarker und günstiger Server lösen. Da der Preis für Server stetig sinkt, wird es immer einfacher, neue Server im monatlichen Budget für laufende Ausgaben unterzubringen.

Effizienz-Probleme trotz neuer Ausstattungsvarianten


Die Ausstattung von White-Box-Servern ist heute zwar von höherer Qualität, doch auch  das kann die Performance-Risiken nicht ausschalten.

In der Branche ist ihre Verwendung deshalb kaum noch üblich. Kurzfristig schienen sie eine gute Lösung zu sein, doch langfristig erhöhten sie nur die Komplexität im Betrieb – für zehn Standard-Server waren unter Umständen zehn verschiedene Hardware-Konfigurationen und zehn unterschiedliche Treibersätze erforderlich. Damit wuchs auch das Risiko, dass eine Aktualisierung zum Ausfall eines Servers führt.

Moderne Rechenzentren sehen sich mit einer ganz ähnlichen Gefahr konfrontiert: dem Kauf von Servern Stück für Stück. Für viele moderne virtuelle Umgebungen wurde bei Bedarf „irgendein Server gekauft, der gerade sinnvoll schien“. Oft vertrauen IT-Anwender darauf, dass unterschiedliche Server-Konfigurationen aufgrund der Ressourcen-Abstraktion bei Virtualisierung keine Rolle spielen. Diese Annahme führt allerdings nur zu einer neuen Generation ineffizienter Rechenzentren.

Konvergente Infrastrukturen zur Vermeidung von Performance-Engpässen


Glücklicherweise haben Hardware-Hersteller reagiert und spezielle Produkte für konvergente Infrastrukturen entwickelt. Mit diesen lassen sich die bei Standard-Servern auftretenden Ineffizienzen vermeiden.

Der eigens hierfür kreierte Begriff „konvergente Infrastruktur“ steht dabei ganz einfach für „speziell für Virtualisierung konzipierte Hardware“. So bietet beispielsweise das VirtualSystem VS1 for VMware von Hewlett-Packard eine Kombination aus vorab getesteter und vorkonfigurierter Hardware und Software, um die Funktionalität auch bei einer Hochskalierung zu gewährleisten. Derartige Produkte machen es IT-Profis leichter, ein virtuelles System zu kaufen und es erst später im selben Rack hochzuskalieren.

Das Produkt von HP unterstützt eine hohe Zahl an VM-Workloads und bietet abhängig von der gewählten Konfiguration ein Rack mit genügend Geräten wie A5800-24G Switches, ProLiant-Servern DL360 G7 und DL380 G7 sowie Storage über ein P4500 Storage Area Network.

Für die Komponenten einer konvergenten Infrastruktur ist eine eigene Software erforderlich, mit der Hardware-Ressourcen in verschiedene Ressourcen-Pools abstrahiert werden. Hier besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit den Ressourcen-Pools in Virtualisierungsplattformen wie VMware vSphere. Allerdings bieten Ressourcen-Pools einer konvergenten Infrastruktur bei steigenden Anforderungen flexible Skalierungsmöglichkeiten für die Hardware.

Der Hauptgrund für das Scheitern von Virtualisierungsansätzen in Rechenzentren war das Fehlen einer nahtlosen Möglichkeit zur Skalierung, das auf den früheren unsystematischen Ansatz zurückzuführen ist. Mithilfe von speziell auf konvergente Infrastrukturen ausgelegten Produkten lassen sich diese Probleme umgehen.

Migration weg von Standard-Servern


Naiverweise ging man in der Branche lange davon aus, dass eine Hardware-Abstraktion mit Hypervisoren die problemlose Verwaltung einer beliebigen Kombination aus Servern, Netzwerk und Storage ermögliche. Tatsächlich schafft die Abstraktion ein einheitliches Erscheinungsbild der auf dieser Hardware basierenden VMs. Andererseits gewährt sie nur wenig Spielraum für eine VM-Migration und Ressourcen-Erweiterung.

Die VM-Migration bereitet in vielen virtuellen Umgebungen schon seit längerem Probleme. Vereinfacht bedeutet dies, dass manche Hosts keine direkte Migration virtueller Maschinen auf andere Hosts vornehmen können – der Grund dafür sind unterschiedliche und miteinander nicht kompatible Prozessortypen. Hardware für konvergente Infrastrukturen dagegen gewährleistet die nötige Kompatibilität – oder minimiert zumindest dahingehende Probleme – und ermöglicht gleichzeitig hohe Verfügbarkeit.

Die Kombination von Hardware und Software schafft in konvergenten Infrastrukturen zudem mehr Möglichkeiten für die Ressourcen-Erweiterung. Das VirtualSystem VS1 von HP zum Beispiel nutzt zur Koordinierung von Server-, Netzwerk- und Storage-Aktivitäten die Betriebsumgebung HP Matrix. Anschließend übernimmt HP FlexFabric Network die logische Verarbeitung des Datenverkehrs zwischen physischen und virtuellen Maschinen.

Neben HP sind auf dem Markt für konvergente Infrastruktur auch Dell, Hitachi und Cisco Systems aktiv. Diese Hersteller vertreiben ähnliche Tools und bieten unterschiedlich ausgereifte Lösungen an, mit denen Nutzer ihre VMs endgültig von Standard-Servern weg migrieren können.

Artikel wurde zuletzt im März 2012 aktualisiert

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