Achtung CIOs: Diese IT-Trends gehören unbedingt auf Ihre To-Do-List für 2015

Cloud, BYOD, DevOps und Internet der Dinge: diese IT-Trends sollten CIOs nicht ignorieren. Dennoch haben sich viele noch nicht damit beschäftigt.

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Während Cloud Computing zum Mainstream wird, warnen Cloud- und Datacenter-Experten vor IT-Trends, die CIOs einfach...

ignorieren. Hier sind vier Punkte zu Cloud Computing und Rechenzentren, die CIOs 2015 unbedingt beachten sollten.

Wenn Sie DevOps nicht nutzen, haben Sie nichts von der Cloud

DevOps ist eine relativ junge IT-Praxis. Sie bringt die operativen Teams und die Teams für Anwendungsentwicklung näher zusammen. Die Aufgaben von Entwicklungsteams und operativen Teams sollen damit besser verknüpft und aufeinander abgestimmt werden. Neuere IT-Trends wie Software-defined Infrastructure und Cloud Computing schreien förmlich danach, die Schranken zwischen Entwicklung und Betriebsteams niederzureißen.

Im herkömmlichen IT-Umfeld gestaltet sich ein Software-Rollout bisher so: Das Entwicklungsteam versucht die geschäftlichen Anforderungen zu verstehen und schreibt auf dieser Basis Code und Programm. Das Programm wird dann nach Fertigstellung an das Test- und Entwicklungsteam weitergegeben, das die Apps in einer nicht produktiven Umgebung testet. 

Ist der Test erfolgreich, gibt das Entwicklerteam dann das Programm zurück an das Operations-Team, das es für die Benutzer ausrollt. Der Haken an der Sache: Die isolierte, voneinander abgeschottete Arbeit der verschiedenen Teams führt nicht nur zu Frustration, sondern auch zu Ineffizienz, da kein Team die Beschränkungen und Herausforderungen des anderen versteht.

DevOps bietet erstmals die Möglichkeit, die Schranken niederzureißen. „CIOs müssen DevOps verstehen und annehmen", sagte Tim Crawford, strategischer CIO Advisor beim Beratungsunternehmen Avoa, auf der Konferenz Datacentres Europe 2014 (DCE).

Mit DevOps können die Teams besser zusammenarbeiten und kleinere und häufigere Updates veröffentlichen. Dies steigert nicht nur die Effizienz, sondern reduziert auch die Fehler und verbessert ganz allgemein die IT-Qualität. „Im Zeitalter von Cloud Computing geht es um Wertschöpfung", sagte Avoa. „CIOs müssen umdenken und anders handeln. Um die Cloud wirklich zu nutzen, sollten sie auch DevOps nutzen."

Experten verwiesen auf der DCE, das DevOps die IT in der Cloud-Ära umformt. Tools wie GitHub helfen den IT-Mannschaften zu kooperieren und Fragen der Versionskontrolle besser zu verwalten. Viele Unternehmen nutzen die Cloud beispielsweise für Test- und Simulationsaufgaben. 

Diese kann mit DevOps deutlich schneller umgesetzt werden, ist agil und sehr viel billiger als in der In-House IT. Entwicklung und Operations-Teams, die gemeinsam an Cloud-Projekten arbeiten, verkürzen damit die Test-Lebenszyklen, erhöhen die Transparenz und helfen, das Produkt schneller in eine Live-Produktionsumgebung zu bringen.

„DevOps ist ein Zusammenschluss der beiden Elemente. Vorbei sind die Zeiten, als isolierte IT-Teams sagen konnten ‚Wir sind nur für die Apps zuständig‘", warnte Duncan Johnston-Watt, der Gründer von CloudSoft Corporation.

Traditionelle Rechenzentren sind nicht bereit für das Internet of Things (IoT)

Die Rechenzentrums- und Cloud-Experten warnten die CIOs bei der DCE 2014 auch vor der mangelhaften Kapazität der Rechenzentren für den Umgang mit dem Internet der Dinge.

IoT ist bekanntlich der Trend, Objekte, die weder der IT- noch der Telekommunikationswelt zuzurechnen sind, drahtlos zu verbinden und mit Maschinen kommunizieren zu lassen. Beispiele für das Internet der Dinge sind die Wearable-Technologie Google Glass oder Projekte wie tado, mit dem sich Heizungen über Mobilgeräte steuern lassen.

CIOs glauben, dass das Internet der Dinge etwas ist, was in der Zukunft passieren wird und dass sie sich damit jetzt noch nicht befassen müssen. Doch für viele dürfte IoT ein Schock sein, denn es kommt dick und schnell, sagte Crawford. „Die Auswirkungen von IoT auf die Daten sind riesig. Unsere traditionellen Rechenzentren, Plattformen und Applikationen können IoT einfach nicht bewältigen", bemerkte er.

Experten auf der DCE 2014 wiesen darauf hin, dass täglich viel zu viele Daten erzeugt werden, so dass traditionelle Datenmanagement-Tools überflüssig werden. „Neue Automatisierungs- und Visualisierungswerkzeuge sind nicht mehr nur ‚nice to have'", meinte Crawford.

Als Beispiel für die Datenexplosion zog Crawford die Luftfahrtindustrie heran: „Die US Regionalfluggesellschaft Southwest Airlines betreibt mehr als 600 Boeing 737s. Allein deren Motoren spuken pro Tag 256 Petabyte Daten an 5.600 verschiedenen Datenpunkten aus. Stellen Sie sich vor, Sie sind dort CIO! Wie gehen Sie mit solchen Datenmengen um?"

Die Daten zu ignorieren ist keine Lösung. Denn das Management dieser Informationen mit Predictive Analytics-Tools hilft, die Sicherheit und den Kundendienst für das Business zu verbessern und ist damit ein Wettbewerbsvorteil, fügte er hinzu.

Die Experten riefen auf der DCE 2014 die CIOs auf, ihre IT-Infrastruktur zu überarbeiten, um für die großen IoT- und Big-Data-Themen bereit zu sein.

Cloud Computing ist Mainstream-IT - und verändert alles

„Die Ökonomie der Cloud [im Sinn einer Kostenersparnis] ist so zwingend, dass Cloud Computing zu einer Mainstream-Methode geworden ist, wie Unternehmens-IT zu praktizieren ist", sagte CloudSoft‘s Johnston-Watt.

Tatsächlich verändert die Cloud alles – wie wir IT konsumieren, wie wir arbeiten, wie wir Dinge erzeugen, wie wir kommunizieren und wie wir Dinge vertreiben und verkaufen, sagen Experten.

„Sie müssen jetzt mit der Cloud anfangen, wenn Sie es noch nicht getan haben", warnte Tobias Hollwarth, Vorstandsmitglied von EuroCloud Europe. „Es war noch nie eine gute Strategie oder ein wirtschaftlich kluger Schachzug, sich einem Rennen zuletzt anzuschließen."

Hollwarth forderte vor allem die europäischen CIOs auf, eine Cloud-Computing-Strategie zu entwickeln, und warnte, dass Europa bei dem Wettrennen das Schlusslicht bilden könnte: „Wenn Geräte in Asien produziert werden und die Innovationen bei den IT-Services aus den USA kommen - was ist dann mit Europa?"

Er sagte, eine Mehrheit der CIOs kümmere sich entweder nicht darum, oder sie haben nicht das Budget oder die Ressourcen, um Cloud Computing effizient einzuführen. Ein kurzfristiger Einstieg bringt wenig: „Die Cloud ist kein IT-Tool, das über Nacht implementiert werden kann. Es ist eine große Veränderung, die angemessene Sorgfalt und Planung erfordert und Unternehmen müssen mit dem Prozess jetzt anfangen", sagte Hollwarth.

Ignorieren Sie BYOD auf eigene Gefahr

Nicht weniger als 44 Prozent der CIOs haben keine Bring Your Own Device (BYOD) Strategie in ihrem Unternehmen implementiert, weil sie sich laut Alan Hartwell, Vicepresident Security bei Oracle Europe, Sorgen um die Sicherheit machen.

„Das bedeutet, viele Unternehmen sperren sich selbst von potenziellen Produktivitätsgewinnen aus und geben sich damit vor ihren Mitarbeitern einen fast prähistorischen Anstrich", sagte er.

Laut Hartwell sind es vor allem die großen Unternehmen, die unter Berufung auf Sicherheitsfragen zögern, BYOD einzuführen. Diese Unternehmen verwenden veraltete Sicherheits-Tools, um Sicherheitsprobleme zu bewältigen und können daher kaum eine BYOD-Strategie rechtfertigen, warnte er.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert

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