04.12.2007 | Autor / Redakteur: Bridget Botelho / Ulrich Roderer
Virtual Iron, eine kostengünstige Alternative zu den Virtualisierungsprodukten von Vmware hat jetzt mit auch mit Dell einen Handelsvertrag unterzeichnet, wie bereits im Oktober mit Hewlett-Packard und IBM. Dell hat darüber hinaus ein OEM-Abkommen mit Sun Microsystems geschlossen. Dell wird danach Solaris als Betriebssystem verkaufen und supporten. Damit hat sich der Rechnerhersteller ein Unix-Standbein geschaffen.
Bisher hatte Virtual Iron wenig Unterstützung durch Rechnerhersteller im Gegensatz zu Vmware. Doch mit der neuesten Version hat Virtual Iron gegenüber dem Marktführer Vmware technologisch aufgeholt.
Virtual Irons Virtualisierungslösung basiert auf der neuesten Version des Open Source Xen-Hypervisor und verfügt über kritische Funktionen für den Betrieb in Rechenzentren wie Migration virtueller Maschinen in Echtzeit, LiveRecovery für Hochverfügbarkeit und Livecapacity, ein verteilter Resourcenscheduler. Virtual Iron unterstützt die Hardwarevirtualisierung der Chiphersteller Advanced Micro Devices und Intel, und kann dadurch Windows paravirtualisiert auch ohne Anpassung mit optimierter Performance laufen lassen.
Viele Kunden von Dell nutzen nach Aussagen des Herstellers bereits die Virtualisierungslösung von Virtual Iron auf deren Servern. Aber bisher hatte Virtual Iron zu wenig Unterstützung durch Hardwarehersteller. Analysten betonen, dass Kunden meist nur die Plattform kaufen, die ihr Hardwarelieferant unterstützt oder empfiehlt.
Mit den jetzt geschlossenen Verträgen mit HP, IBM und Dell “bekommt das Unternehmen die Unterstützung, die es braucht, um im Markt besser gegen Vmware konkurrieren zu können“, sagt Chris Wolf, Senior Analyst bei der Marktforschung Burton Group.
Er betont aber auch, dass das Unternehmen auch noch den Support der Betriebssystemhersteller benötigt. „Die offizielle Unterstützung durch Microsoft, Novell, Sun Microsystems und Red Hat ist entscheidend für Kaufentscheidung der Kunden.“
Virtual Iron hat mit der Version 4 auch die Unterstützung von Suse Linux Enterprise Server (SLES) 10 integriert. Sie basiert auf der 64-bit Version des Xen 3.1 Hypervisors, und verfügt über eine neue Managementkonsole sowie in der Extended Enterprise Edition (EEE) über neue Migrationsmöglichkeiten (Physich zu physisch, P2P; physisch zu virtuell, P2V) durch den Einsatz von Platespins Powerkonvert.
“Damit hat Virtual Iron vor allem gegenüber der Funktionalität von Vmwares Virtual Infrastructure 3 aufgeholt”, sagt Mike Grandinetti, Chief Marketing Officer von Virtual Iron, und böte auch mehr Funktionalität als das kürzlich von Citrix gekaufte Konkurrenzpaket, nämlich Xensources Xenenterprise v4. Virtual Iron 4 EEE kostet 799 Dollar pro Socket.
Dennoch sieht der Analyst Chris Wolf noch Verbesserungsbedarf an der Lösung „Sie müssen noch einiges entwickeln, damit sie wirklich in unternehmenskritischen Anwendungen einsetzbar sind. Dazu gehören beispielsweise Zertifizierungen von Backupherstellern. Aber er betont auch, dass Virtual Iron “eines der besten Cluster-Modelle hat und eine sehr gute LiveMigration.“
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