Interview mit Yuval Zohar von LSI

Optimale Ressourcennutzung durch Storage-Virtualisierung

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Yuval Zohar, LSI

Vor dem Hintergrund weiter anwachsender Speicherumgebungen in Unternehmen und des zunehmenden Werts der Daten sehen sich IT-Abteilungen steigenden Kosten und immer komplexeren Strukturen gegenüber.

Mit Virtualisierungslösungen können einerseits die Gesamtbetriebskosten (TCO) einer Speicherinfrastruktur gesenkt und andererseits das Management vereinfacht und vereinheitlicht werden. SearchDataCenter sprach mit Yuval Zohar, Product Lifecycle Manager bei LSI, über die Möglichkeiten der aktuellen LSI-Lösungen bei der Storage-Konsolidierung und wollte wissen, welche künftigen Produkte geplant sind.

SearchDataCenter: Virtualisierung ist ein echter Hype in der Industrie. Welche Auswirkungen hat Virtualisierung zukünftig auf den Storage-Bereich und wie wird sie diesen beeinflussen?

Yuval Zohar: Virtualisierung verändert die Art und Weise, wie IT-Administratoren ihre Daten zukünftig managen werden. Heute stellen viele Administratoren mangels Flexibilität viel mehr Storage-Kapazität zur Verfügung, als eigentlich von den Kunden benötigt wird. Dies führt zu geringer Auslastung der Ressourcen und ineffizienter Nutzung. Mit Virtualisierung stellen Administratoren ihren Kunden genau so viel Storage bereit, wie sie brauchen, und sind in der Lage, sofort auf neue Anforderungen zu reagieren.

Mit Virtualisierungs-Features wie Thin Provisioning können Anwender unbegrenzten Lagerspeicher genießen, während Systemadministratoren nur so viel kaufen, wie benötigt wird. Und die IT-Abteilungen können den Bedarf leicht aufstocken.

Kann die LSI StoreAge-Virtualisierungstechnik den TCO von Storage reduzieren?

Zohar: Sicher. „So viel Speicher zu vergeben, wie Anwender brauchen“ kann die Speichernutzung dramatisch verbessern und so den TCO reduzieren. Storage-Virtualisierung liefert auch ein vereinheitlichtes Management, wodurch die Lernkurve für verschiedene Management-Tools reduziert und dadurch der TCO der Speichersysteme noch weiter gesenkt wird. Die Implementierung von abgestuften Speicherressourcen, wo Daten auf dem optimalen Speichersystem abgelegt werden, ist einer der Hauptfaktoren zur Reduzierung der TCO.

Durch das Trennen der Anwendungen vom physikalischen Speicher vermeidet die StoreAge-Virtualisierungstechnik geplante Ausfallzeiten, indem Daten reibungslos und online mit StoreAge multiMigrate auf ein anderes Storage-Array migriert werden, während das Original-Array eine Aktualisierung durchläuft (z.B. FW-Upgrades). Bei ungeplanter Ausfallzeit kann Virtualisierung die Downtime ebenfalls reduzieren, indem Niedrigkapazitäts-Snapshots mit StoreAge multiView, Replicas mit StoreAge multiCopy und Spiegelungen mit StoreAge multiMirror erstellt werden, die schnelle und effiziente Recoverys von Applikationen ermöglichen.

Kann die LSI-Virtualisierungstechnik IT Service Level Agreements verbessern?

Zohar: Das ist durchaus möglich! Durch die Implementierung von Virtualisierung mit StoreAge Advanced Data Services können die IT-Anwender schnell und leicht Storage-Ressourcen für neue Anwendungen bereitstellen, Speicherkapazität für vorhandene Anwendungen erweitern, Test- und Trainingsteams Replicas mit Echtzeitdaten liefern, ohne Betriebsabläufe zu behindern. Außerdem kann die IT rasch Datenelemente (Dateien, E-Mails, Datenbanksätze oder ganze Volumes) von Snapshots innerhalb von Minuten wiederherstellen.

LSI ist bekannt für ihre allgemeinen Storage-Produkte. Welche neuen Produkte werden wir in der Storage-Virtualisierung von LSI in Zukunft sehen und wie ändert Virtualisierung den Fokus von LSI?

Zohar: Speichervirtualisierung ergänzt die LSI-Speichersysteme durch Datenverwaltungsfähigkeiten. Zukünftig könnten wir Funktionalitäten wie die Integration der Virtualisierung in Speichersysteme sehen, die bereits „on board“ vorhanden sind. LSI-Speichersysteme werden auch in Zukunft die Virtualisierungstechniken einsetzen und dabei skalierbarer und flexibler sein. Zudem werden sie dem Anwender fortschrittliche Datenverwaltungsdienste zur Verfügung stellen.

Es gibt eine große Diskussion über iSCSI- und FC-SAN. Was ist die Position von LSI in dieser Diskussion und wie beeinflusst sie die zukünftige Entwicklung von LSI-Produkten?

Zohar: LSI ist dazu entschlossen, Speichersysteme ohne Rücksicht auf das Zugangsprotokoll zu liefern. Heute hat LSI in seinem Portfolio für Speichersysteme sowohl Lösungen für iSCSI als auch für Fibre Channel.

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