24.04.2009 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Florian Karlstetter
Ein weiterer Aspekt beim Einsatz eines Datenbankmanagementsystems in einer virtuellen Umgebung ist die Unterstützung durch den Hersteller im Supportfall. Die in den Datenbanksystemen hinterlegten Daten sind in der Regel für die Unternehmen von eminenter Wichtigkeit. Ein Verlust oder eine Störung beim Zugriff hat meist gravierende Auswirkungen. Daher sollte die Supportfrage in jedem Fall geklärt sein, bevor man sich für eine Migration entschließt.
Oracle hat seine Datenbank (ab der Version 10.2.0) und die zugehörigen Tools ausschließlich für den Betrieb auf den eigenen virtuellen Umgebungen unter OracleVM freigegeben. Dies schränkt jedoch den Einsatz ein. Daher wird in einem weiteren Dokument davon gesprochen, dass für den Betrieb von Oracle Linux auch VMware und Xen als Hypervisor unterstützt werden. Auch bezüglich des Supports vertritt der Datenbank-Marktführer keine so klare Linie und verweist darauf, dass der Oracle-Support den Kunden bei Problemen im VMware-Umfeld dennoch unterstützt, der Kunde das Problem aber unter Umständen auf einer nicht virtualisierten Umgebung nachstellen muss.
Ähnliche vage äußert sich auch Microsoft. Auch Redmond will ausschließen, dass die Virtualisierungsschicht auf der die virtuelle Maschine aufsetzt, die Ursache für die Probleme darstellt. Infolgedessen ist der Support für VMware von Microsoft nur mit Einschränkungen zu sehen. Schließlich hat Microsoft mit dem im Sommer letzten Jahres freigegebenen Windows Hyper-V nun eine eigene Virtualisierungslösung im Angebot. SAP wiederum hat bereits im Dezember 2007 angekündigt, VMware als Hypervisor für die Application Server zu unterstützen. Auch IBM unterstützt den Betrieb von DB2 LUW auf einer virtuellen Linux-Umgebung.
Die Virtualisierung von Datenbankmanagementsystemen bietet sich vor allem dann an, wenn mehrere parallele Systeme bestehen, die allesamt nicht ausgelastet sind. Insofern unterscheidet sich das Vorgehen nicht von anderen Serversystemen. Alternativ ist zu prüfen, ob nicht die bestehenden Datenbanken auf ein Managementsystem zusammengeführt werden können. Insbesondere für viele kleine Datenbanken bietet sich dieses Vorgehen an. In diesem Fall wird sich die Virtualisierung wohl erübrigen.
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