Intel-Prozessoren sollen Leistung für virtuelle Anwendungen verdoppeln

Fujitsu Siemens verbaut Quad-Core Xeons in Primergy RX-Servern

13.09.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Andreas Donner

Die aktualisierten Primergy RX-Server von Fujitsu Siemens Computers (FSC) laufen mit Quad-Core Xeon MP-Prozessoren von Intel. Damit verdoppelt sich die Leistung der RX600 S4-Rack-Server. Als Einsatzgebiet nennt der Hersteller Serverkonsolidierung und ERP. Ab 2008 sollen einzelne Rechner mit vorinstallierter Virtualisierungssoftware ESX Server 3i Embedded ausgeliefert werden.

Mit aktuellen Intel-Prozessoren und bis zu 128 GByte Arbeitsspeicher will Fujitsu Siemens die Rechenpower seiner Primergy RX-Server verdoppeln. Der Primergy RX600 S4 greift auf bis zu vier 64-Bit-Quad-Core Prozessoren vom Typ Intel Xeon MP 7200/7300 (Tigerton) zu. Neben der Leistung soll sich damit auch die Energieeffizienz der Systeme erhöhen.

Zum Leistungsvergleich zieht Fujitsu Siemens den Benchmark SPECjbb2005 heran. Dabei erreichte ein RX600-Beispielsystem mit acht laufenden Einheiten der BEA-Lösung JRockit 437412 Transaktionen pro Sekunde. Das Ergebnis sei das derzeit höchste, das mit einem Vier-Wege-Server erreichbar sei. Konkrete Werte zur verbesserten Energieeffizienz konnte Fujitsu Siemens bisher noch nicht nennen.

Konsolidierungsplattform für rechenintensiver Anwendungen

Laut Hersteller ist das ab Oktober verfügbare System eine ideale Konsolidierungsplattform für virtuelle Maschinen und eignet sich besonders für rechenintensive Datacenter-Anwendungen, wie Datenbankserver oder ERP-Applikationen (Enterprise Resource Planning).

Zur weiteren Ausstattung gehören verschiedene, teilweise Hot-Plug-fähige PCIe-Steckplätze, ein 8-Port-SAS-RAID-Controller (LSI 1078) und vier GBit-Ethernet-Schnittstellen. Das racktaugliche System mit einer Höhe von vier Einheiten bietet zudem Platz für acht 2,5-Zoll-Festplatten, ein 5,25-Zoll-Bandlaufwerk und Slimline-DVD-Drive. Lüfter und Stromversorgung sind redundant ausgelegt.

Zu den Preisen der ab Herbst verfügbaren Primergy RX-Server ist noch nichts bekannt.

Virtualisierungslösung ab Werk geplant

Ab 2008 will Fujitsu Siemens ausgesuchte Primergy-Modelle mit einer vorinstallierten Virtualisierungssoftware anbieten. Wie der Hersteller ankündigt, sollen die Systeme während des ersten Bootvorgangs den ESX Server 3i Embedded vom Softwareproduzenten VMware laden. Innerhalb weniger Minuten und ohne manuelle Installation werde so eine komplette Virtualisierungsschicht auf dem Server aktiviert.

„Die Lösung kommt insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen entgegen, bei denen das Thema Virtualisierung noch nicht zur Tagesordnung gehört und oft eine gewisse Hemmschwelle im Weg steht. Durch die automatische Aktivierung der VMware-Lösung wird die Virtualisierung auch dort zu einem Standard, der sich schnell und unkompliziert realisieren lässt“, erklärt Bernhard Brandwitte, Director Product Marketing Enterprise Server Business bei Fujitsu Siemens Computers.

Die Primergy-Server mit integrierter Virtualisierungslösungen sollen ab 2.300 Euro erhältlich sein.

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2007606)