10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Eine flexible und effiziente IT-Infrastruktur trägt zum Geschäftserfolg bei. Dies gilt ganz besonders für mittelständische Unternehmen, deren Wettbewerbsvorsprung und Marktführerschaft oft auf Produkttechnik und Produktqualität beruhen.
Der Medizintechnik- und Pharmahersteller PARI, dessen Name fast schon als Synonym für Inhalationssysteme gilt, verfolgt den Weg der IT-Konsolidierung konsequent. Gewachsene Strukturen wurden rationalisiert, um neuen Geschäftsbedingungen gerecht zu werden.
Neue Produkte wie eFlow rapid, aber auch die erfolgreiche Tochter PARI Pharma, deren pharmazeutische Entwicklungen die PARI-Produkte zu Gesamtlösungen erweitern, bestimmen den Wachstumskurs des Unternehmens. Das Ziel der Firmenkonsolidierung führte 2005 zur Gründung einer Holding, unter deren Dach die bislang parallel geführten PARI-Firmen eingegliedert wurden.
Für die IT-Infrastruktur bedeutete dies die Optimierung der gewachsenen Struktur aus zahlreichen Applikationsservern, lokalem Storage und Tape Backup an mehreren Standorten unter Berücksichtigung von Regulierungsvorschriften. Medizintechnik- und Pharmahersteller wie PARI unterliegen bei Datenhaltung und Datenarchivierung zahlreichen Regularien wie der Qualitätssicherung nach GMP, den US-Vorschriften der Food & Drug Administration sowie den deutschen und EU-Richtlinien.
Zahlreiche Einzelsysteme, Dateninseln und die zunehmende Komplexität der IT-Umgebung fördern die Komplexität von Management und Compliance. Den Weg zu mehr Einfachheit hat EDV-Leiter Helmut Huber mit der Konsolidierung von Daten und Storage eingeschlagen: „Unsere Ziele lauteten Skaleneffekte in der Datenhaltung, Erhöhung der Datenverfügbarkeit und langfristige Datensicherheit. Die einzig Erfolg versprechende Lösung war für uns die Einführung von Storage Area Networks.“
PARI hat sich für Unified Storage und Datenmanagement-Software von NetApp entschieden. Die innovative, hoch ausfallsichere Systemarchitektur entsprach der Philosophie des Drug&Device-Anbieters am besten und versprach zudem einen hohen Mehrwert: Sämtliche Firmendaten von Exchange über File Service bis SAP lassen sich auf derselben Plattform konsolidieren, online per Snapshot sichern und bei Bedarf auf WORM-Volumes revisionssicher ablegen.
Die Daten der Firmenverwaltung in Starnberg und der Entwicklung in München wurden auf NetApp FAS270-Systemen konsolidiert. Ein FAS2020-System löste Direct Attached Storage am Produktionsstandort im oberbayerischen Weilheim ab. Neben CIFS für den NAS-Modus sind die Systeme mit Fibre Channel oder iSCSI für den SAN-Betrieb oder einer Kombination aus beidem konfiguriert.
Mit Einführung von NetApp Storage veränderte sich auch die Datensicherung. Statt lokalem Tape Backup sind Online-Snapshots vor Ort die Norm, ergänzt durch ein zentrales Backup-Szenario in der Starnberger Zentrale. Huber kombiniert bewusst dezentrale Datenhaltung mit zentraler Datensicherheit. Mit der NetApp Backup-Software SnapVault werden die Daten nach der Deltamethode über WAN auf eine FAS270 als dediziertes Backup-System übertragen.
So ist es einfacher, die Standorte autark zu halten und dennoch einen allgemein gültigen Standard für Sicherheit und Compliance durchzusetzen. Zudem erübrigt sich der Aufwand für lokale Bandspeicher und deren Management. Das System hat sich bewährt: „Während der herkömmlichen Datensicherung auf Band kam es bei PARI München immer wieder zu Störungen des Produktionsablaufs. Heute läuft das Backup mithilfe der Snapshot-Technologie reibungslos“, so Helmut Huber.
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