Brocade StorageX bei der AOK Sachsen

File-Virtualisierung durch StorageX

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

StorageX – Management des Global Namespace

Brocade StorageX nutzt das Microsoft DFS als Basis und ist eine Lösung zur Skalierung und Verwaltung von Dateispeichersystemen. Mit den enthaltenen Funktionen können Administratoren ein virtuelles Dateisystem („Global Namespace“ oder „Namensraum“) erstellen, dieses überwachen und verwalten sowie in bestehende Speicherstrukturen integrieren.

Nach der Virtualisierung beziehungsweise der Entkopplung der Pfade vom physikalischen Speicherort konnten die Administratoren die Daten frei und im Online-Betrieb auf die Speichersysteme verteilen, sodass keine unproduktiven Downtime-Zeiten mehr entstehen.

Waren vor StorageX die Speichersysteme zu rund 60 Prozent genutzt, liegt die Auslastung heute bei rund 80 Prozent. Allein dieser Effekt spart der AOK Sachsen Kosten bei der Hardware-Allokation, ganz zu schweigen von den Zeiteinsparungen bei der Administration.

Individuelle Konfiguration

Bei der AOK Sachsen hat die ständige Verfügbarkeit höchste Priorität. In einem Disaster-Fall müssen alle virtualisierten Links innerhalb kürzester Zeit auf die redundant laufenden Speichersysteme umgeschaltet werden. Bei rund 5.000 Anwendern mit 5.000 Links pro Speicher-Site - insgesamt also 10.000 Links – benötigt das Umschalten eine gewisse Zeit. In vollem Betrieb ergab sich bei den Tests im AOK-Rechenzentrum eine Umschaltzeit von rund zehn Minuten.

Die AOK Sachsen wollte diese Umschaltzeit optimieren, denn ein Stillstand der Systeme von rund zehn Minuten war organisatorisch und wirtschaftlich nicht möglich. Die individuelle Lösung bei der AOK Sachsen bestand darin, die Links eine Stufe höher in der DFS-Hierarchie zu konfigurieren. Durch diese Lösung konnte die Umschaltzeit auf nur wenige Minuten verkürzt werden.

Bei dieser Konfiguration wurden die Nutzer auf nur vier DFS-Links pro Site zusammengefasst. Dadurch entstanden auch nur vier anstatt 5.000 Links, die in einem Disaster-Fall umgeschaltet werden müssen.

Zukunftsorientierte Technologie

In Zukunft will die AOK Sachen noch weitere Funktionalitäten von StorageX zum Einsatz bringen wie beispielsweise den automatisierten Lastenausgleich auf den unterschiedlichen Speichersystemen. Diese Funktion migriert die Dateien regelbasiert und völlig automatisiert auf den zur Verfügung stehenden Speichersystemen.

Sie sorgt für die optimale Nutzung und Auslastung der Ressourcen nahezu ohne manuelle Eingriffe. Künftig soll eine neue Version 5.8 von StorageX die Konfiguration von mehr Links ermöglichen und die Umschaltzeit der 5.000 Links wesentlich verkürzen.

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