Brocade StorageX bei der AOK Sachsen

File-Virtualisierung durch StorageX

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Fest eingerichtete Dateipfade und der damit verbundene immense Managementaufwand gehören bei der AOK Sachsen der Vergangenheit an.

Die AOK Sachsen hat sich entschieden, die File-Virtualisierung von Brocade StorageX einzusetzen, um alle Daten aus den Niederlassungen und Filialen zu konsolidieren. Die Krankenkasse ist damit in der Lage, File-basierte Daten virtuell auf verschiedene physikalische Speichergeräte zu verteilen, sie zentral zu verwalten und frei zu verschieben.

Die Krankenkasse hat mit über zwei Millionen Versicherten und 102 Filialen enorme Datenmengen zu verarbeiten. Bis 2004 betrieb die Landesgesellschaft drei Rechenzentren, auf denen diese Daten verteilt gehalten wurden. Insbesondere das Wachstum der File-basierten Informationen wuchs sich zu einem Problem aus. Die Speicherkosten für die verteilten Rechenzentren waren hoch, und das Management der Dateien wurde zunehmend aufwendig und kostenintensiv.

Um die Gesamtdatenmenge im Hauptrechenzentrum hosten zu können, verdreifachte die AOK Sachsen dort die Speicherkapazität mit zwei neuen Filern von Network Appliance und zwei weiteren Filern zur Sicherung der Hochverfügbarkeit in den folgenden Jahren. Die Filer wurden aus Sicherheitsgründen im Zwei-Standort-Prinzip aufgestellt, bei dem je zwei Filer die Daten gespiegelt an unterschiedlichen Standorten vorhalten.

Virtualisierung File-basierter Daten

Nachdem die Konsolidierung der Daten im Hauptrechenzentrum erfolgreich verlaufen war, war es Aufgabe der IT, das Management der riesigen Dateivolumen zu optimieren. Da der Dateizugriff sowohl der Applikationen als auch der Anwender über feststehende Netzwerkpfade erfolgen muss, fehlte eine ausreichende Flexibilität bei der Dateiverwaltung. Daher griffen die Systemverantwortlichen zuerst auf einen Dienst zurück, der ab Microsoft Windows 2000 Server standardmäßig mitgeliefert wird: DFS (Distributed File System). Diese Technologie ermöglicht es, die logische Sicht auf die Daten über einen Global Namespace von ihrer physikalischen Speicherung zu entkoppeln. Die Management-Features von DFS erwiesen sich jedoch nicht als ausreichend.

„Die Verwaltung und der Einsatz von DFS war nicht zufriedenstellend, da die Einrichtung und Administration sehr umständlich und kompliziert war. Darüber hinaus wollten wir zahlreiche Funktionalitäten realisieren, die DFS als Basisdienst nicht bietet. Um die prinzipiellen Vorzüge dieses Microsoft-basierten Dienstes sinnvoll und in einem wesentlich größeren Umfang nutzen zu können, entschieden wir uns, die Software-Lösung StorageX von Brocade einzusetzen“, erklärt Wolfgang Gaunitz, Fachbereichsleiter Server- und Netzwerkmanagement bei der AOK Sachsen.

Daher suchte man nach weiteren Lösungen, um das DFS leichter einrichten und administrieren zu können und zugleich die Funktionalitäten zu erweitern. In einem StorageX-Workshop wurde im Mai 2004 in Zusammenarbeit mit der NuView GmbH, einem Brocade-Alliance-Partner, ein Lösungskonzept erarbeitet.

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