Automatisierung nur gemäßigt einsetzen

Load Balancing virtueller Systeme: Tools und Benchmarking

28.07.2010 | Autor / Redakteur: Bill Kleyman / Ulrich Roderer

VMware DRS gleicht die Datenverarbeitungskapazitäten in den Ressourcen-Pools fortlaufend aus.

Lastverteilung in virtuellen Umgebungen ist eine oft übersehene, dennoch essentielle Disziplin. Doch Automatisierung der Lastverteilung sollte nur mit Vorsicht und Überwachung eingesetzt werden.

In der Zwischenzeit ist es gängige Praxis, Workloads und ältere Hardwarekomponenten zu virtualisieren. Mit wachsendem virtuellem Environment muss das Managen von VMs abgeglichen werden mit im Unternehmen etablierten Benchmarks. Dazu helfen Tools, die teils in den Plattformen bereits implementiert sind oder auch von Drittanbietern stammen. Sie spielen eine essentielle Rolle beim Load Balancing und stellen Informationen bereit, wie einzelne VMs Ressourcen nutzen und wie sich diese Ressourcen optimal verteilen lassen.

Häufig wird das Load Balancing virtueller Arbeitslasten übersehen oft ist es dann zu spät. Ohne Lastverteilung entstehen leicht Netzwerkengpässe und die Performance der Anwendungen verschlechtert sich. Das wiederum beeinträchtigt die Nutzererfahrung.

Es gibt einige Regeln, die bei der Lastverteilung virtueller Maschinen beachtet werden sollten. Jede VM nutzt eine Vielzahl von Ressourcen wie CPU Zyklen, Hauptspeicher, I/O und Storage. Für ein optimales Deployment sollten solche VMs auf einem Server laufen, die komplementäre Anforderungen besitzen. Viele CPU-intensive VMs auf einem Server beispielsweise begrenzen stark die Zahl der möglichen CPUs auf dem Server. Mischt ein Administrator dagegen CPU-intensive VMs mit Speicher- oder I/0-intensiven VMs, erhöht sich dadurch die Konsolidierungsrate.

Bei der Planung der virtuellen Umgebung sollte neben den Grundanforderungen der VMs auch deren Spitzen bekannt sein, um zu einem ausgeglichenen System zu führen.

Es gibt viele Tools für Load Balancing auf dem Markt, die diese Aufgabe automatisieren. Doch hier sollten Administratoren beachten, dass auch ausgezeichnete Tools eine negative Auswirkung auf die Benutzererfahrung produzieren können.

Generische Load Balancing Tools

VMware und Citrix bieten leistungsstarke Werkzeuge für ihre Virtualisierungsplattformen an. Doch in Umgebungen mit mehreren virtuellen Umgebungen sind oft Tools von Drittanbietern die bessere Wahl, die die Begrenzungen der einzelnen Plattformen überwinden.

Migrate von Platespin beispielsweise ist in der Lage, Lasten über verschiedene Plattformen hinweg zu verschieben. Zudem unterstützt das Tool alle wichtigen Plattformen wie Microsoft Virtual Server, Virtual Iron (jetzt Oracle), VMware und Citrix XenServer. Mit Migrate können Administratoren beispielsweise Lasten von VMware jederzeit auf eine Testumgebung von XenServer verschieben.

Zudem ist Migrate in der Lage, Workloads sowohl im LAN als auch über das WAN zu verschieben. Das Tool ermöglicht es auch das Verhalten virtueller Systeme zu testen.

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