13.02.2009 | Redakteur: Ulrich Roderer
VMware hat von allen Virtualisierungsanbietern sicherlich die größte Palette, um vor allem Aufgaben im Rechenzentrum zu automatisieren. Dennoch besteht das Manko, dass diese Tools meist nur die eigene VMware-Umgebung kontrollieren. Es fehlen Funktionen zur übergreifenden Verwaltung von IT-Prozessen in physischen und virtuellen Umgebungen.
Diese laufen nach wie vor separat ab, sodass eine Integration in unternehmensweite Prozesse mit den VMware Management-Tools allein nicht möglich ist. Für Abhängigkeiten zwischen Standard-Anwendungen, Datenbanken, Plattformen und Legacy-Anwendungen bieten die Tools von VMware bisher keine Lösung. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass Prozesse fehlerhaft, verzögert oder ohne Fehlerbehandlung ablaufen. Es ist schwieriger, die Compliance für IT-Prozesse sicherzustellen, und es besteht keine Integration in bestehende Rechenzentren- und Run-Book-Automatisierungen (IT-Housekeeping).
VMware hat vier IT-Automatisierungslösungen derzeit im Angebot: den Lifecycle Manager, den Lab Manager sowie den Stage Manager. Jedes dieser Produkte erweitert die VMware Infrastruktur-Plattform und nutzt virtuelle Maschinen und VMware VMotion, um den kompletten Lebenszyklus der IT-Dienstleistungserbringung abzubilden.
• VMware Lifecycle Manager hilft Infrastruktur-Administratoren und ermöglicht es Firmen, einen konsistenten und automatisierten Prozess einzuführen, der die Beantragung, Freischaltung, den Aufbau, die Erneuerung und den Rückbau virtueller Maschinen abbildet.
• VMware Lab Manager wendet sich an die Entwickler, QA-Ingenieure und die diese unterstützenden IT-Teams und bietet schnelle und einfache Selbstbedienungs-Versorgung von mehrschichtigen, auf virtuellen Maschinen beruhenden IT-Umgebungen bei gleichzeitiger Beachtung der IT-Richtlinien.
• VMware Stage Manager betrifft die IT- und Applikations-Administratoren, die neue Versionen von Applikationen oder gänzlich neue Anwendungen in die Produktivumgebungen einzubringen haben und hilft den Administratoren dabei, diese, der Produktion vorgelagerten Schritte, in einem schlanken und effizienten Prozess abzubilden. Neben der Integration ermöglicht dieser auch das Testen, die Rückspeicherung sowie Feldtests und nimmt schließlich auch das Einbringen in die Produktivumgebung vor.
Für den Bereich Hochverfügbarkeit hat VMware den Site Recovery Manager, der die Datenrettung beschleunigt und diese verlässlicher und einfacher zu administrieren macht.
Die effizienteste Methode, um VMware in die IT-Prozesse einzubinden, besteht in der Integration in ein unternehmensweites Automatisierungstool. Mit der UC4 Workload Automation Suite lässt sich beispielsweise die Verwaltung virtueller Umgebungen mittels eines UC4-Agents für VMware integrieren; dieser ermöglicht Unternehmen die Verwaltung aller Aufgaben in der physischen und virtuellen Welt – innerhalb, um und außerhalb von VMware.
Unternehmen benötigen die richtigen Ressourcen zur richtigen Zeit. Während der Lastspitzen besteht immer Bedarf an zusätzlichen Ressourcen. Mit Automatisierungstools lassen sich zeit-, ereignis- und kalenderbasierte Initialisierungsoptionen für Workloads festlegen.
Die größte Schwierigkeit besteht dabei für VMware-Administratoren darin, den richtigen Zeitpunkt zum Erstellen oder Klonen von virtuellen Maschinen herauszufinden. Der Bedarf hängt vom Status der laufenden Prozesse ab. Auch dies kann mittels Automatisierungstools gesteuert werden.
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