VMDK-Dateien enthalten Server, die einfach als Datei wiederherzustellen sind

Virtualisierung vereinfacht Disaster Recovery im Rechenzentrum

15.05.2008 | Autor / Redakteur: Richard Jones, VP und Service Director bei der Burton Group / Ulrich Roderer

VMs sind Dateien: Virtuelle Maschinen speichern ihre Gast-Betriebssysteme, Anwendungen sowie Konfigurationen in einer Datei. Diese Datei, bei VMware im Virtual Machine Disk Format (VMDK) oder auch Virtual Hard Disk (VHD) genannt, enthält die gesamte Betriebsystemumgebung, um eine VM schnell zu starten. Diese Datei enthält auch die Konfigurationsdaten wie virtuellen Prozessor, Speicher und Gerätetreiber. Startet man eine VM, werden alle Parameter aus dieser Datei konfiguriert. Die Wiederherstellung eines Servers in einem Ausfallszentrum erfordert also nur das Starten dieser VMDK- oder VHD-Datei.

Tools zur Konvertierung physischer auf virtuelle Maschinen: Virtuelle Umgebungen erfordern Management Tools, um VMs zu erzeugen, zu starten und anzuhalten sowie sie zu sichern. Zum automatischen Konvertieren physikalischer Server in VMs gilt es eine Reihe von Werkzeugen, die den physikalischen Server analysieren und dann eine VMDK- oder VHD-Datei daraus erzeugen. Diese lassen sich schnell in einem Ausfallzentrum wieder einspielen.

Hardware-Wiederverwendung: Die virtualisierte Hardware im Ausfallszentrum muss bei virtuellen DR-Strategien nicht ungenutzt herumstehen. Sie kann für Entwicklung, Test oder andere Aufgaben genutzt werden, solange kein Notfall eintritt. Im Ernstfall werden einfach die laufenden VMs angehalten und die wiederherzustellenden VM der betroffenen Produktivanwendung gestartet.

DR-Lösungen sind zwar beeindruckend, haben aber den Nachteil, dass sie nicht für alle Workloads geeignet sind. Anwendungen mit hohen I/O-Anforderungen wie Datenbanken beispielsweise können in ihrer Performance durch Virtualisierung beeinträchtigt werden. Deshalb supporten die meisten Datenbankanbieter noch keine virtuellen Umgebungen. Auch Anwendungen, die nur auf spezieller Hardware laufen, können nur dann in VMs laufen, sofern die entsprechenden Treiber für diese Hardware von der Virtualisierungsplattform zur Verfügung gestellt werden.

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