VMworld Europe 2009: Neues von Vizioncore, Red Hat und DataCore

Neue Lösungsansätze im Virtualisierungsumfeld

26.02.2009 | Redakteur: Florian Karlstetter

Aktuelle Branchen- und Produktnews von der VMworld Europe 2009 in Cannes.

Im Rahmen der VMworld Europe 2009 erläuterten zahlreiche Hersteller ihre aktuelle strategische Ausrichtung. Nahezu allen gemeinsam ist das erklärte Bestreben, die Betriebskosten mit Hilfe von Virtualisierungstechnologien zu senken. SearchDataCenter hat die wichtigsten News aus der Branche zusammengetragen.

Mit einer Teilnehmerzahl von rund 4.700 hat die diesjährige VMworld Europe in Cannes den Besucheransturm des vergangenen Jahres (circa 4.500 Teilnehmer) noch einmal leicht übertroffen. Zahlreiche Hersteller waren vertreten, um Kunden und Partnern neue Lösungsansätze und Produkte vorzustellen.

So enthüllte Vizioncore die aktuelle Roadmap für das Management von virtuellen Infrastrukturen und zeigte Besuchern erstmals mit vControl eine Automationskonsole für virtuelle Maschinen. Neben der Bereitstellung virtueller Maschinen bietet die Lösung auch Kontrollmöglichkeiten sowie eine Aufgaben-orientierte Automation von VMs. vControl funktioniert plattformübergreifend mit den Virtualisierungslösungen von VMware (ESX/ESXi), Microsoft (Hyper-V) und Citrix (XenServer). So können Administratoren Einzel- oder Mehr-VM-Umgebungen einzeln oder auch simultan managen und vorkonfigurierte oder selbst erstellte Workflows und Scripts implementieren.

Mit dem Projekt Woodstock zeigte Vizioncore außerdem die neueste Version von vRanger Pro für die virtuelle Datensicherung und Systemwiederherstellung. Neben einer höheren Performance unterstützt Woodstock Backups direkt auf das Zielsystem, einen Zugriff auf PowerShell, SQL-Support und eine sofortige Wiederherstellung auf Datei-Ebene. Basierend auf PowerGUI von Quest Software arbeitet der Herstelelr darüber hinaus an einem Freeware-Entwickler-Tool mit grafischer Scripting-Engine. So soll es künftig möglich sein, eine vollständig anpassungsfähige grafische Schnittstelle zu entwickeln, die Management-Funktionalität innerhalb einer Windows PowerShell-Scripting-Umgebung bietet.

Virtualisierungsstrategie von Red Hat

Auch Red Hat hat eine Erweiterung des Virtualisierungs-Portfolios angekündigt. Die vorgestellte Strategie beinhaltet im Wesentlichen folgende Komponenten:

  • Red Hat Enterprise Linux (RHEL) 5 unterstützt weiterhin alle bestehenden auf Xen-basierenden Systeme. Da alle Virtualisierungslösungen von Red Hat auf KVM basieren, werden künftig auch Tools und Services für die Migration von Xen nach KVM angeboten werden,
  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager for Servers zur Verwaltung von virtuellen Servern und Desktops mit Funktionen wie wie Live Migration, Hochverfügbarkeit, System Scheduler, Power Manager, Image Manager, Snapshots, Thin Provisioning, Monitoring und Reporting,
  • Red Hat Enterprise Virtualization Manager for Desktops als Verwaltungssystem für virtuelle Desktops, basierend auf Qumranets SolidIce unter Verwendung der Spice Remote Rendering Technologie,
  • Red Hat Enterprise Virtualization Hypervisor als neuen eigenständigen Hypervisor.

Red Hat plant, die neuen Produkte der Reihe nach innerhalb der nächsten 18 Monate auf den Markt zu bringen, mit ersten Teilen ist ab Mitte 2009 zu rechnen.

Speichervirtualisierung der 7. Generation

DataCore zeigte während der VMworld Europe erstmals ein Preview der Speichervirtualisierungslösungen SANsymphony 7.0 und SANmelody 3.0, die in Kürze erhältlich sein sollen. Zu den neuen Leistungsmerkmalen gehören:

64-bit-Caching für hoch performante I-/O-Operationen, eine vollständige Integration in das VM-Management dank VMware Ready-Zertifizierung, flexible LUNs für Thin Privisioning-Laufwerke: Damit können zugewiesene Speicherbereiche auch beim Thin Privisioning automatisch dann wieder freigegegeben werden, wenn in einer virtuellen Infrastruktur virtuelle Maschinen bewegt oder gelöscht worden sind.

SANmelody 3.0 und SANsymphony 7.0 sind Herstellerangaben zufolge außerdem als Universal Storage Controller (USC) für Windows Server 2008 konzipiert und optimiert. Als USC kann er ESX-Servern oder anderen virtuellen Maschinen unter Windows Server 2003, 2008, Unix, Linux, Netware, MacOs Speicherkapazität zur Verfügung stellen.

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