VMware ESX Server bei Ricola

Ricola: schnelles Backup und Disaster Recovery mit VMware

10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Backup der virtuellen Maschinen

Das Backup erfolgt über einen separaten Storage-Server, der ebenfalls auf HP-Hardware basiert. Der Clou der realisierten Backup-Lösung besteht darin, dass nicht komplette physische Rechner gesichert werden, sondern virtuelle Maschinen, die einfacher kopiert werden können und im Ernstfall deutlich schneller wieder zur Verfügung stehen als herkömmliche Rechner.

Der Backup-Prozess wird mithilfe von esXpress umgesetzt. Mit dieser Software können alle virtuellen Maschinen eines ESX-Hostsystems im laufenden Betrieb gesichert und komprimiert ausgelagert werden. Mehrmals täglich wird zudem ein Delta-Backup erstellt. Somit ist das letzte Full-Server-Backup maximal eine Stunde alt. Ricola setzt zudem den Microsoft Data Protection Manager und Symantec BackupExec ein und realisiert so ein mehrstufiges Disk-to-Disk-to-Tape-Backup-Konzept, das nur mit VMware so stabil und umfassend realisiert werden konnte.

Zentrale Verwaltung

Die IT-Administratoren von Ricola verwalten und überwachen die beiden ESX-Systeme sowie sämtliche virtuelle Maschinen zentral mit VirtualCenter. Die Templates in VirtualCenter erlauben ihnen zudem, neue virtuelle Maschinen innerhalb weniger Minuten bereit zu stellen.

„Was optimierte Serverauslastung, flexible Möglichkeiten für Backup und Disaster Recovery sowie simples Management der Serverlandschaft angeht, gibt es keine vernünftige Alternative zu VMware“, resümiert Hannes Käsermann. „Stündlich automatisierte Backups, Disaster Recovery innerhalb von Minuten – und das Ganze wirklich kostengünstig. Das sind die Möglichkeiten, von denen wir vor Jahren noch geträumt haben und die wir jetzt zuverlässig und flexibel nutzen können.“

Vorteile der virtuellen Lösung

  • einfaches Full-Backup des Exchange Servers und weiterer kritischer Systeme
  • letztes Full-Backup maximal eine Stunde alt
  • kurze Wiederherstellungszeit bei Disaster Recovery
  • Flexibilität beim Management von Serverressourcen
  • Konsolidierung von 20 physikalischen Servern auf zwei
  • schnellere Bereitstellung der Server

Infrastruktur

  • VMware ESX 2.5.4 / 3.0.1
  • 2x HP ProLiant DL385 (2 Dual-Core-CPUs)
  • Windows NT/2000/2003
  • VMware Infrastructure 3 Enterprise
  • Applikationen, die in virtuellen Maschinen laufen: Exchange 2003, File- und Print-Services, Intranet (IIS), Active Directory Domain Controller, Netzwerkdienste (DNS, DHCP, WINS), Prozess- und Gebäudeleistsystem (Produktion), Telefonie-Systeme, einige Helper- und Middleware-Systeme

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