01.07.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer
Nicht nur verzögert sich die Auslieferung der angekündigten Version 4.5 der Desktopvirtualisierungs-Software View 4.5, es kursieren Spekulationen, dass die Entwicklung des Client Hypervisor eingestellt wird.
Die für Juli angekündigte Freigabe der Version 4.5 wird sich laut VMware auf unbestimmte Zeit in diesem Jahr verschieben. Schuld daran sollen Probleme mit Windows 7 und dem hauseigenen PCoI-Protocol sein. Schwierigkeiten mit Windows 7 dürfte nach VMware-nahen Quellen auch der Grund sein, warum die angekündigte Integration des Profile Managements entfällt.
Das Modul stammt aus der Akquisition von RTO Software, die VMware Anfang des Jahres übernommen hat. Obwohl VMware bisher kein offizielles Statement dazu abgegeben hat, ist dieses Modul in der aktuellen zweiten Beta von View 4.5 nicht mehr enthalten.
Gleichzeitig spekuliert der Virtualisierungs-Guru Brian Madden bei Techtarget, dass auch der angekündigte Client Hypervisor auf Eis gelegt sei. VMware favorisiere die Konzentration der Clients im Rechenzentrum mit Zugang über die Cloud. Der Client Hypervisor würde hingegen ein eigenständiges Virtualisieren von Desktops ermöglichen, ohne das ein Client in die Cloud eingebunden ist. Für Offline-Arbeiten soll der Offline-Mode in der Desktopvirtualisierungs-Software View genügen.
Ein Indiz für diese Spekulation sieht Madden unter anderem im Weggang von Jocelyn Goldfein, VP und GM der Desktop Business Unit und Verfechterin des Client Hypervisors.
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