25.10.2010 | Autor / Redakteur: Katja Meyer / Andreas Donner
Cloud Computing optimiert die Auslastung von IT-Ressourcen – das ist klar. Doch was steckt eigentlich hinter den wolkigen Schlagwörtern? Was ist der Unterschied zwischen externer, interner und privater Cloud?
Cloud Computing entkoppelt in erster Linie die Applikation von der Infrastruktur und ermöglicht somit die flexible und effiziente Nutzung von Ressourcen. Hintergrund des Cloud-Konzepts ist, dass Anwender in der Lage sein möchten, selbst zu entscheiden, wie und wann sie auf die Ressourcen ihrer Infrastruktur zugreifen.
Von IT-Teams wird erwartet, dass sie den Veränderungen im Nutzungsmodell Rechnung tragen und sich gleichzeitig mit Sicherheit, Kompatibilität und Compliance bei der Bereitstellung von Geschäftsanwendungen befassen.
Als interne Cloud wird im Grunde die Flexibilisierung der unternehmensweiten IT-Services – ganz ohne Drittanbieter – verstanden. Mittels VMware Virtualisierung erreichen IT-Teams ein Höchstmaß an Flexibilität, und bestehende Applikationen können ohne Veränderung mit Zusatzfunktionen wie Hochverfügbarkeit und Performance Management erweitert werden.
So wie das Betriebssystem die Komplexität eines einzelnen Computers verwaltet, verwaltet das interne Cloud-Betriebssystem die Komplexität von Rechenzentren. Jeder Kunde, der einen hohen Virtualisierungsgrad in seinem Rechenzentrum erreicht hat, verfügt im Grunde schon über eine interne Cloud, wie z.B. Alstom, die HVB, die Messe München, die Anwaltkanzlei Wolf Theiss oder auch die Finanzinformatik des Sparkassenverbundes.
Bestimmte IT-Dienste von externen Anbietern können so – unabhängig von Art und Konstellation – mit der internen Cloud verknüpft werden. Dies kann Rechenleistung sein, Disaster Recovery Ressourcen, Speicher oder auch komplette Applikationen bis hin zu ganzen Entwicklungsumgebungen. Weil sich die Anwendungen und Daten dann nicht mehr auf dem lokalen Rechner oder im Firmenrechenzentrum befinden, sondern bei einem externen Anbieter liegen, spricht man hier von der externen „Wolke“. Gezahlt wird – wie beim Leitungswasser oder Strom – nur das, was man tatsächlich verbraucht. Ganz einfach per Kreditkarte oder Überweisung.
Als „virtual private Cloud“ wird nun die Schnittmenge aus beiden Varianten – interner und externer Cloud – verstanden. Jede private Cloud sieht dann logischerweise etwas anders aus – während Unternehmen x einen Großteil der IT Services von extern bezieht, mietet Unternehmen y zum Beispiel nur Rechenzeit von einem Drittanbieter an. Die unternehmenseigenen IT-Teams profitieren hier von unbegrenzt vielen Möglichkeiten, von Kosteneinsparungen und effizienten Abläufen – bei garantierter Sicherheit und Leistungskontrolle.
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