Interview mit Martin Niemer von VMware

Virtualisierung macht Daten hochverfügbar

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

MArtin Niemer, VMware

Soeben hat VMware mit dem Site Recovery Manager eine Lösung angekündigt, die die Sicherung von gesamten Rechenzentren durch den Einsatz von Virtualisierung deutlich vereinfacht.

SearchDataCenter sprach mit Martin Niemer, Senior Product Marketing Manager EMEA bei VMware, über die zu erwartende Entwicklung von Virtualisierung in Zusammenarbeit mit Storage-Lösungen.

SearchDataCenter: VMware hat mit dem ESX Server 3i einen embedded Hypervisor vorgestellt. Ist damit zu rechnen, dass auch embedded virtuelle Lösungen für den Speichersektor folgen, wie sie beispielsweise Lefthand Networks mit den Virtual Storage Appliances verfolgt?

Martin Niemer: VMware konzentriert sich auf den Bereich Virtualisierung als Lösung, deswegen haben wir z.B. auf Wunsch unserer Kunden Storage VMotion in der neuen ESX Server Version 3.5 integriert, um das Verschieben von in Betrieb befindlichen virtuellen Maschinen zwischen Storage-Systemen zu ermöglichen. VMware selber sieht sich nicht als Storage-Lösungsanbieter. Daher arbeiten wir in diesem Bereich auch in der Zukunft sehr eng mit unseren Partnern zusammen.

Welche Entwicklungen sind von VMware in puncto Speichertechnologie und Integration von Speicherlösungen in virtuelle Umgebungen zu erwarten? Wird es neue Tools geben?

Niemer: Sicherlich wird es eine engere Integration mit Partnern im Storage-Umfeld geben. Ein Beispiel ist der Site Recovery Manager, der demnächst auf den Markt kommen wird und die Replikation zwischen Rechenzentren steuern kann. Hier sind wir mit unseren Partnern Kooperationen eingegangen, um die Speichersysteme eng zu integrieren.

Mit dem Site Recovery Manager lassen sich auch entfernte Standorte automatisch nach einem Ausfall wiederherstellen. Dazu haben sie eine breite Zusammenarbeit mit Speicherherstellern angekündigt. Wie weit sind die Entwicklungen?

Niemer: Das Produkt wird noch im ersten Halbjahr 2008 auf den Markt kommen. Wir liegen sehr gut im Zeitplan und haben auch bereits sehr viele Nachfragen von Kunden zu diesem Produkt.

Wo liegen die größten Herausforderungen, Server- und Speichervirtualisierung miteinander zu verbinden?

Niemer: Servervirtualisierung ermöglicht eine Reihe neuer Funktionen im Rechenzentrum wie z.B. die Mobilität von Betriebssystemen und Applikationen. Dies muss natürlich ein Storage-System unterstützen können. Von daher sehen wir gerade den Bereich Storage Replication und Data Deduplication als zukünftig sehr wichtig an. Auch der Bereich Disaster Recovery wird mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, da Virtualisierung hier ganz neue Möglichkeiten eröffnet.

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