VMware Site Recovery Manager

Automatisierte Systemwiederherstellung über Standortgrenzen hinaus

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Der Site Recovery Manager benötigt keine exakte Duplizierung der Konfiguration eines produktiven Rechenzentrums

Die Wiederaufnahme des Betriebs nach Ausfall eines Standorts gehört zu den schwierigsten und komplexesten Aufgaben einer IT-Organisation. Die effektive Systemwiederherstellung besitzt daher für Unternehmen eine hohe Priorität.

Traditionelle Disaster-Recovery-Lösungen (DR) sind oft schwerfällig und fehleranfällig, weil sie viele manuelle und komplexe Maßnahmen erfordern. Sie sind darüber hinaus schwer zu testen und verlangen eine exakte und damit teure Duplikation der Infrastruktur des produktiven Rechenzentrums, um die Systemwiederherstellung zu gewährleisten. Deshalb verzichten Unternehmen häufig auf ausreichenden Disaster-Recovery-Schutz außer für den unternehmenskritischen Teil ihrer Produktivsysteme.

Virtualisierung vereinfacht Disaster Recovery

VMware nutzt die Virtualisierungstechnik, um den Recovery-Prozess zu vereinfachen und zu automatisieren. Der große Vorteil der Virtualisierung liegt darin, dass keine exakte Duplizierung der Komponenten notwendig ist. Produktivserver lassen sich auf virtuellen Servern sichern, die auch andere Hardwareplattformen sein können.

Administratoren und Rechenzentrumsleiter müssen nicht mehr dafür sorgen, dass die Ausfallkonfiguration die gleiche Konfiguration aus Hardware, Patches und Firmware aufweist, auch entfällt bei der virtualisierten Lösung die Schwierigkeit, Betriebssystem und Anwendungen wieder aufzusetzen. Denn die Gesamtkonfiguration (Hardware, Firmware, Betriebssystem und Anwendungen) wird als Daten einer virtuellen Maschine (VM) gespeichert, die per Backup oder Replikation einfach zu speichern sind. Und diese VM lässt sich auf jeder anderen Hardware neu starten.

Der neue Site Recovery Manager versetzt Firmen deshalb in die Lage, den Betrieb ihrer Systeme nach einem Ausfall eines Standorts in Stunden statt in Tagen zuverlässig wieder aufzunehmen. Zusammen mit VMware Infrastructure 3 hilft die neue Lösung, die Komplexität und Unzuverlässigkeit manueller Systemwiederherstellung zu beseitigen. Die Softwarelösung ist deutlich preisgünstiger als der Betrieb eines duplizierten, aber ungenutzten Recovery-Standortes.

„Das Bewusstsein für die geschäftlichen Folgen von Rechenzentrumsausfällen wächst. Richtlinien und behördliche Vorgaben wie SOX und HIPPA verlangen ebenfalls nach Disaster-Revovery-Lösungen. Lösungen für die Servervirtualisierung ermöglichen tatsächlich schnellere und zuverlässigere Systemwiederherstellung“, erklärt Mark Bowker, Analyst der Enterprise Strategy Group.

Damit der Site Recovery Manager die Wiederherstellung eines Standortes automatisieren kann, muss eine optimale Ansteuerung der Speicherlösungen gewährleistet sein. VMware arbeitet deshalb mit Storage-Partnern zusammen, sodass der Site Recovery Manager in der Lage ist, die von den Speichersystemen unterstützen Funktionen zur Speicherreplikation zu unterstützen. Zu diesen Storage-Partnern zählen EMC, EqualLogic, Hitachi Data Systems, HP, IBM, Lefthand Networks und Network Appliance.

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