10.09.2008 | Autor / Redakteur: SearchDataCenter.de / Florian Karlstetter

Ricola ist ein traditionelles Schweizer Familienunternehmen. Es ist weltweit für seine Kräuterspezialitäten bekannt. Ricola ist in rund 50 Märkten der Welt präsent und erwirtschaftete 2005 einen Umsatz von umgerechnet 160 Millionen Euro.
Für rund 200 Anwender weltweit stellt das Rechenzentrum in der Firmenzentrale seine Dienste zur Verfügung. Die komplette IT-Infrastruktur des Unternehmens hängt von der Verfügbarkeit dieser Dienste und der Sicherheit seiner Daten ab.
Als der Hersteller nach einer flexiblen Backup- und Disaster-Recovery-Lösung zu suchen begann, sah Hannes Käsermann, damals als System Engineer für Ricola tätig und jetzt Berater bei Customscope Information Systems, sofort das Potenzial für den Einsatz der entsprechenden Lösungen, wie sie Infrastructure von VMware bündelt. Insgesamt sollten 20 Server für die zum Teil unternehmenskritischen Anwendungen in das neue System einbezogen werden.
Zunächst zog Ricola eine Cluster-Lösung auf Windows-Basis in Kombination mit VMware GSX Server in Erwägung. Da es sich bei den in Frage stehenden Systemen aber um absolut unternehmenskritische Anwendungen mit zum Teil hohem Ressourcenbedarf handelte, entschieden sich die Verantwortlichen für die VMware-Flaggschiff-Lösung ESX Server. Nur diese bietet die geforderte Flexibilität und Stabilität.
Aufgrund der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des ESX Server konnte Käsermann auch ein ehrgeiziges Konsolidierungsziel ins Auge fassen: Aus 20 physischen Servern sollten 20 virtuelle Maschinen auf lediglich zwei physischen Maschinen werden.
Nach Abschluss der Planungen konnte Käsermann in kurzer Zeit eine neue, virtuelle Infrastruktur für Ricola aufbauen. Ricola betreibt nun zwei produktive ESX-Instanzen auf HP ProLiant DL385 Servern. Jeder der Server ist mit zwei AMD Opteron-Dual-Core-Prozessoren ausgestattet. Um größtmögliche Datensicherheit zu erreichen, werden beide ESX-Produktivsysteme an getrennten Standorten betrieben.
Die Lösung zur Livemigration von virtuellen Maschinen, VMware VMotion, erlaubt es trotz räumlicher Trennung, virtuelle Maschinen im laufenden Betrieb zwischen den ESX-Hosts zu transferieren. So sind beispielsweise Load Balancing zwischen beiden Standorten oder die Verlagerung aller virtuellen Maschinen auf eine Hardware möglich, um die andere zu warten.
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